Biotopverbund Laubfrosch

Ziel des Artenschutzprojektes ist es, für den heimischen Laubfrosch (Hyla arborea) ein Verbundsystem von Lebensräumen, insbesondere von Laichplätzen, zu schaffen und langfristig zu erhalten. Der Laubfrosch ist ganz besonders von kontinuierlichen Schutzbemühungen und insbesondere von regelmäßigen Gewässerneuanlagen und Biotop-Pflegemaßnahmen abhängig. Deshalb gilt für die GNA, die seit vielen Jahren sehr gezielt Maßnahmen zur Förderung des Laubfrosches realisiert, folgende Leitlinie: Für wirklich erfolgreiche Laubfroschgewässer muss heute die natürliche Dynamik der Flussauen künstlich nachgeahmt werden.

Seit 2008 erhebt die GNA im Rahmen ihres Artenschutzprojektes das Vorkommen des Europäischen Laubfrosches (Hyla arborea) in der Kinzigaue von Langenselbold und Hasselroth. Dadurch sollen der Erfolg spezifischer Maßnahmen, die die GNA initiiert, plant und durchführt, evaluiert sowie Korrektur- und Anpassungs-maßnahmen rechtzeitig vorgenommen werden. Das Projektgebiet wurde inzwischen sogar erweitert: In westlicher Richtung um die Rodenbacher Kinzigaue und in östlicher Richtung bis zum Feuchtgebiet Herrenbruch in Hasselroth. In dieser weiten Flusslandschaft finden immer wieder Maßnahmen statt: Die Renaturierung und die Pflege bestehender Biotope ebenso wie die Anlage ganz neuer Laichgewässer.

Die Kartierungen bestätigen eine tendenziell erfreuliche Entwicklung an der unteren Kinzig, die sich sicherlich auf die dort durchgeführten Maßnahmen zurückführen lässt. Während in Hessen die meisten Laubfroschpopulationen rückläufig sind, erweist sich das Vorkommen an der unteren Kinzig als das Einzige, das sich zunehmend stabilisiert und sogar wächst.

Unsere Maßnahmen:
Jährliche Bestandserhebung & Auswertung der Ergebnisse
Planung & Umsetzung geeigneter Maßnahmen
Sanierung, Anlage & Pflege von Flutmulden und Tümpel
Laubfroschgerechte Biotope & Vernetzung zum lokalen Verbund

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Anstrengungen und das Engagement der GNA lassen sich vor allem damit begründen, dass die Bestände des Laubfrosches im Main-Kinzig-Kreis seit Mitte des 20. Jahrhunderts drastisch zurückgegangen sind. Als feuchtlandgebundere Tierart der Auen steht der Laubfrosch für eine ganze Reihe anderer, durch den Rückgang der Feuchtgebiete beeinträchtigte Arten. Das Projekt dient damit in besonderer Weise dem Erhalt der Biologischen Vielfalt in Hessen.

Video:
https://www.facebook.com/gna.aue/videos/1517164515022474/


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Dokumente

Das Faltblatt kann kostenfrei bei der GNA e.V., Buchbergst. 6, 63517 Rodenbach per E-Mail an gna.aue@web.de oder per Telefon 06184-9933797 angefordert werden.

 

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Buchbergstraße 6
63517 Rodenbach

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung

Frau Susanne Hufmann
Tel.:061849933797
gna.aue@web.de
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Weitere Infos

Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA e.V.)
Rodenbach

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