Storchen- und Wiesenvogelschutz in Hamburg

Seit 36 Jahren betreue ich die Weißstörche auf Hamburger Gebiet und in der näheren Umgebung. In den vielen Jahren habe ich mit einigen Helfern 50 Storchennester gebaut und aufgestellt. Bei Hamburgs Störchen herrscht also keine „Wohnungsnot“. Die aufgestellten Nester benötigen auch eine intensive Pflege, die ich in den Wochen vor der Ankunft der ersten Störche vornehme.

Es ist jedoch nicht nur nötig den Störchen einen entsprechenden Brutplatz zu bieten, sondern es müssen auch die Naturschutzgebiete gepflegt werden und erhalten bleiben, damit die Störche ein natürliches Umfeld für ihre Nahrungssuche vorfinden. Ich setze mich daher dafür ein, dass der Naturschutzbund weitere Flächen kaufen oder pachten kann, um die Naturschutzflächen im Hamburger Umland zu erweitern. Diese Flächen besitzen ein kompliziertes Bewässerungssystem mit vielen Gräben .Auf den feuchten Wiesen finden die Störche ihre Nahrung, hierzu gehören vor allem Frösche, Regenwürmer, Mäuse, Schlangen und diverse andere Kleinlebewesen. Unsere 19 Brutpaare und mehrere Einzelstörche, die erfreulicherweise im vergangenen Jahr in ihre Heimat zurückgekommen sind, finden aber leider einen immer kleineren Lebensraum in den Elbmarschen. Der Flächenverbrauch beträgt in Hamburg ca. 250 ha pro Jahr. Um die natürlichen Ressourcen (Grünländereien) zu erhalten, ist die Pressearbeit neben praktischen Tätigkeiten zu meiner Hauptaufgabe geworden. So haben der NDR und die regionalen Fernsehsender Hamburg1 und RTL schon mehrere Filme in diesem Frühjahr über meine ehrenamtliche Arbeit für die Störche gedreht. Der Hörfunk sendet mehrmals im Jahr Interviews und die Presse bringt viele Berichte von mir und den Störchen. Auf der Homepage www,NABU-Hamburg.de unter „Storchenwebcam“ kann man live Bilder von den Störchen Rolf und Maria sehen, im Internet unter „Jürgen Pelch“ findet man aktuelle Pressemeldungen.

Im vergangenen Jahr erblickten 46 Jungstörche in Hamburg das Licht der Welt. Dieses Jahr sollen es mindestens genauso viele werden. 2011 war das beste Brutergebnis seit mehr als 50 Jahren in Hamburg.

Ich habe mich persönlich dafür eingesetzt, dass unser 1. Bürgermeister, Ole von Beust, die Schirmherrschaft für die Hamburger Störche übernommen hatte. Dieses ist jedoch nur ein Teilerfolg meiner Arbeit. Ich versuche mit viel Überzeugungsarbeit unsere Kommunalpolitiker und die Behörden davon abzubringen, unser höchstes Kulturgut, die Natur, zu zerstören.

Neben meiner Arbeit für die Störche betreue ich noch ein weiteres Artenschutzprogramm. Der Schutz der Trauerseeschwalben liegt mir sehr am Herzen. In Hamburg gibt es nur noch fünf Paare. Damit das vollständige Verschwinden der Trauerseeschwalben verhindert wird, betreue ich mit Kollegen das Naturschutzgebiet „Kirchwerder Wiesen“. Ich versuche den Lebensraum der Wiesenvögel zu erhalten, indem dieses Gebiet von Müll und Unrat befreit wird und die Bevölkerung in Gesprächen und Aktionen zum umsichtigen Umgang mit diesen geschützten Gebieten sensibilisiert wird.

Offiziell heißt mein Ehrenamt „NABU-Storchenbetreuer“, im Hamburger Umland werde ich jedoch von vielen liebevoll als „Storchenvater“ angesprochen. Für meine ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde ich schon vor 10 Jahren mit der goldenen Ehrennadel des NABU-Bundesverbandes ausgezeichnet. Die Freie und Hansestadt Hamburg verlieh mir die Ehrenmedaille, Hamburgs höchste Auszeichnung für ehren-amtliche Tätigkeiten.

Mein größter Antrieb für dieses sehr zeitintensive Hobby ist die Liebe zu den Tieren. Ich wünsche mir nichts mehr, als dass auch unsere Kinder noch Störche und die vielen anderen Zugvögel in freier Natur erleben können.




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Besuchen Sie uns

Naturschutzgebiet "Kirchwerder Wiesen"

Am Brink 10
21029 Hamburg

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung, über NABU-Büro, Bergedorf, T. 040-7211090

Herr Jürgen Pelch
Tel.:040-7211090
jpelch@t-online.de
http://www.nabu-hamburg.de

 

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