Systematisches Erfassen der Artenvielfalt vor der Haustür & Öffentlichkeitsarbeit zur Biodiversität

Weiterentwicklung:

Seit der Auszeichung als UN-Dekade-Projekt gab es eine stete Weiterentwickelung: In Kooperation mit den Sielmanns Natur-Rangern wurden zwei Wildblumenwiesen auf kommunalen Flächen in Quakenbrück angelegt. Dies fördert die städtische Biodiversität und soll gleichzeitig zur Anlage von Wildblumenwiesen anregen. Bei öffentlichen Führungen und Vorträgen hatten Interessierte die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren. Hierdurch, sowie durch Presseberichte, konnte das Verständnis gefördert sowie eine größere Akzeptanz geschaffen werden.Veranstaltungen im Rahmen des Ferienprogramms der örtlichen Gemeinden boten die Möglichkeit, auch jüngeren Altersgruppen den Lebensraum Wiese näher zu bringen. Mehrere Privatpersonen wurden von unseren Projekten mittlerweile dazu angeregt der Natur in ihrem Garten etwas Platz zu geben. Am Artland-Gymnasium Quakenbrück (AGQ) wurden zwei Wiesen unter unserer Beratung angelegt, die nun von der AG „Natur erleben“ des AGQ untersucht werden. Rolf Wellinghorst, Leiter Naturkunde-AG, wird Ansprechpartner für die Quakenbrücker Wiesenflächen sein, wenn wir nicht vor Ort sind. Es wurden u.a. Exkursionen und Vorträge mit den letztgenannten Arbeitsgemeinschaften zu verschiedenen biodiversitätsrelevanten Themen durchgeführt. Eine Kooperation besteht nun schon seit einigen Jahren und soll als Möglichkeit dienen, unser Projekt im Artland weiter zu führen. Es besteht Kontakt zur Initiative Bunte Wiese Tübingen, deren Netzwerk wir zur Weiterentwicklung nutzen dürfen.

Ursprüngliche Bewerbung:

Wir, Gerrit und Hannes Öhm, arbeiten schon seit einigen Jahren an einer Artenkartei, in die wir alle Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die wir fotografieren können, einordnen.
Die Kartei besteht aktuell aus ca. 1500 Ordnern mit insgesamt mehr als 8400 Dateien. Unter dem Überordner „Umwelt“ finden sich sowohl Flora, Fauna und Fungi, als auch untersuchte Gebiete und weitere Informationen.

Wenn man die Kartei am Beispiel des Reiches der Tiere (Fauna) weiter betrachtet, ist die weitere Aufteilung von Stamm, Klasse, Ordnung und Familie bis zur Gattung und schließlich zur Art zu erkennen. Dieses System nutzen wir, um eine Übersicht in unsere Kartei zu bekommen. Nicht alle Funde konnten bis zur Gattung und Art bestimmt werden, deswegen gibt es auch immer wieder Ordner mit dem Namen „Unbestimmt“. Eine Datei entspricht aber nicht einer Art. Zum Bestimmen der Art sind mehrere Bilder sinnvoll – bei nur einem Bild besteht die Gefahr, dass viele, zum Bestimmen wichtige Merkmale, nicht zu sehen sind.

Ende 2009 haben wir angefangen, an der Artenkartei zu arbeiten. Der Hauptteil der eingeordneten Arten stammt aus Wasserhausen. Lebewesen, die andernorts fotografiert und bestimmt wurden, werden aber ebenfalls eingeordnet, zusammen mit einem Verweis auf deren Fundort. Faszinierend ist, dass man selbst „vor der eigenen Haustür“ immer wieder Arten entdecken kann, die man noch nie vorher dort gesehen hat. So geben „Neuentdeckungen“ auch immer wieder Motivation zum weiterforschen.

Methoden:
Wir fotografieren mit einer einfachen automatischen Digitalkamera. Gespeichert ist die Kartei auf einer externen Festplatte, da so eine Speicherkapazität gegeben ist, bei der es kein Problem ist, wenn ständig neue Dateien dazukommen. Zusätzlich zur Artenkartei werden teilweise Artenlisten erstellt. Durch den Email-Austausch mit der AG Junge Systematiker können wir Fragen direkt an junge Systematiker, Taxonomen oder Organismiker stellen. Durch diesen Austausch können sich unsere Arten- und Systematik-Kenntnis erweitern und festigen.
Kescher und Lupe und Becherlupe gehören zur Standartausrüstung. Eine alte Stereolupe hilft teilweise beim Bestimmen von etwas kleineren Tieren oder Pflanzen. Wenn möglich, werde die Arten so weit es geht schon im Freiland bestimmt.

Wissen weitergeben:
Zusammen leiten wir das Team Wasserhausen der Sielmanns Natur-Ranger. Dort geht es uns vor allem um das Kennenlernen und Schützen der Natur.
Zwar scheint das allgemeine Umweltbewusstsein in den letzten Jahren zu wachsen, trotzdem fällt mir gerade bei Kindern gleichzeitig mit der immer weiteren Entfremdung von der Natur eine gegensätzliche Entwicklung auf, der wir entgegenwirken möchten.

In den Ferien bieten wir im Rahmen eines „Ferienspaß“-Programms unserer Samtgemeinde jedes Jahr Aktionen zum Thema Umwelt an - auch immer wieder Kurse, in denen es speziell um den Bereich der Artenvielfalt geht [z.B.: „Der Urwald vor deiner Haustür“ – ein Kurs zum Thema Wiese, „Die Geheimnisse der Schleiereule“ - Ein Kurs rund um die Tyto alba, die Schleiereule].

Öffentlichkeitsarbeit:
Da auch die Öffentlichkeitsarbeit für den Naturschutz wichtig ist, haben wir unser Team, aber auch unsere Artenkartei auf dem Jugendkongress Biodiversität 2011 der Bundesstiftung Umwelt vorgestellt. Dort gab es auch in verschiedenen Workshops die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Jugendlichen und Studenten. Hieraus sind auch konkrete Planungen und Projekte entstanden, zum Beispiel ein Wiesen-Projekt.
Auch durch Vorträge versuchen wir Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Umwelt zu machen: So hielten wir beispielsweise im Umweltbildungszentrum in Vrees oder beim Heimatverein Quakenbrück einen Vortrag zum Thema Wildblumenwiesen und Artenvielfalt.

Aktuell:

In Kooperation mit den Sielmanns Natur-Rangern wurden zwei Wildblumenwiesen auf kommunalen Flächen in Quakenbrück angelegt. Dies fördert die städtische Biodiversität und soll gleichzeitig zur Anlage von Wildblumenwiesen anregen. Bei öffentlichen Führungen und Vorträgen hatten Interessierte die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren. Hierdurch, sowie durch Presseberichte, konnte das Verständnis gefördert sowie eine größere Akzeptanz geschaffen werden.Veranstaltungen im Rahmen des Ferienprogramms der örtlichen Gemeinden boten die Möglichkeit, auch jüngeren Altersgruppen den Lebensraum Wiese näher zu bringen. Die enge Kooperation mit der Naturkunde-Arbeitsgemeinschaft des Artland-Gymnasiums ermöglicht gemeinsame Veranstaltungen und die Begleitung der schon bestehender Projekte in Quakenbrück. Es wurden u.a. Exkursionen und Vorträge mit den letztgenannten Arbeitsgemeinschaften zu verschiedenen biodiversitätsrelevanten Themen durchgeführt. Es besteht Kontakt zur Initiative Bunte Wiese Tübingen, deren Netzwerk wir zur Weiterentwicklung nutzen dürfen.




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Besuchen Sie uns

Hof Öhm

Wasserhausenweg 10
49637 Menslage

Öffnungszeiten: (nach Absprache)

Herr Gerrit Öhm
gerrit.oehm@googlemail.com
http://www.natur-ranger.de/de/teams/Wasserhausen/index.php

 

Weitere Infos

Gerrit Öhm, Hanne Öhm Team Wasserhausen der Sielmanns Natur-Ranger
Menslage

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