Ev. Kirchengemeinde und NABU fördern vielfältige Flora und Fauna

In den Jahren 2009/10 wurde der Friedhof in Varel in Zusammenarbeit von NABU Oldenburger Land und der Evangelischen Kirchengemeinde als Modellprojekt "Lebendiger Friedhof" in Richtung Artenschutz und Förderung der Biodiversität weiterentwickelt. Die 2012 gegründete NABU-Ortsgruppe Varel betreut dieses Projekt und führt es produktiv fort. Zusätzlich hat sie den Anstoß gegeben, die zentrale Schlosskirche zum "Lebensraum Kirchturm" zu machen.

Geschichte, Ziele und Maßnahmen zum "Lebendigen Friedhof" sind unter www.nabu-oldenburg.de nachzulesen auf dem Umweg über die Ortsgruppe Varel und ihr entsprechendes Arbeitsfeld. Außerdem wird das Projekt auf den Internetseiten www.lebendiger-friedhof.de und www.ev-kirche.de/friedhof/naturschutzprojekt.html ausführlich dargelegt. Informiert wurde über den "Lebendigen Friedhof" auch 2013 auf dem Evangelischen Kirchentag in Hamburg durch Vertreter des NABU und der Kirchengemeinde. Die 2012 gegründete NABU-Ortsgruppe Varel kümmert sich seitdem zusammen mit dem Friedhofsausschuss um den Friedhof. Für vier verschiedene Postkarten-Angebote zum Thema wurden Displays für die Evangelische und für die Katholische Kirche in Varel gefertigt. 2016 wurde der gesamte Bestand an Nistkästen einer Kontrolle, Reparatur und Erweiterung unterzogen (siehe Bericht in "Evangelisch in Varel" (EVA) Nr. 3/16, S. 22). Darüber hinaus wurde der Bereich von blühenden Stauden als Nahrungsangebot für Insekten erheblich erweitert (EVA Nr. 3/16, S. 30).

Bereits 2013 wurde auf NABU-Anregung hin im Turm der Schlosskirche ein Nistkasten für Turmfalken installiert, der leider bis heute noch nicht angenommen wurde (vgl. EVA Nr. 3 & 4, 2013). Die dazu ausgestellte Urkunde hängt im Gemeindehaus aus. Zuletzt wurde von der Friedhofsgärtnerei auf NABU-Anregung hin der Einsatz von Torf eingestellt und stattdessen auf die Verwendung von Friesland-Kompost umgestellt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Wie im Bericht in EVA Nr. 3/16 genau dargestellt, wird mit den 60 Nistkästen für alle denkbaren Höhlen- und Halbhöhlenbrüter ein großes Angebot gemacht. Dazu kommen Fledermaus-Kästen, Sträucher und Blühpflanzen bieten Nahrung und ein großes Insekten-Hotel bietet Unterkunft für Insekten mancher Art. Diese sowie Wildsträucher dienen als Nahrung für die verschiedensten Vögel. Eine Trockenmauer wiederum beherbergt eigene Pflanzen und Tiere. Zu guter Letzt trägt die Verwendung von heimischem Kompost (Produkt aus den Biotonnen im Landkreis Friesland) statt Torf zum Schutz von Mooren bei, was sowohl Klima- als auch Artenschutz bedeutet.


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Dokumente

Artikel aus EVA 2014 zur Schmetterlingsförderung

Lebensraum Kirchturm: Die Turmfalken können kommen

Warten auf den Turmfalken

In schwindelnder Höhe Nistkasten für Turmfalken angebracht

60 Nistkästen auf dem ´Lebendigen Friedhof´ für Höhlen- und Halbhöhlenbrüter jeglicher Art

Flyer ´Lebendiger Friedhof´Artenschutz auf Friedhöfen im Oldenburger Land

Die hier nicht vorgelegte dazugehörige Legende zum Nistkastenplan bringt zu jeder Ziffer den jeweiligen Nistkasten-Typ incl. Angabe Holz des Fertigungsmaterials.

Artikel aus EVA 2016, gekoppelt mit einer Liste der gepflanzten Stauden, die Insekten und Vögeln Nahrung bieten.

 

Besuchen Sie uns

"Lebendiger Friedhof" & "Lebensraum Kirchturm"

Gaststr. 15
26316 Varel

Öffnungszeiten: nach Absprache

Herr Martin Heinze
Tel.:04451/7114
heinze.nabu.varel@t-online.de
http://www.nabu-oldenburg.de

 

Weitere Infos

Ev. Kirchengemeinde in Kooperation mit dem NABU
Varel

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