Sonderwettbewerb Soziale Natur

der SOZIALE GARTEN

Als ESF Projekt existiert der Soziale Garten seit 2009 in Karlsruhe, seit 2016 ist er von der Stadt in die Regelfinanzierung übernommen worden. Hier arbeiten 35 langzeitarbeitslose Suchtkranke, die mit schwierigen Situationen konfrontiert sind (z.B. Überschuldung, soziale Isolation, psychische Erkrankungen oder drohende Wohnungslosigkeit). Sie erhalten durch den Sozialen Garten eine sinngebende und aufbauende Beschäftigung, die sich aus unserer Erfahrung sehr stabilisierend auswirkt. Die Arbeit wird professionell von einem Gärtnermeister und einer Agraringenieurin angeleitet. Die Teilnehmer werden parallel pädagogisch betreut und gemeinsam werden Ziele zur persönlichen Entwicklung erarbeitet und vereinbart. Die Ernte wird an Soziale Einrichtungen zur direkten Weiterverarbeitung verschenkt und sogar mit Fahrrad und Anhänger ausgeliefert.

Unter Einsatz vergleichsweise geringer Kosten erhält eine große Zahl der Teilnehmenden Unterstützung und Stabilisierung.
Dieses niederschwellige Angebot hat in der Zielgruppe eine große Akzeptanz. Der lokale Kreislauf von Produktion bis zur Verwertung hochwertiger Nahrungsmittel spiegelt sich in drei Dimensionen wider.
Ökologisch: Die Erzeugnisse werden in Handarbeit und ohne künstliche Spritz- und Düngemittel angebaut. Wir arbeiten mit eigenem Saatgut und achten auf eine große Sortenvielfalt unter Berücksichtigung möglichst heimischer Sorten, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen.
Die Ernte wird mit Fahrrad und Anhänger ausgeliefert.

Ökonomisch: Das Projekt leistet eine sinngebende Beschäftigung von 35 Projektteilnehmenden, die über keine andere Arbeitsmaßnahme beschäftigt werden können. Dies zu vergleichsweise sehr geringen Kosten. Zudem werden die Erzeugnisse (die komplette Ernte) an soziale Einrichtungen zur direkten Weiterverarbeitung kostenlos geliefert. Eine ausgezeichnete Gemüsequalität für Menschen, die sich solche Produkte sonst nicht leisten könnten.

Sozial: Viele langzeitarbeitslose Suchtkranke, die mit schwierigen Situationen konfrontiert sind (z.B. Überschuldung, soziale Isolation, psychische Erkrankungen oder drohende Wohnungslosigkeit) erhalten durch den Sozialen Garten eine sinngebende und aufbauende Beschäftigung, die sich aus unserer Erfahrung sehr stabilisierend auswirkt.
• Für den Ausbau des Gartengeländes oder die Produktion von Hochbeeten verwenden wir aus Nachhaltigkeitsgründen vorwiegend gebrauchtes Baumaterial.
• Das Projekt ist in dieser Form bundesweit einzigartig.

Kurze Zahlen Daten Fakten:
• Der Soziale Garten befindet sich in Karlsruhe Wolfartsweier.
• Seit 2014 mit Urban-Gardening Projektteil in der Südoststadt von Karlsruhe
• Größe: mit einem Treibhaus 1200 m² und Ackerfläche von ca. 5500 m².
• Der Garten wird fachlich von einer Dipl. Agr. Ingenieurin und einem Gärtnermeister geleitet.
• Eine Sozialpädagogin und ein Sozialpädagoge arbeiten mit den Teilnehmern an ihren jeweiligen Zielsetzungen und Problemlösungen.
• Es wird Gemüse produziert, das kostenlos an soziale Einrichtungen in Karlsruhe zur direkten Weiterverarbeitung geliefert wird.
• Die Teilnehmer/innen sind zu 90% akut Alkoholkranke, Drogenabhängige, Substituierte, psychisch / gesundheitlich erkrankte Menschen. Die Teilnehmer sind Bezieher von ALG II, die im Rahmen einer AGH im Sozialen Garten beschäftigt sind. Jährlich bietet der Soziale Garten bis zu 90 Personen Unterstützung bei der Verbesserung ihrer Erwerbsfähigkeit.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Jedes Jahr werden es mehr Pflanzen, die aus eigener Saatgutgewinnung angezogen werden und im Garten wachsen. Alleine im Jahr 2016 konnte der Soziale Garten 56 verschiedene Tomatensorten und eine der größten Pflanzenvielfalt auf kleinem Raum den Karlsruhehern präsentieren. Durch Besuche von Schulklassen und rgelmäßige öffentliche Veranstaltungen, Berichten im SWR Fernsehen und Beteiligung an Marktabenden ist das Projekt in Karlsruhe mittlerweile gut bekannt. Ebenso ist es uns ein großes Bestreben zu zeigen, was alles hier in der Region wachsen kann ohne den Einsatz von konventionellen Anbaubedingungen (wie Maschinen, Dünge und Spritzmitteln). Wir arbeiten mit Nützlingen und ausschließlich ökologischen Hilfsmitteln gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten.

Video:
https://www.youtube.com/watch?v=fGz5FjNjE0Y https://youtu.be/thqqZFHIeO8


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Besuchen Sie uns

INITIAL e.V. Besuchsmöglichkeit nur nach Absprache und persönlicher Anmeldung zum Schutz der Teilnehmenden und der Einrichtung

Augartenstraße 1
76137 Karlsruhe

Öffnungszeiten: 9 Uhr bis 16 Uhr Mo-Fr

Frau Claudia Deufel
Tel.:0721-933690
info@initial-karlsruhe.de
http://www.initial-karlsruhe.de

 

Weitere Infos

initial e.V.
Karlsruhe

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