Lernort Schulgelände, Schulgarten & Co

Weiterentwicklung:

1. Nistgelegenheiten für Vögel und Fledermauskästen wurden auf dem gesamten Gelände angebracht. 2. Im Schulgarten wurde ein ausgedehntes „Beerenbeet“zum Naschgarten. 3. Die Einfassungen unserer Nutzpflanzenbeete wurden komplett erneuert. Hier gedeihen auch alte Sorten. 4. Mit der Instandsetzung unseres Bienenstandes wurde auch die Zahl der Bienenvölker aufgestockt. 5. In diesem Zusammenhang wurde ein Bienenweidelehrpfad angelegt. 6. Auch der Schulteich erfuhr eine Umgestaltung. Hier entstand ein Freilandlabor zur Untersuchung. 7. Anhand der neuen Kompostanlage können Kinder die Tätigkeit der Komposttiere erfasssen. 8. Auf unserer Streuobstwiese wurden mehrfach Gehölzschnittaktionen durchgeführt. 9. Zudem haben wir begonnen eine alte Streuobstwiese zu reaktivieren. 10. Im Projekt Naturgalerie lernen Schülerinnen und Schüler Vielfalt im Garten bewusster wahrzunehmen. 11. Wir haben weiterhin begonnen konkrete Maßnahmen zum Erhalt der vorhandenen Hirschkäfer-Population zu planen. 12. Auch der in die Jahre gekommene Waldlehrpfad wird derzeit aufgearbeitet. 13. Im Zuge der 3. Schulgarteninitiative wurde unser Schulgartenprojekt zum wiederholtem Male ausgezeichnet. 14. Mit der Umgestaltung des Campus haben wir uns auch bei BW blüht beworben. 15. Um auch die Vielfalt Tropischer Regenwälder erlebbar zu machen, haben wir ein „Regenwaldzimmer“ eingerichtet. 16. Unsere Schafshaltung ermöglicht Einblicke in die traditionelle Kulturlandschaftspflege.

Ursprüngliche Bewerbung:

Im Schulgarten und auf den Außenflächen des Eckenberg-Gymnasiums und Landesschulzentrums können Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten sich mit den äußerst vielseitigen Lernort Natur auseinandersetzen. Im Vordergrund steht der Garten und das Schulgelände als Lebensraum für eine Fülle von Tier-, Pflanzen- sowie Mikroorganismenarten mit ihren Anpassungen und damit verbunden die Bedeutung als Hotspot für den Erhalt unserer Biodiversität. Neben ökologischen Zusammenhängen werden hier vor allem soziale Kompetenzen gefördert. Schülerinnen und Schüler erfahren, wo unsere Nutzpflanzen für die menschliche Ernährung ihren Ursprung haben, wie sie angebaut und verarbeitet werden. Sie erlangen damit grundlegende Einblicke in die Produktion von Nahrungsmitteln und werden sensibilisiert diese wertzuschätzen. Damit wird auch der Blick auf ökonomische und soziale Bereiche unseres Alltags gelenkt.
Daher kommt dem Schulgarten als ganzheitlichem Lernort vor allem zur Umsetzung der Leitperspektiven Verbraucherbildung, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Berufsorientierung eine enorme Bedeutung zu.
Das Eckenberg-Gymnasium und das angeschlossene Landesschulzentrum für Umwelterziehung sind stolz auf seine Vorbildfunktion im Land und freuen sich auf den Start in das kommende Schulgartenjahr.

Seit der letzten Bewerbung als UN-Dekade-Projekt hat sich einiges getan, um die biologische Vielfalt zu fördern …
1. Als Projekt unserer zwei FÖJ´ler entstanden im vergangenen Jahr zahlreiche Nistgelegenheiten für einheimische Singvögel sowie Fledermauskästen.
2. Unser Schulgarten verfügt über ein ausgedehntes Beet für verschiedene Beerensträucher, welches in die Jahre gekommen war. Durch eine Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein Osterburken war es uns möglich diese Fläche zu bearbeiten und mit einer Neupflanzung zu versehen.
3. Die maroden Beeteinfassungen im Nutzpflanzenbereich wurden als teambildende Maßnahme von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erneuert.
4. Das Thema Honigbiene und ihre Verwandten eignet sich sehr gut für unsere Schulklassen und die Lehrerfortbildungen. Aus diesem Anlass wurde der bestehende Bienenstand erneuert und der Bestand auf 5 Bienenvölker erweitert. Es finden regelmäßig Führungen am Bienenstand statt. Sehr begehrt ist das praktische Modul der Honiggewinnung.
5. Im Zuge der Baumaßnahmen auf dem gesamten Außengelände wurde der bestehende Bienenweidelehrpfad komplett neu überarbeitet. Dieser kann in Lehrerfortbildungen und Schülerunterrichtswochen arbeitsblattunterstützt zum Einsatz kommen.
6. Zudem wurde unser Teichareal neugestaltet und eine Laborhütte errichtet. Sie dient zur Aufbewahrung von entsprechendem Equipment für biologisches und chemisches Arbeiten am Teich. Für die Erarbeitung des komplexen Themenfeldes Wasser wurden entsprechende Stationen mit Infotafeln erarbeitet.
7. Die bestehende Kompostanlage wurde komplett überarbeitet. Hier können die Besonderheiten des Lebensraumes Kompost und die vielfältige Kompostfauna untersucht werden.
8. Als Kooperation mit einem lokalen Verein wurde zu Beginn des Jahres 2018 eine öffentliche Unterweisung zum Gehölzschnitt durch Fachberater auf der landeseigenen Streuobstwiese durchgeführt.
9. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband wird derzeit eine nicht gepflegte private Streuobstwiese reaktiviert.
10. Im Zuge des Biologie-, Kunst- bzw. Deutschunterrichts der 6. Klasse wurde das von der PH Karlsruhe entwickelte Projekt Naturgalerie durchgeführt. Dabei können die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Dokumentationstechniken ausprobieren und einüben. Zunächst gestalteten sie einen Rahmen aus Naturmaterial. Bei einer Begehung im Schulgarten durfte sich jeder eine besonders schöne Pflanze aussuchen und rahmen. Anschließend wurde das so entstandene Kunstobjekt fotografiert, gezeichnet und die Pflanze bestimmt sowie einer Pflanzenfamilie zugeordnet. Darüber hinaus entstand ein passendes Gedicht. Ein gutes Beispiel für fächerübergreifenden Unterricht im Schulgarten.
11. Unser Schulstandort am Eckenberg mit den Gärten des Wohngebiets, dem parkähnlichen Schulgelände und dem angrenzenden Wald ist ein ideales Verbreitungsgebiet für den Hirschkäfer. Mehrere Lebend- und Totfunde der letzten Jahre belegen, dass die streng geschützte Art des Hirschkäfers auf dem Eckenberg verbreitet ist.
Die gesammelten Daten der letzten Jahre wurden gesichtet und bei einer Geländebegehung mögliche Artenschutzmaßnahmen besprochen. Es ist geplant in Zusammenarbeit aller Akteure konkrete Maßnahmen in den nächsten Jahren durchzuführen und diese in Schülerunterrichtswochen und Lehrerfortbildungen zu integrieren.
12. Der bestehende Waldlehrpfad im angrenzenden Eckenberg-Wald mit 50 Informationstafeln soll in den nächsten Jahren komplett aufgearbeitet und erneuert werden. In diesen Zusammenhang wird der Lehrpfad der aktuellen Waldsituation angepasst. Wesentliche Schwerpunkte liegen dabei auf der Artenvielfalt im Ökosystem Wald, auf der Bedeutung und dem Wandel des Waldes sowie auf den Herausforderungen für die zukünftige Waldwirtschaft.
13. Das LSZU beteiligt sich seit Jahren an diversen Wettbewerben rund um das Thema Schulgarten, das schließt das Thema Artenvielfalt mit ein.
Im Zuge der Teilnahme an der Schulgarteninitiative 2018/ 2019 wurde die Schulgartenarbeit vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport zum wiederholten Male als Leuchtturm in der Baden-Württembergischen Schullandschaft ausgezeichnet.
14. Mit der Umgestaltung des Schulgeländes in den letzten zwei Jahren wurde eine mehrjährige Wildblumenmischung im inneren Bereich des ausgedehnten Campus ausgebracht. Das Pflegekonzept wurde entsprechend angepasst. Jetzt blüht das Schulgelände das ganze Jahr hinweg.
15. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Ausrichtung auf das Globale Lernen haben wir ein Regenwaldzimmer als Lernort aufgebaut, in dem wir Schülerinnen und Schüler die Verbreitung, die Vielfalt und die Zusammenhänge Tropischer Regenwälder nahe bringen. Anpassungen der Tiere und Pflanze an diesen besonderen Lebensraum werden hier genauso thematisiert, wie die Nutzung durch den Menschen.
16. Seit dem Frühjahr 2019 halten wir die zwei Schafböcke Nobbi und Willi.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Unser Schulgarten besitzt eine Vielzahl an Kleinstlebensräumen - ergänzt durch die Lage am Rande des Eckenbergwaldes und das großzügige Gelände. So ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Thematisierung der Biologischen Vielfalt im Unterricht, bei der Umsetzung von Schülerunterrichtwochen, bei der Durchführung von Lehrerfortbildungen und weiteren Projekten.
Unser Gesamtkonzept wird dabei stetig erweitert und den aktuellen Entwicklungen angepasst.
Externe Schulklassen führen thematische Unterrichtswochen oder auch einzelne Module zu den verschiedensten Themenbereiche durch (z. B. Lebensraum Boden/ Kompost, Extremlebensräume/ Lebensraum Wasser, Pflanzen- und Tierbestimmungen, Anpassungen von Tieren und Pflanzen, Bau von Nisthilfen etc.) .
Weiterhin werden zahlreiche Fortbildungen u. a. zum Thema Schulgarten und Artenvielfalt/ Biodiversität angeboten, die Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten an das Thema heranführen und verschieden Zugänge und Umsetzungsmöglichkeiten aufzeigen.


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Dokumente

Lehrerfortbildung zum Thema Lernort Natur

Lehrerfortbildung zum Thema Streuobstwiese/ Gehölzschnitt

Lehrerfortbildung zum Thema Honigbiene

 

Besuchen Sie uns

Landesschulzentrum für Umwelterziehung

Eckenberg 1
74740 Adelsheim

Öffnungszeiten: nach Absprache

Herr Christian Puschner
Tel.:06291-27100
puschner.c@eckenberg-gymnasium.de
http://www.lszu.de

 

Weitere Infos

Land Baden-Württemberg/ Stadt Adelsheim
Adelsheim

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