Karlsruher Naturkompass

Weiterentwicklung:

Der Naturkompass wurde erweitert. Um Ausflüge zu vereinfachen werden seit August 2018 auch Routen beschrieben, auf denen man zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Karlsruher Landschaften erleben kann. Sie vermitteln typische Landschaftsaspekte und integrieren Naturtipps. So kann ein breites Themenspektrum angesprochen werden, von der Entstehung und den Eigenarten der verschiedenen Landschaftsräume, ihren typischen Biotopen bis zum Kennenlernen einzelner Tier- und Pflanzenarten. Dadurch werden Aspekte der biologischen Vielfalt umfassend und über das gesamte Jahr vermittelt und bleiben nicht nur auf Blüh- und Brutperioden beschränkt und die Besucher können die biologische Vielfalt in Karlsruhe einfacher erleben. Die verständlichen Texte gehen auf vor Ort konkret Erfahrbares ein, ergänzt durch Fotos, Grafiken und eine interaktive Streckenkarte. Es werden auch landschaftsgeschichtliche und auch historische Aspekte angesprochen. Für vertiefte Informationen zu Entstehung der Gesteine, Entstehung des Rheingrabens und der Landschaftsräume sowie zu den Strukturen und Biotopen der Landschaftsräume können separate Seiten angewählt werden. Von den bis 2020 vorgesehenen 13 Routen sind zurzeit fünf umgesetzt. Die umfassendste ist die NaturRADtour deren Streckenführung von der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG) und dem Allgemeinen deutschen Fahrradclub (ADFC) entwickelt und deren Naturaspekte von der lokalen Agenda und dem Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt beschrieben wurden.

Ursprüngliche Bewerbung:

Der Karlsruher Naturkompass ist eine Webseite zum selbstbestimmten Erkunden der Karlsruher Natur: www.karlsruher-naturkompass.de
Sie beschreibt sehr verständlich und konkret wie man in Karlsruhe Naturerscheinungen erleben kann, so dass auch im Umgang mit der Natur und dem Internet unerfahrene Menschen einfachen Zugang dazu haben. Es werden nicht nur möglichst genau Orte beschrieben und wie man dorthin gelangt, sondern auch die besten Zeiten für erfolgreiche Naturbeobachtungen mitgeteilt.

Die Studie Naturbewusstsein 2013 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit attestiert der Bevölkerung „einen recht hohen Stellenwert der Biodiversität“ , sowie einen hohen Stellenwert was die „direkte Begegnung und Verbundenheit mit der Natur“ betrifft. 85 % bzw. 75 % bekennen (trifft voll und ganz zu, bzw. trifft überwiegend zu), dass es sie glücklich macht in der Natur zu sein bzw., dass sie versuchen, so oft wie möglich in der Natur zu sein.

Voll und ganz hinter dieser Aussage stehen 41 bzw. 31 % und selbst in den weniger naturaffinen Bevölkerungsschichten (unter 30 Jahre alt, niedrige Bildung) waren es noch 20-35 %. Herkömmliche Angebote, die heimische Natur kennenzulernen, werden aber erfahrungsgemäß nur von einem sehr beschränkten Besucherkreis angenommen. Hemmnisse sind vor allem die beschränkte bzw. anderweitig belegte freie Zeit und daraus resultierend eine geringe Flexibilität und Neigung, sich auf feste Termine einzulassen. In ihrer knappen Freizeit wollen viele Menschen möglichst unabhängig und spontan entscheiden können, was sie wann und wo tun.

Die Bewusstseinsstudie aus 2011 formuliert es so:
„Notwendig sind zudem Angebote, die den Interessierten nicht zu viel Vorwissen und Anpassung an die ihnen fremde ‚Subkultur‘ professioneller Naturschützerinnen und Naturschützer abverlangen.“

Der Naturkompass soll dieses Bedürfnis nach Natur und Entscheidungsfreiheit zusammenbringen, indem er weitgehend selbstbestimmte Naturerlebnisse anbietet. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Webseite mit Naturtipps in Karlsruhe. Diese Empfehlungen sind niederschwellig und sehr konkret gehalten, so dass auch im Umgang mit der Natur und dem Internet unerfahrene Menschen einfachen Zugang dazu haben. Es wird genau beschrieben wie man an die Orte gelangt, dies unterstützt eine interaktive Karte, weiterhin wird auch die beste Zeit für die jeweilige Naturbeobachtung mitgeteilt.

Piktogramme erlauben eine Schnellorientierung, ob die Orte mit dem öffentlichen Nahverkehr und mit Rollstühlen gut erreichbar sind oder ob ein Fernglas erforderlich ist. Vor allem auch, wie viel Zeit man aufbringen muss bzw. wie groß die Chancen sind die Naturerscheinung tatsächlich zu erleben. Verständliche Texte, Anregungen zu Beobachtungen und schöne und informative Bilder sollen Appetit auf Natur machen. Die Homepage enthält zu den jeweiligen Themen auch Links mit weiterführenden Informationen und Veranstaltungen.

Die Hinweise beziehen sich nur auf Naturerlebnisse, die sich nicht schädlich auf die Natur auswirken. Es werden nur Naturtipps angeboten, die sich von öffentlichen Wegen aus erleben lassen. Um regelmäßig Naturtipps generieren und aktualisieren zu können, wurde ein Netzwerk aus erfahrenen ehrenamtlichen Naturschützern gebildet. Anschauliche Fotos, einfache Beschreibungen sowie eine mobile Variante für das Handy sollen die Bürgerinnen und Bürger dazu anregen, die Naturtipps zu erkunden.

Der Karlsruher Naturkompass wurde von der Lokalen Karlsruher Agenda21 initiiert und gemeinsam mit den Ortsgruppen des NABU und des BUND als Projektpartner seit April 2015 entwickelt. Das Projekt wurde finanziell gefördert von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. Die Ehrenamtlichen werden unterstützt durch den Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe. Die Webseite steht seit Mitte April 2015 zur Verfügung. Sie startete mit 20 Naturtipps. Ende Januar 2016 standen 43 Tipps zur Verfügung. Sie verteilen sich auf alle Monate.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Der Karlsruher Naturkompass ist keine Maßnahme zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt (vergleichbar mit einer Pflegemaßnahme), sondern ein Projekt, das bisher nicht angesprochenen Bevölkerungsteilen die Augen für die Kostbarkeiten der Biologischen Vielfalt im weiteren Wohnumfeld öffnen soll. Informative Texte können je nach Bedarf das visuell Erlebte untermalen.

Video:


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Dokumente

ein Beispiel für einen Presseartikel

 

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Frau - -
umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de
http://www.karlsruher-naturkompass.de

 

Weitere Infos

Agenda 21 Karlsruhe e.V.
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