Ein Garten zum Lernen - für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Unser (Schul-)Garten am Eckenberg Gymnasium und Landesschulzentrum für Umwelterziehung entstand vor ca. 25 Jahren, angetrieben durch das enorme Engagement von Herrn Johann Müller. Dieser heute vielgestaltige Lern- und Lebensraum entwickelt sich, durch das stetige Einbeziehen von internen und externen Schulklassen und Lehrerfortbildungen, kontinuierlich weiter. Die abwechslungsreiche Gestaltung des Geländes erlaubt eine vielfältige Einbindung in den Schulalltag und die Lehre. Zudem engagieren sich Biologie- und Schulgartenbeauftragter Christian Puschner und Diplom-Biologin/ Lehrerin Anette Roth in der Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaft und unterstützen die Basisarbeit an den Schulen im Land.


Unser (Schul-)Garten wird vielfältig genutzt. Er stellt einen gern besuchten Aufenthaltsraum während der Pausen und der Freistunden für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für Lehrerinnen und Lehrer bereit.
Die Organisation und Betreuung liegt bei Frau Anette Roth und Herrn Christian Puschner jeweils mit ihrer Schulgarten-AG. Unterstützung erhalten sie durch den Gartenhelfer Herr Beim und den ehemaligen Schulgartenbeauftragten Johann Müller.
Die unterrichtliche Einbindung ist im Curriculum der Biologie verankert - vor allem in der Klassenstufe 5/6 zum Thema „Pflanzenfamilien“ und im Schulgartenmodul der Klassenstufe 7/8 im G9-Zug. Auch die Kursstufenschüler arbeiten nach dem schriftlichen Abitur im Garten und integrieren sich bei der Instandhaltung und Neugestaltung von Kleinstlebensräumen. Auch andere Fächer nutzen den Schulgarten sehr vielfältig. Die Fachschaft Kunst nutzt den Garten zu den Themen „Freies Zeichnen“ und „Landart“. Die Fachschaften Naturwissenschaft und Technik (NWT) sowie Geographie untersuchen z. B. das Teichwasser, gewinnen Bodenproben und nehmen Wetterbeobachtungen vor.
Jede Klassenstufe übernimmt eine sogenannte Klassenaufgabe für die Schulgemeinschaft. Die Klasse 5 engagiert sich dabei in Form eines Arbeitseinsatzes im Schulgarten bzw. im Bereich des Walderlebnispfades.
Zudem übernehmen regelmäßig Klassen, die eine thematische Schülerunterrichtswoche am LSZU durchführen, Tätigkeiten im Garten. So entstanden vor Kurzen eine künstlerisch gestaltete Flechtwand und ein kleiner Teich durch das Engagement der Schülerinnen und Schüler einer Förderschule.
Jährlich werden mehrtägige Lehrerfortbildungen (3-tägige Zentrale Lehrerfortbildungen und 5-tägige Lehrervorbereitungskurse) für Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten aus Baden-Württemberg, z. T. auch drüber hinaus angeboten.
Darüber hinaus hält der Garten zahlreiche Naturmaterialien für die Dekoration bei Fortbildungen, Tagungen, Empfängen und Schulfesten vor.
Auch die Schulküche des Eckenberg Gymnasiums nutzt den Schulgarten. Das Küchenpersonal erntet vor allem frische Kräuter und Beerenobst für die weitere Verarbeitung.
Während der Projekttage wird ein Schulgartenprojekt angeboten. Die gefertigten Produkte (z. B. Insektenhotels, Fledermauskästen, Badezusatz, Kräuteröle) werden auf dem angeschlossenen Schulfest verkauft. Zudem werden Führungen im Schulgarten angeboten.
Durch das Angebot im Ferienprogramm des Fördervereins wird der Garten auch für Kinder anderer Schulen und für Öffentlichkeit geöffnet. Zudem ist unser Schulgarten frei zugänglich und wird von Spaziergängern besucht.
Die Schule nimmt regelmäßig bei der landesweiten Schulgarteninitiative teil und wurde in diesem Zusammenhang wiederholt ausgezeichnet.

Folgende Möglichkeiten des Arbeitens vor Ort sind gegeben:
- Erfassen (Kartieren) und Untersuchen verschiedener Pflanzenarten im Freiland oder im Labor (Mikroskopieren, genauere Bestimmung, Experimente)
- Kennenlernen der großen Vielfalt an ausgewählten Wild-, Nutz- und Kulturpflanzenarten
- Verwendung von ausgewählten Heil-, Gewürz- und Duftpflanzen
- Demonstration des Gehölzschnitts
- Pflanzenvermehrung und Kultivierung im Gewächshaus und im Freiland
- Einführung in den Gebrauch und die Pflege unterschiedlichster Gartengeräte
- Erkunden unterschiedlicher Lebensräume sowie das Erschließen von Wechselbeziehungen zwischen Organismen (z. B. Biologische Schädlingsbekämpfung, Auswirkung von Neozoen und Neophyten)
- Beobachten, Erfassen und Untersuchen verschiedener Tierarten im Freiland und im Labor (Mikroskopieren, genauere Bestimmung, eventuell Experimente)
- Einbindung von Schaukästen zu ausgewählten Themenfeldern (Poster: Einheimische Heilpflanzen, Nützlinge des Gartens, Wiesenblumen, Einheimische Laubbäume, Teich, Bach)
- Vergleich von Beeten mit verschiedenen Bodenarten
- Kennenlernen von gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität: Kompostwirtschaft, Mulchen, Düngung
- Erproben neuer Pflanzen und Techniken
- Bestimmung von abiotischen Umweltfaktoren an verschiedenen Standorten und Erkennen ihrer Bedeutung für die gärtnerische Arbeit
- Erkunden diverser Lebensräumen: Trockenmauer, Steingarten, Kräuterspirale, Hecke, Feuchtbiotop, Teich, Wiese, Totholzstapel, Kompost, Dachbegrünung
- Verständnis biologischer Kreisläufe
- Anfertigen und Kontrolle diverser Nisthilfen (Insektenhotel, verschiede Nistkästen, Fledermauskästen)
- Nutzung des Lehmbackofens
- vielfältige gestalterische Tätigkeit im Garten (z. B. Anlage und Pflege von unterschiedlich strukturierten Kleinstlebensräumen)
- nachhaltiger Umgang mit Ressourcen (z. B. Regenwassernutzung)

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Unser Schulgarten besitzt eine Vielzahl an Kleinstlebensräumen - ergänzt durch die Lage am Rande des Eckenbergwaldes und das großzügige Gelände. So ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Thematisierung der Biologischen Vielfalt im Unterricht, bei der Umsetzung von Schülerunterrichtwochen und bei der Durchführung von Lehrerfortbildungen.
Externe Schulklassen führen thematische Unterrichtswochen oder auch einzelne Module zu den verschiedensten Themenbereiche durch (z. B. Lebensraum Boden/ Kompost, Extremlebensräume/ Lebensraum Wasser, Pflanzen- und Tierbestimmungen, Anpassungen von Tieren und Pflanzen, Bau von Nisthilfen etc.) .
Weiterhin werden zahlreiche Fortbildungen u. a. zum Thema Schulgarten und Artenvielfalt/ Biodiversität angeboten, die Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten an das Thema heranführen und verschieden Zugänge und Umsetzungsmöglichkeiten aufzeigen.


Bild 1

Dokumente

Flyer passend zum neuen Bildungsplan und Schulgärten BW

Programmheft LVK Schulgarten 2017.doc

Programmheft LVK Schulgarten 2016neu.doc

 

Besuchen Sie uns

Landesschulzentrum für Umwelterziehung

Eckenberg 1
74740 Adelsheim

Öffnungszeiten: nach Absprache

Herr Christian Puschner
Tel.:06291-27100
Sumpfastrild@freenet.de
http://www.lszu.de/ www. bag-schulgarten.de unter Länderliste bw

 

Weitere Infos

Land Baden-Württemberg/ Stadt Adelsheim
Adelsheim

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