Flowerpower

Weiterentwicklung:

Neben der Erweiterung der Gartenanlage um eine blütenökologisch-systematische Abteilung haben wir jetzt den Umbau unseres Dauer-Ausstellungsraumes vorgenommen. Bisher war dieser Raum sowohl Ausstellungs- und Lagerraum, in den wir ohne Begleitung keine Besucher einlassen konnten. Jetzt sollen, mit finanzieller Förderung durch das LEADER-Programm, die verschiedenen Themenblöcke jeweils in eigenen Vitrinen in Form von Dioramen dargestellt werden, in die originale Belege mit eingearbeitet werden. Statt vieler Texte sollen für jede Vitrine Informationen über ein Intranetz angeboten werden, die jeweils eine weiterführende Vertiefung ermöglichen. Die Basis-Informationen sollen daneben in einem kleinen Museumsführer gedruckt vorliegen. Der Ausbau hat im Herbst 2018 begonnen und soll im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. Daneben betreuen wir neuerdings an zwei Schulen Bienen-AGs. Die Schüler lernen dort sowohl den Umgang mit Honig- wie mit Wildbienen und die Anlage von geeigneten Blühflächen. Unser Projekt trägt damit mehr und mehr Früchte insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die andernfalls keine Möglichkeit haben, in Kontakt mit der Natur zu treten und Verständnis für die Schönheit und Notwendigkeit von biologischer Vielfalt zu entwickeln.

Ursprüngliche Bewerbung:

Durch die Anlage blütenreicher Biotope und geeigneter Reproduktionsorte soll die Biodiversität an blütenbesuchenden Insekten vor Ort erhalten und gefördert werden. Daneben werden die traditionellen Nutzungsformen von Honigbienen in aller Welt dokumentiert. Mit dem begonnenen Umbau unseres Dauerausstellungsraumes werden diese Themen anschaulicher dargestellt.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 wird das Lebendige Bienenmuseum weiter ausgebaut. Das eigentliche Museum umfasst verschiedene Objekte zur traditionellen Imkerei aus aller Welt mit einem Schwerpunkt in Hessen. Daneben werden die nächsten Verwandten der Honigbienen, die Wildbienen, Hummeln und Wespen in ihrer biologischen Vielfalt vorgestellt.
Auf dem großen Freigelände des Museums finden sich verschiedenste blütenreiche Biotope, die entsprechend gepflegt werden, um den Blütenreichtum zu halten und zu vergrößern. Dazu kommen Angebote an verschiedensten Strukturen, die als Niststätte für Wildbienen und ihre Verwandten geeignet sind. Weiterhin haben wir zahlreiche Biotope wie Magerwiesen, eine Streuobstwiese, Gehölze, Säume, Hochstaudenfluren, einen Teich sowie Sumpfbeete geschaffen. Daneben erhalten wir in unserem Nutzgarten zahlreiche alte Gemüse- und Obstsorten.

Damit fördern wir alle vier Bereiche der Biodiversität auf unserem Gelände: die Vielfalt der Arten und ihres genetischen Reichtums durch den Erhalt regionaler Ökotypen sowie die Vielfalt an Biotopen und deren innere und äußere Vernetzung.
Das Arteninventar wird seit Beginn des Projektes erfasst und auf unserer Webseite dargestellt. So konnte in einer Publikation 2004 bereits von 123 Bienenarten vom Gelände berichtet werden. Heute sind 158 Bienenarten vom Gelände nachgewiesen.
Die auf dem Gelände gesammelten Daten zur dortigen Fauna fließen ein in verschiedenste Projekte, unter anderem in die Erstellung der Roten Listen Hessens.

Über Führungen, Seminare und Praktika für Kindergärten, Schulklassen und andere Besuchergruppen vermitteln wir die Schönheit eines artenreichen Lebensraumes sowie die Faszination der Lebensweisen von Insekten und verleiten damit hoffentlich viele der Besucher, dieses im eigenen Umfeld nachzutun.
Der Umbau des Dauer-Ausstellungsraumes mit Dioramen wird über ein Intranet selbsterklärend und gibt die Möglichkeit zur Vertiefung der einzelnen Themen-Vitrinen. Daneben begleiten wir zwei Bienen-AGs an verschiedenen Schulen sowohl im Umgang mit Honigbienen wie mit der Anlage von blütenreichen Insektengärten.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

- Förderung der Artenvielfalt durch entsprechende Angebote für blütenbesuchende Insekten und andere wildlebende Tier- und Pflanzenarten auf unserem Gelände und an verschiedenen Schulen.
- Förderung der Biotopvielfalt durch Neuanlage bzw. entsprechende Pflege und Nutzung vorhandener Biotope
- Förderung der genetischen Vielfalt durch Erhalt regionaler Ökotypen sowie von alten Nutzpflanzensorten und Arten
- Förderung der Vernetzung dieser Lebensräume
- Öffentlichkeitsarbeit durch Führungen, Vorträge und andere Veranstaltungsarten zur Biologie der Bienen und ihrer Verwandten sowie zur Blütenökologie
- Publikation der Ergebnisse unserer Bemühungen um den Artenreichtum blütenbesuchender Insekten und den zugehörigen Pflanzenarten sowie weiterer Tier- und Pflanzenarten


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Besuchen Sie uns

Lebendiges Bienenmuseum

Beiseförther Str. 12
34593 Knüllwald-Niederbeisheim

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung

Herr Hans-Joachim Flügel
Tel.:05685-499
h_fluegel@web.de
http://www.lebendiges-bienenmuseum.de

 

Weitere Infos

Verein Lebendiges Bienenmuseum e.V.
Knüllwald-Niederbeisheim

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