Umweltbildung/Bildung zur Nachhaltigkeit in der Jugendsozialarbeit in Bayern

Weiterentwicklung:

Das Projekt wurde weiterentwickelt, es ist nun als „Umweltbildung/ Bildung zur Nachhaltigkeit in der Jugendsozialarbeit“ bis 2016 bewilligt und mit Fördermitteln ausgestattet. Die Vielfalt der Kleinprojekte nimmt mit ihrer Anzahl zu und die Systematik, die Projekte in Kooperationen von Jugendsozialarbeit mit Umweltbildung anzubieten, funktioniert sehr gut. Netzwerke entstehen und festigen sich. Die Vielfalt ist auf der Webseite www.lagjsa-bayern.de/umweltprojekt sowie vor Ort bei den einzelnen Projekten beeindruckend. Ein Erfahrungsaustausch aller Projektpartner bereichert alle Beteiligten. Das Projekt findet große Beachtung in der Öffentlichkeit und in den Medien, es erscheint in vielen Newslettern und der Umweltminister hat im März diesen Jahres eines der Einzelprojekte besucht (um den Scheck für Projekte bis 2016 symbolisch zu übergeben). Besonders die Projekte mit jungen Flüchtlingen/MigrantInnen erscheinen in der heutigen Zeit dringender und nützlicher denn je. Alle jungen Menschen schärfen ihr Bewusstsein für die biologische Vielfalt. Rundum ein Erfolg für alle Beteiligten! Beispiel: In Straubing kümmern sich junge Leute von „Second Chance“ mit der unt. Naturschutzbehörde und dem Tiergarten um die Artenvielfalt. Module sind beispielsweise das Errichten eines Eidechsenbiotops, eines Lehrpfades, das Freilegen von zugewachsenen Quellen. Die Teilnehmer tragen ihre Erfahrungen ins eigene soziale Umfeld, das üblicherweise wenig mit Artenvielfalt oder Naturschutz zu tun hat.

Ursprüngliche Bewerbung:

Der Einleitungstext der Dekade-Webseite beschreibt gleich zu Beginn das Ziel/ die Chance "mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, unserer natürlichen Lebensgrundlage, zu sensibilisieren". Leider gibt es viele junge Menschen, die bisher von der Umweltbildung/BnE zu wenig erreicht werden. Dies sind häufig sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen.

Um genau diese Jugendlichen zu erreichen und für diese Themen zu sensibilisieren, bedarf es eines erhöhten Aufwands und individueller Konzepte. Die meisten dieser Jugendlichen sind von negativen Bildungserfahrungen geprägt oder haben bisher weniger Bildungs- und Teilhabechancen erfahren. Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund kommen außerdem mangelnde Sprachkenntnisse hinzu, die die gängigen Zugänge zu Umweltbildungsthemen erschweren.
Diese jungen Menschen, die von den bisherigen Programmen der Umweltbildung/ BNE bislang nur unzureichend erreicht werden, sind eine wertvolle Gruppe, die auch als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihren sozialen Zusammenhängen die Wertschätzung der biologischen Vielfalt weiter tragen können.
Das Projekt „Umweltbildung und Jugendsozialarbeit“ ist ein gemeinsames Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit (LAG JSA) mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit und wird von diesem gefördert. Die Arbeitsfelder der Jugendsozialarbeit erstrecken sich auf: Arbeitsweltbezogene , schulbezogene und migrationsbezogene Jugendsozialarbeit, Jugendwohnen sowie andere Formen der Jugendsozialarbeit nach §13 SGB VIII (z.B. aufsuchende Jugendsozialarbeit/ Streetwork).

Projektziele sind: Lern- und Erkenntnisprozesse bei der Zielgruppe der Jugendsozialarbeit in Gang zu setzen, das Verständnis von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Arbeitsfeldern der Jugendsozialarbeit zu verankern sowie tragfähige Kooperationsbeziehungen zwischen Jugendsozialarbeit und Umweltbildung zu initiieren.
Zielgruppe: Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren, die sozial benachteiligt und/ oder individuell beeinträchtigt sind und einen erhöhten sozialpädagogischen Förderbedarf haben (insbesondere junge Menschen mit Migrationshintergrund) (vgl. auch § 13 SGB VIII).
Soziale Integration und die Erhöhung der Teilhabechancen kann nur mit einer ganzheitlichen Arbeitsweise gelingen, die das Lebensumfeld und die konkrete Lebenssituation der jungen Menschen in den Einrichtungen der Jugendsozialarbeit einbezieht. Deshalb wird großer Wert auf die Partizipation der TeilnehmerInnen in jeder Phase der Projekte gelegt.
Projektlaufzeit: 01.07.2011 bis 31.12.2012 (1,5 Jahre):

Projektbeispiel: „Junge Riesen“
Im Rahmen der Jugendsozialarbeit an Schulen erkunden einige Schülerinnen und Schüler der Eugen-Pabst-Schule in Germering im Projekt "Junge Riesen - vom Samen zum Kulturerbe. Wie Jugendliche mit den Bäumen wachsen!" in ihrem Heimatort große bedeutende Baumriesen. Sie verfolgen den Lebensweg der Bäume „vom Samen zum Kulturerbe“ ganz praktisch, mit Fotoaktion, Sameneinpflanzaktion, Baummessebesuch und vielen anderen Komponenten. Sie sind vernetzt mit einer Umweltorganisation und werden sowohl sozialpädagogisch als auch umweltbildnerisch betreut.

Das StMUG hat für die Umweltbildungsprojekte eine Gesamtsumme von 107.000,- Euro bereitgestellt. Die Umweltprojekt-Koordinationsstelle berät bei der Projektentwicklung und Antragstellung. Eine intensive Auseinandersetzung mit Projektideen und einer Antragstellung fördert eine Sensibilisierung auf Umweltthemen in großem Umfang. Die Entscheidung über die Förderung trifft ein Gremium aus Vertretern der LAG JSA, dem StMUG, dem StMAS sowie Fachleuten aus Theorie und Praxis.


Bild 1
Bild 2

Dokumente

Flyer Umweltprojekt

Pressemeldung zum Start des Projektes

Arbeitshilfe für Interessenten an Projekten...

 

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80335 München

Öffnungszeiten: nach Absprache

Frau Sonja Gaja
Tel.:089-159187-72
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LAG Jugendsozialarbeit Bayern, Sonja Gaja
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