Sonderwettbewerb Soziale Natur

Raus aus der Schule - rein in den Acker

Das Naturpädagogische Zentrum Schelphof e.V. führt jährlich mit der 6. Klasse der Ernst-Hansen-Schule, einer Förderschule in Bielefeld, ein Gartenprojekt am Schelphof durch. Von März bis Oktober kommt die Klasse wöchentlich zu einem Werktag an den außerschulischen Lernort. Die SchülerInnen legen eigene Gartenbeete und Gemeinschaftsbeete an und sind für eine Gartensaison dafür verantwortlich. Neben der Arbeit im Garten lernen die Schüler ud Schülerinnen auch die Pflanzen und Tiere der heimischen Kulturlandschaft vor Ort kennen, die überwiegend ökologisch bewirtschaftet wird.

Das Naturpädagogische Zentrum Schelphof e.V., freier Träger der Jugendhilfe und außerschulischer Lernort am Bauernhof, fördert mit dem Projekt „Raus aus der Schule – rein in den Acker“ persönliche Kompetenzen, Entwicklungschancen und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Projekt findet schon seit 2005 mit der 6. Klasse der Ernst-Hansen-Schule, einer Förderschule in Bielefeld, von März bis Oktober wöchentlich an einem Projekttag am Schelphof und in der umliegenden Kulturlandschaft statt.

Die ca. 15 SchülerInnen kommen aus ganz Bielefeld und bringen vielfältige Lebenserfahrungen mit. Für die Werktage am Schelphof werden ein grünes Klassenzimmer, ein SchülerInnengarten und die umgebende Kulturlandschaft genutzt. Die SchülerInnen bewirtschaften eigene Gemüsebeete und eine Ackerfläche. Sie lernen in speziell konzipierten Lerneinheiten landwirtschaftliche und gärtnerische Tätigkeiten kennen sowie ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge. Greifbare Erfolgserlebnisse/-ergebnisse steigern das Selbstwertgefühl und die persönliche Motivation.

Das Projekt unterstützt die Identitätsentwicklung der SchülerInnen und fördert Fähigkeiten zur persönlichen und beruflichen Perspektiventwicklung. Es zielt nachhaltig auf die Entwicklung von Kommunikations- und Mitgestaltungsmöglichkeiten in unserer Gesellschaft ab.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Wir möchten Bildungsprozesse initiieren, die sich vorausschauend mit dem Thema einer nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt - unserer Lebensgrundlage - beschäftigen. Ein eigenes Gartenbeet bietet die Chance, Sorten und Artenvielfalt in der praktischen Anwendung kennen zu lernen. Am Beispiel der Kartoffel bedeutet das, Sorten wie z.B. Schwarze Ungarin oder Oderwälder Blaue anzubauen, die selten geworden und im Lebensalltag von SchülerInnen nicht bekannt sind. Alte Gemüsearten wie z.B. Pastinake oder Zuckerwurz bringen Kinder auf dem eigenen Beet und beim Essen zum Staunen. Die heimische Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten kennen zu lernen, bietet die Chance, sie auch achten- und schützenswert zu finden. Praktischer Naturschutz, wie z.B. die Anlage einer Benjeshecke unterstützen dieses Ziel.



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Weitere Infos

Naturpädagogisches Zentrum Schelphof e.V.

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