Sonderwettbewerb Soziale Natur

Essbare Gärten

Auf Freiflächen inmitten eines öffentlich zugänglichen Parks wurden Beete und Felder mit Nutzpflanzen wie Gemüse, Obst und Färberpflanzen angelegt. Die fertig gewachsenen Produkte dürfen von jedem Parknutzer und Besucher geerntet und verzehrt werden.

Das Projekt „Essbare Gärten“ an der Einrichtung Kinderburg im Gesundheitspark wird in Kooperation und Förderung der Stadt Gelsenkirchen durchgeführt und besteht seit über 3 Jahren. Das Projekt bietet nach wie vor 5 Außenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung und wäre um weitere Plätze, wenn sich zusätzliche Kräfte finden lassen, erweiterbar. Die Besetzung der Plätze wird durch die Gelsenkirchener Werkstätten für Menschen mit Behinderung vorgenommen. Die Plätze sind seit eineinhalb Jahren stetig mit den selben Mitarbeitern besetzt, so dass hier eine sehr enge Zusammenarbeit und eine gute Qualifizierungsmöglichkeit für die Teilnehmenden an den Außenarbeitsplätzen, besteht.
Die Projektidee wurde durch Herrn Lutz Dworzak aus Gelsenkirchen, der die Idee aus Andernach mitbrachte, im Jahr 2014 an den Ziegenmichel e.V. herangetragen und wird nun von diesem im Auftrag der Stadt Gelsenkirchen durchgeführt. Die Projektfinanzierung wird vollständig durch die Stadt Gelsenkirchen geleistet. Der Ziegenmichel e.V. ist durchführender Träger und unterstützt das Projekt mit zusätzlicher Man-Power. Darüber hinaus hat der Träger Kontakte entwickelt und Kooperationen vereinbart und gebildet, die das Projekt in einem nachhaltigen und ganzheitlichen Sinne möglich machen.

Das Projekt ist rund um die offene Kinder und Jugendeinrichtung des Ziegenmichel e.V., die Kinderburg im Gesundheitspark Nienhausen, angesiedelt.
Durch die Pädagogische Ausrichtung der Kinderburg mit einem ihrer Themenfeldern die „Gesunde Ernährung“, ließ sich das Projekt der Essbaren Gärten hier wunderbar implantieren.

In den letzten 3 Projektjahren konnten bereits viele Projektideen umgesetzt werden. Brachflächen wurden eingefriedet und die Bodenflächen Urbar gemacht. Es entstandenen Hochbeete für den Gemüseanbau, eine Gewächshaus wurde angeschafft, Wilde nicht nutzbare Flächen und Hänge wurden zu Nutzflächen umgewandelt und bis zum Ende des Jahres 2016 wurden über 100 Obstbäume angepflanzt. Auch das im letzten Jahr angelegte Kartoffel Feld wurde auch in diesem Jahr mit verschiedenartigen Bio Kartoffelsorten bestückt.
Durch die nun schon sehr lange feste Teamzusammensetzung und Zusammenarbeit, werden bereits erklärte Prozesse, die auch schon im letzten Jahr durchgeführt wurden gefestigt und die notwendigen Arbeiten werden zum Teil, von den Mitarbeitern in den Außenarbeitsplätzen, selbständig angefragt und durchgeführt. Dazu gehören alle anfallenden Pflegearbeiten wie das Rasenmähen, Fegen, Gießen und Unkraut ziehen.
Alle Arbeiten, die eine größere Fachkompetenz benötigen, werden gemeinsam mit dem Anleiter oder einer Fachkraft durchgeführt. Dazu gehört die Auswahl der passenden Pflanzstandorte, die richtige Vorbereitung der Böden und die Mengen der zu Pflanzenden Pflanzen.

Die Beete der „Essbaren Gärten“ erstrecken sich auf den direkten Flächen um die Kinderburg und werden bereits in den östlichen Parkteil in Hochbeeten ausgeweitet. Auch hier besteht noch weiter Entwicklungsbedarf, der im nächsten Projektjahr angegangen werden soll. Die im letzten Jahr angepflanzten Obstbäume sind bereits gut angegangen und entwickeln sich prächtig. Hier erhoffen wir uns in diesem Jahr gute Blütenstände und das ein oder andere wachsende Obst.
Zu der Ernte in diesem Projektzeitraum gehörten, diverse Kohlarten wie Wirsing und Kohlrabi, Porree, Möhren, Tomaten, Radieschen, Rote Beete, Zwiebeln, Erdbeeren, Lauch, Kürbisse und verschiedene Salatsorten, um nur den Haupternteteil zu nennen. Die Kräuterbeete sind bereits so gefestigt, dass alle Kräuter aus dem Vorjahren wiederkommen und sich neue Kräuter anpflanzen ließen. Nun bieten die Kräuterspiralen sämtliche gängige Küchenkräuter und Besonderheiten wie z.B. die Erdbeerminze.
Es versteht sich für uns als selbstverständlich, dass der gesamte gärtnerische Prozess ausschließlich ökologisch durchgeführt wird uns wir auf sämtlichen Einsatz von Pestiziden und anderen chemischen Mitteln verzichten.

Das Projekt der „Essbaren Gärten“ auf einer öffentlichen Fläche, spielt nach wie vor für den Freizeit und Erholungswert der Gelsenkirchener Bürger und Nutzer eine wichtige Rolle. Noch immer kommen Familien und Besucher auf uns zu, die diese Idee zum ersten mal kennen lernen und uns ihre Begeisterung mitteilen. Auch das Thema von Vandalismus ist nach wie vor ein Thema, mit welchem wir uns glücklicher Weise nicht beschäftigen müssen, da es nicht vorkommt. Die „Essbaren Gärten“ mit den Mitarbeitern aus den Werkstätten, lassen sich in dem Gesamtkonzept rund um die Kinderburg und als außerschulischer Lernort nicht mehr wegdenken. Zu den jeweiligen Ernteterminen werden nach wie vor alle Besucher angehalten, Obst oder Gemüse mit zu ernten und mit nach Hause zu nehmen. Auch Kindergärten, Schulen und Einrichtungen können das Angebot der Essbaren Gärten kostenlos nutzen und es bestehen Kooperationen mit Einrichtungen, die uns regelmäßig in der offenen Nutzung oder mit einem begleiteten Angebot durch uns, besuchen.




Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Projekt bietet für die Nutzer und für die in dem Projekt arbeitenden Menschen, sowie bei unseren Pädagogischen Angeboten in den Projektflächen einen Erholungsort und Aktive Nutzung und Beschäftigung in der Natur. Durch die Anlage der Gärten werden die Prozesse der einzelnen Pflanzen und deren Pflege und Aufrechterhaltung aufgezeigt und erlebbar gemacht. Durch die Angebote werden die Besucher und Nutzer in verschiedene Themenbereiche eingeführt und dürfen selber aktiv werden. Neben der großen Anzahl an essbaren Pflanzen, stehen viele Blühpflanzen zwischen und rund um den Beeten, die zum Teil Färberpflanzen sind. Mit diesen Pflanzen unterstützen wir unser Themenfeld der Ressourcenschonung und Nutzung und der ökologischen Herstellung von Farbe ohne Chemie oder Zusätze. Durch die Unterschiedlichen Pflanzenbereich und Nutzbarkeiten der Anlage, haben wir eine sehr große biologische Vielfalt verortet.


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Besuchen Sie uns

Die Kinderburg im Gesundheitspark

Feldmarkstr. 209
45883 Gelsenkirchen

Öffnungszeiten: täglich ganztägig

Frau Stefanie Tietze
Tel.:0209 9443681

 

Weitere Infos

Ziegenmichel
Gelsenkirchen

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