Streuobstwiesen-Rucksack

Mit dem Naturpark "Streuobstwiesen-Rucksack" können Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einem Referenten/Referentin die Artenvielfalt an Tier- und Pflanzenarten der regionaltypischen Streuobstwiese mit Hilfe von anschaulichen Materialien und Anleitungen erleben. Sie erkunden die verschiedenen Obstarten und deren Obstsorten sowie die Tier- und Pflanzenwelt des Lebensraums Streuobstwiese, wie zum Beispiel Insekten, Schmetterlinge, Fledermäuse und Orchideen. Der praktische Naturschutz kann im Bau von Insektenhäusern, in Baumschnittkursen oder durch Baumpatenschaften praktiziert werden. Hier wollen wir gemeinsam im Sinne einer "Bildung für nachhaltige Entwicklung" erkennen, dass die Streuobstwiese nicht nur einen ökonomischen Nutzen hat, sondern auch ökologisch wertvoll ist und kulturelle sowie landschaftsästhetische Komponenten aufweist.

Im Rahmen seiner Umweltbildungsarbeit möchte der Naturpark Saar-Hunsrück die gezielte Förderung der Nachhaltigkeit, der Vielfalt, der Regionalität und der Lebensqualität im ländlichen Raum des Großschutzgebiets vorantreiben.
Das Thema Streuobstwiese eignet sich hervorragend dazu, sowohl das Landschaftsbild, die Kulinarik und das Kulturgut Apfelsaft zu verbinden und unterschiedlichste Kompetenzen zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, interdisziplinär und vorausschauend zu denken, weitsichtig zu planen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und ihre Wünsche und Ziele zu formulieren. Weiterhin bietet es die Möglichkeit des Mitwirkens und konkreten Handelns sowie viele Ansatzpunkte für langfristige Kooperationen und Patenschaften vor Ort.

Der Umgang mit dem Ökosystem Streuobstwiese vermittelt den Schülerinnen und Schülern die Befähigung, Verantwortung für sich selbst, für andere Menschen sowie gegenüber künftigen Generationen und für die Umwelt zu übernehmen.
Durch die Schaffung praktischer, spielerischer und sinnlicher Erlebnisse kann die Begeisterung und Empathie für das Thema Streuobst in seinen unterschiedlichen Facetten erzeugt werden. Dadurch werden die Kinder befähigt, Gestaltungskompetenz zu erwerben.

Ziele, Inhalte und Themen der „Erlebniseinheit Streuobstwiese“ können fest im Jahresplan der Grundschulen verankert werden. Einzelne Module beinhalten den „Streuobstwiesen-Rucksack“, sowie das Streuobstwiesenquizspiel als auch Fortbildungen und Zusatzqualifikationen im Sinne einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ für Lehrkräfte und Multiplikatoren.

Das Erlebnismodul "Streuobstwiesen-Rucksack" setzt sich aus mehreren Einheiten zusammen, die mit Hilfe von Schülern für Schüler entwickelt und erprobt wurden:
Mit dem „Streuobstwiesen-Rucksack“ können die Schülerinnen und Schüler die Artenvielfalt an Tier-und Pflanzenarten der lokalen Streuobstwiese mit Hilfe von Materialien und Anleitungen erleben.
Sie erkunden die verschiedenen Obstarten und deren Obstsorten sowie die Tierwelt und Pflanzenwelt des Lebensraums Streuobstwiese, wie z. B. Insekten, Schmetterlinge, Fledermäuse, Orchideen und Gehölze. Der praktische Naturschutz kann im Bau von Insektenhäusern, Baumschnittkursen oder Vogelnistkästen praktiziert werden. Dieses sind wichtige Instrumente einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Durch die Kombination von Bewegung und Wissensvermittlung wird die kognitive Leistung der Schülerinnen und Schüler verbessert.

Der „Streuobstwiesen-Rucksack“ beinhaltet ein didaktisch-methodisches Konzept, welches passend zur jeweiligen Jahreszeit erarbeitet wurde. Somit kann die „Erlebniseinheit Streuobstwiese“ im natürlichen Jahresverlauf thematisiert werden. Darunter fallen Jahreszeiten-Ordner mit Anleitungen und Kopiervorlagen sowie jeweils passende Materialien wie Bestimmungsbücher, Becherlupen, Ferngläser und Hilfsmittel für kreatives und eigenverantwortliches Arbeiten. Im Herbst-Modul wird ein besonderer Fokus auf aktives Handeln gelegt. Hierbei steht das Erlernen und Anwenden des Obstbaumschnitts in Kleingruppen im Vordergrund des Moduls. Zudem sollen hier regionale Partner, wie zum Beispiel Obst- und Gartenbauvereine und Obstbaumwarte mit eingebunden werden.

Anhand eines interaktiven Streuobstwiesenquizs können die Kinder an ausgewählten Streuobstwiesenbiotopen die Natur beobachten und ihr Wissen sowie ihre Entdeckungen rund um das Thema Streuobstwiese spielerisch testen und verfestigen.

Im Rahmen einer Fortbildung für Lehrer und Multiplikatoren, geben Streuobst-Experten eine grundlegende Einführung und Hintergrundinformationen rund um den Lebensraum Streuobstwiese sowie wichtige Tipps zur Einbindung in den Unterricht. Ausgewählte Elemente des „Streuobstwiesen-Rucksacks“ sowie weitere Übungen und Methoden werden bei einem praktischen Teil auf der Streuobstwiese vorgestellt und durchgeführt.

Durch den Einsatz des „Streuobstwiesen-Rucksacks“ innerhalb von Projektwochen können die Schulklassen die durch den Einsatz des „Streuobstwiesen-Rucksacks“ erlernten Kenntnisse über die Streuobstwiese, deren Flora und Fauna und deren Bedeutung als erhaltenswerte, landschaftsprägende Kulturlandschaft, aktiv anwenden. Hier soll unter anderem der Besuch einer Streuobstwiese, einer Kelterei, eines Imkers oder anderen Streuobst-Akteuren angestrebt werden. "Naturschutz geht durch den Magen" und macht das Thema Streuobstwiese als schmackhafte und spielerische Variante des Naturschutzes auch für Kinder erlebbar. Durch das aktive Durchführen von Aufgaben aus dem „Streuobstwiesen-Rucksack“ wird nicht nur die Gestaltungskompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt, auch wird die Handlungskompetenz angeregt und damit einhergehend die sozial-affektiven Kompetenzen der Schulklassen gefördert.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Es gibt bundesweit nur noch wenige dauerhaft bewirtschaftete und gepflegte Streuobstwiesen. In den meisten Fällen wurden diese bereits unter Schutz gestellt. Die Fülle an unterschiedlichen Lebensraumstrukturen macht das Ökosystem Streuobstwiese mit rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu einem der artenreichsten Lebensräume Mitteleuropas. Sie sind Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland. Der Naturpark Saar-Hunsrück zählt zu den ausgezeichneten Hotspots-Regionen der biologischen Vielfalt in Deutschland. 30 dieser Regionen wurden vom Bundesamt für Naturschutz ausgewählt aufgrund ihrer besonders hohen Dichte und Vielfalt charakteristischer Tier- und Pflanzenarten, Populationen und Lebensräume. Sie stellen die "Schatztruhen der biologischen Vielfalt" in Deutschland dar, wo unter anderem auch die Wildkatze noch heimisch ist.


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