Schöpfungspfad im Nationalpark Eifel

Weiterentwicklung:

Im Jahr 2017 konnte eine behutsame Erneuerung des Schöpfungspfades realisiert werden: einzelne Texte bzw. Tafeln am Weg wurden ausgetauscht. Die Erfahrung der biologischen Vielfalt im Nationalpark Eifel wurde in Verbindung mit dem Angebot, die Schöpfung spirituell zu erfahren, noch attraktiver. Diese Weiterentwicklung wurde durch ein verändertes Begleitheft (ein 16-seitiges Leporello), das am Weg kostenlos zur Mitnahme ausliegt, unterstrichen. Die Erfahrung der Wegbegleiter/innen, die regelmäßig kostenlose spirituelle Wanderungen auf dem Schöpfungspfad anbieten, mit der Erneuerung ist sehr gut. Durch eine konsequente Öffentlichkeitsarbeit konnten darüber hinaus die Anliegen des Weges immer wieder bewusstgemacht werden. Es gab zuletzt herausragende Publikationen, die die Nachfrage weiter beleben: ein anschaulicher Bericht in der weit verbreiteten Mitgliederzeitschrift des Eifelvereins (Die Eifel, Zeitschrift des Eifelvereins. H. 2, 2018, S. 18-21) sowie eine großformatige Reportage von einer begleiteten Wanderung im überregionalen Teil der Aachener Zeitung (11.8.2018). Darüber hinaus ist der Schöpfungspfad in das Buch „111 Orte in der Eifel, die man gesehen haben muss“, Band 2 (Emons 2019), aufgenommen worden. 2019 feiert der Schöpfungspfad sein zehnjähriges Bestehen; es ist geplant, dass im Juli eine zusätzliche Wanderung bei Sonnenuntergang angeboten wird. Auch hierbei sollen die schützenswerte biologische Vielfalt und die Würde der Schöpfung insgesamt erfahren werden.

Ursprüngliche Bewerbung:

„Dem Leben auf der Spur“ – das ist das Motto des rund 2,5 Kilometer langen Schöpfungspfades im Nationalpark Eifel. Der Themenweg lädt ein, einen spirituellen Zugang zur einmaligen Landschaft des Nationalparks zu erleben. Auf drehbaren Tafeln führen biblische, religiöse oder literarische Texte hin zum bewussten Wahrnehmen und Meditieren.

'Zwischen Erde und Himmel', 'Vielfalt' und 'Ruhezeit' heißen drei der insgesamt zehn Themen des Schöpfungspfades. Die Stationen greifen dabei die Gegebenheiten der vielfältigen Natur am Wegesrand auf. Zu entdecken sind unterschiedliche Waldtypen, knorrige Eichen, ein Bachtal, kleinere Felsen und die Weite der Dreiborner Hochfläche. Es geht auch um das Werden und Vergehen im Kleinen: Auch Totholz ermöglicht Leben. Eine Besonderheit ist die Station 'Weg zur Mitte': Sie thematisiert den Lebensweg des Menschen und ist als begehbares Labyrinth gestaltet.

Der Weg möchte die Schönheit der Natur bewusst erfahrbar machen und zugleich motivieren, mit Gottes Schöpfung und mit dem Leben achtsam umzugehen. Der Weg will dabei einladend sein, für Menschen verschiedener Religionen und auch für Menschen, die sich selbst vielleicht gar nicht als religiös verstehen.

Der Schöpfungspfad ist seit 2009 ein Kooperationsprojekt des Ökumenischen Netzwerks „Kirche im Nationalpark Eifel“ (mit Geschäftsführung beim Bistum Aachen) und der Nationalparkverwaltung Eifel. Der Arbeitskreis Spiritualität des Netzwerks bietet mit viel ehrenamtlichem Engagement kostenlos regelmäßig offene, spirituell begleitete Wanderungen auf dem Schöpfungspfad an. Darüber hinaus veranstaltet auch die „Seelsorge in Nationalpark Eifel + Vogelsang“ Führungen.

Der Schöpfungspfad darf als Erfolgsgeschichte gelten. Er wird von vielen Wanderinnen und Wanderern bewusst angesteuert oder von Gästen vor Ort entdeckt. Zählungen haben ergeben, dass pro Jahr rund 6.700 Personen den Schöpfungspfad gehen. Inzwischen findet der Schöpfungspfad auch Erwähnung in Wanderführern und ist in der Region durch eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit weithin bekannt.

Der Schöpfungspfad ist Teil des Wegenetzes des Nationalparks Eifel und daher jederzeit offen und begehbar. Er ist in Simmerath-Erkensruhr/Hirschrott gelegen und führt hinauf auf die Dreiborner Hochfläche. Südlich des ehemaligen Weilers Leykaul endet der Schöpfungspfad. Von der letzten Station aus ist eine Rundwanderung entlang des Wüstebaches bis zum Ausgangspunkt möglich. Als Parkplatz ist der Wanderparkplatz Finkenauel in Hirschrott zu empfehlen. Der (teilweise schmale) Weg ist als leicht bis mittelschwer einzustufen. Rund 310 Höhenmeter sind zu bewältigen (ab Parkplatz).

Dem Ökumenischen Netzwerk „Kirche im Nationalpark Eifel“ und der Nationalparkverwaltung Eifel ist es wichtig, dass der Weg stets weiterentwickelt wird und Rückmeldungen der Gäste aufgegriffen werden. Eine behutsame Aktualisierung der Texte wurde 2017 durchgeführt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Bewahrung der Schöpfung ist eines der zentralen ökumenischen Anliegen. Der spirituelle Ansatz des Schöpfungspfades hilft, Wert und Würde der Schöpfung zu begreifen und wahrzunehmen. Die Mannigfaltigkeit des Lebens wird erkennbar und in Beziehung zum eigenen Leben gesetzt. Nicht nur die Station „Vielfalt“ des Schöpfungspfades verweist auf die Schönheit und Größe der Schöpfung in allen ihren Variationen. Wer den Wert biologischer Vielfalt erkennt, vermag sich auch für ihren Erhalt nachhaltig einzusetzen. Schließlich kann eine umfassend verstandene Spiritualität eine „Leidenschaft für den Umweltschutz“ (Papst Franziskus, Enzyklika „Laudato Si'“, 2015) wecken.

Video:


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Besuchen Sie uns

Schöpfungspfad

Erkensruhr-Hirschrott
52062 Simmerath

Öffnungszeiten: immer geöffnet

Herr Jonas Zechner Bischöfliches Generalvikariat Aachen
Tel.:0241452378

https://www.bistum-aachen.de/Netzwerk-Kirche-im-Nationalpark/Schoepfungspfad/Dem-Leben-auf-der-Spur/

 

Weitere Infos

Ökumenisches Netzwerk 'Kirche im Nationalpark Eifel' / Wald und Holz NRW, Nationalparkforstamt Eifel
Simmerath

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