"BlütenMeer 2020"

Wir heben den Blütenschatz in Schleswig-Holstein. Jahrhundertelang gehörten Sie zum Landschaftsbild Schleswig-Holsteins wie das Meer: die wildbunten Blumenwiesen von einst. Arnika, Heidenelke, Klappertopf und co. finden wir heute nur noch in winzigen Ecken des Landes. Das will die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit dem Projekt "BlütenMeer 2020" jetzt ändern. Bis zum Jahr 2020 will das siebenköpfige Projektteam den seltenen heimischen Wildpflanzen wieder ein Zuhause bei uns geben.

Wilde Wiesen, bunte Blumen und prächtige Blüten – diese verwegene und zugleich romantische Bullerbü-Landschaft gab es tatsächlich einmal in Schleswig-Holstein. Heute muss man die Wildblumenwiese suchen. Das soll sich mit dem Projekt „BlütenMeer 2020“ ändern.

Jahrhunderte lang prägten die bunten Blumenwiesen mit Kuckucks-Lichtnelke, Tausendgüldenkraut, Küchenschelle oder Wiesen-Margerite die Kulturlandschaft. Die heimischen Wildpflanzen gehörten zum Landschaftsbild wie das Meer. und derdie zwei Horizonte. Heute muss man sie suchen: nur ganz vereinzelt gibt es sie noch die artenreichen Wildblumenwiesen. Nur noch in winzigen, versteckten Ecken des Landes gibt es sie, die artenreiche Wildblumenwiese. Sie ist vom Aussterben bedroht. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein möchte diese Entwicklung stoppen. Mit ihrem Projekt „BlütenMeer 2020“ wird sie den heimischen Wildpflanzen wieder ein Zuhause geben.

Zurück auf wilden Wiesen und Weiden

Ziel des Projekts ist es, in den nächsten fünf Jahren auf einer Gesamtfläche von 2500 Hektar – das entspricht in etwa der 2000 Hektar großen nordfriesischen Insel Amrum – die Lebens- und vor allem Überlebensbedingungen für die früher einmal häufig vorkommenden Wildpflanzen wiederherzustellen. Dies soll vor allem auf den vorhandenen extensiven Wiesen- und Weideflächen in Schleswig-Holstein passieren. Obwohl die Stiftung Naturschutz aus vielen ehemals intensiv genutzten Flächen schon extensive Flächen gemacht hat, kommen die verloren gegangenen Wildblumen nicht allein zurück. Das zeige die Erfahrung aus den letzten 30 Jahren Stiftungsarbeit, sagt Dolnik. „Wir müssen den Pflanzen helfen, denn zum Beispiel die Samen der ‚wilden Schleswig-Holsteiner‘ breiten sich zum Teil nur wenige Meter aus.“ Deshalb werden nicht etwa die gesamten 2500 Hektar bearbeitet, sondern nur Teilflächen der Feuchtwiesen, Trockenrasen und Heide – insgesamt etwa zehn Prozent. „Wir gehen davon aus, dass sich die Arten dann aus eigener Kraft auf die gesamte Flächen ausbreiten, da es ja ihr ursprünglicher und natürlicher Lebensraum ist“, so Dolnik.

Von Wiese zu Wiese
Eine gängige Methode im „BlütenMeer 2020“ ist die sogenannte Mahdgutübertragung. Dabei werden artenreiche Wildwiesen nach der Samenreife abgemäht und das Mahdgut auf den Wiesen, die aufgewertet werden sollen, ausgestreut. Je nach Bedarf hilft das Team um Christian Dolnik dann noch einmal nach. „Um die Wiesen noch schneller zu begrünen, säen wir Wildgräser und Wildkräuter aus regionalem Saatgut zusätzlich mit ein“, erklärt der Projektleiter.

Eine Arche für seltene Wildblumen
Viele der standortheimischen Wildblumen und Wildpflanzen sind selten. Einige sogar so selten, dass sie in Schleswig-Holstein nur noch an einem einzigen Standort wachsen, zum Beispiel die Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Um ihr Überleben und auch das anderer seltener Pflanzen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln zu sichern, gibt es in dem Projekt eine eigens aufgebaute „Archegärtnerei“. Dort kümmert sich Wiebke Busch und ihr Team um stark bedrohte Pflanzenarten und übernimmt damit in dem Gesamtprojekt eine Schlüsselrolle zum Schutz der Artenvielfalt. „Aus einer handvoll Pulsatilla-Saat oder der Saat von rauem Löwenzahn ziehen wir unter naturnahen Bedingungen robuste Jungpflanzen groß. Diese werden dann in geeignete und für den Naturschutz dauerhaft gesicherte Flächen gepflanzt“, erklärt die staatlich geprüfte Landwirtin und Gärtnerin. Darüber hinaus wird in der „Archegärtnerei“ Saatgut von selten gewordenen und bedrohten Wildblumen und Wildpflanzen vermehrt und ausgesät.

Rückblick und Ausblick
Seit Projektbeginn im März 2014 sind bereits 124 Hektar, also gut die Hälfte der angestrebten Gesamtmenge, mit einem Maßnahmen-Kanon aus Mahdgutübertragungen, Regio-Ergänzungs-Saaten & Vollansaaten und vielen vereinzelten kleinen und großen Auspflanz-Aktionen im ganzen Land aufgewertet worden. Für die kommenden drei Jahre, also von Sommer 2017 bis März 2020 steht eine ähnliche große Zahl auf der To-Do-Liste des Projektteams.

Das Projekt wird bis März 2020 mit zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm "Biologische Vielfalt" mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Wildblumen sind ÜBERLEBENSWICHTIG!
Sie bringen uns ein Stück "Früher", ein Stück Wohlgefühl und ein Stück Schleswig-Holstein zurück. Sie sind eine Prise natürliche Nostalgie. Aber sie sind nicht nur hübsch, sondern wichtig, ÜBERLEBENSWICHTIG! Schmetterlinge, Wildlbienen unc Co. fliegen auf die bunten Blüten. Diese Herumtreiber sind wiederum ein Leckerbissen für Zauneidechse, Frosch und Vogel. Die wildbunten Blumen bringen die quirlige Vielflat unserer Tiere zurück. Gemeinsam bilden sie eine bunte Wohngemeinschaft inmitten Schleswig-Holsteins und sorgen so gnaz nebenbei für intakte Natur mit sauberem Wasser und sauberer Luft, an der wir und unserer Kids wieder durchatmen können.
Stellen Sie sich vor die biologische Vielfalt ist die "Melodie der Erde" - diese klingt nur schön, so lange so viele Töne wie möglich erhalten bleiben. Verstummen einige, wenige, merkt es zunächst nur der Dirigent, doch je mehr es werden, desto deutlicher wird es und desto schrecklicher klingt es - bis irgendwann die "Melodie der Erde ganz verstummt. Lassen Sie uns also gemeinsam die vielen Töne - so wie beispielsweise die der Wildpflanzen erhalten oder wiederherstellen - nur so bleibt uns die Melodie der Erde auch für unsere Kinder erhalten.


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Dokumente

Wir wollen viele bunte Wilde mit schleswig-holsteinischen WUrzeln im Land zwischen den Meeren und wir möchten viele Menschen für das Projekt ´BlütenMeer 2020´ für unsere Ziele gewinnen.

 

Besuchen Sie uns

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Eschenbrook 4
24113 Molfsee

Öffnungszeiten: 9 Uhr bis 16 Uhr

Herr Dr Christian Dolnik
Tel.:0431/21090412
christian.dolnik@stiftungsland.de
http://www.bluetenmeer2020.de www.blütenmeer2020.de

 

Weitere Infos

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Molfsee

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