Jugendbildungsprojekt Biopoli

Weiterentwicklung:

Im Jahr 2018 wurden erstmals Projekt - Medien entwickelt, die besonders gut für die Verbreitung bei Social Media geeignet sind: Ein Filmclip zum Thema Lebensmittelverschwendung. Ähnliche Filme sollen zu verschiedenen Themen in der kommenden Projektlaufzeit entwickelt werden. Damit soll die Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen über die Veranstaltungen hinaus angesprochen werden. Das neue Thema des Projekts wird Agrarökologie sein. Unter dem Titel BIOPOLI "Landwirtschaft zwischen Gentechnik und ökologischer Landwirtschaft" soll die Spannbreite der landwirtschaftlichen Vielfalt deutlich gemacht werden. In den BIOPOLI Veranstaltungen wird den Teilnehmern das Thema der Agrobiodiversität vorgestellt. Dabei wird der Bezug und der Zusammenhang zum eigenen Konsum und das eigenen Ernährungsverhalten deutlich gemacht werden. Den Teilnehmern wird aufgezeigt, dass ihr eigenes Handeln Konsequenzen hat. Für sie selbst, für Andere und für die biologische Vielfalt. Ihnen werden Alternativen aufgezeigt, um die biologische Vielfalt zu erhalten.

Ursprüngliche Bewerbung:

Seit 2004 bildet das Jugendbildungsprojekt BIOPOLI eine wichtige Säule der Arbeit der Agrar Koordination. Im Rahmen des Projekts werden ReferentInnen bundesweit an Schulklassen und Jugendgruppen vermittelt, um Themen der globalen und nationalen Agrarpolitik zu behandeln. Ein wichtiger Themenschwerpunkt ist die Biologische Vielfalt, insbesondere der Zusammenhang zwischen Agrobiodiversität und Ernährungssicherung. Weitere Themenfelder beschäftigen sich mit Gentechnik, Klimawandel und Landwirtschaft sowie dem Pestizideinsatz in Nord und Süd. Innerhalb des Themenschwerpunktes Biodiversität wird Jugendlichen die Wichtigkeit der Erhaltung und des Schutzes der Biodiversität vermittelt, die globale Dimension des Verlustes der Biodiversität durch intensive Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen erklärt und Handlungsoptionen für den Alltag aufgezeigt.

Projektbeschreibung:
Das fortlaufende Jugendbildungsprojekt Biopoli läuft in den Jahren 2016-2018 unter dem Titel "Was wollen wir morgen essen?" als ein umwelt- und entwicklungspolitisches Bildungsangebot für allgemeinbildende Schulen, berufsbildende Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, Jugendbildungseinrichtungen, Landjugendverbände und Träger des Freiwillen Ökologischen/Sozialen Jahres. Angesprochen sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren.

Bundesweit gehen fachlich und methodisch geschulte ReferentInnen an die verschiedenen Einrichtungen und gestalten interaktiv und interdisziplinär Veranstaltungen oder einen Projekttag zu dem Thema "Was wollen wir morgen essen?". Des Weiteren wird durch die Erstellung von Bildungsmaterialien und durch die Durchführung von Seminaren für MultiplikatorInnen die Möglichkeit geboten, sich über die Themenschwerpunkte zu informieren. Eine Ausstellung zum Thema Biodiversität steht zum Verleih zur Verfügung. Seit Projektbeginn in 2004 sind mehr als 1.138 Veranstaltungen durchgeführt worden und ca. 22.070 Jugendliche erreicht worden.

Das Projekt beinhaltet verschiedene thematische Säulen, im Projektjahr 2018 steht das Thema Lebensmittelverschwendung und Ökologischer Fußabdruck und Ernährung im Vordergrund. Hierin finden sich die bisherigen Themen, insbesondere das der biologischen Vielfalt, wieder.

Der Besuch der ReferentInnen ermöglicht es den Jugendlichen, sich mit ihren eigenen Konsumgewohnheiten und deren möglichen negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt auseinander zu setzen. In jeder Biopoli-Veranstaltung werden daher Ideen zum eigenen Handeln angeboten und diskutiert. So wird die Wichtigkeit der Förderung verschiedener Nutztierrassen und Pflanzensorten, insbesondere in Zeiten des Klimawandels, sowie die Schädigung der Biodiversität durch den Einsatz von Pestiziden verdeutlicht. Die Jugendlichen erfahren, dass sie über ihr (Konsum-) Verhalten Einfluss auf unsere Nahrungsproduktion und die Agrarpolitik nehmen können. Zahlreiche Jugendliche gaben in den Projektjahren 2013 bis 2015 an, dass sie sich vorstellen können, in einer Umweltgruppe, einer Naturschutzgruppe oder in einer „Eine-Welt-Gruppe“ aktiv zu werden.

Neben der Bildungsarbeit mit Jugendgruppen werden die rund 57 aktiven BIOPOLI - ReferentInnen weiter qualifiziert und professionalisiert. Mehrheitlich handelt es sich um AgrarwissenschaftlerInnen, BiologInnen, sowie PolitologInnen. LehrerInnen sind bei den geplanten Lehrerfortbildungen direkte multiplikatorische Zielgruppe.

Maßnahmen 2016-2018:
1. Maßnahme_Biopoli-Einsätze an Schulen: Pro Projektjahr sind 100 ReferentInnenEinsätze bundesweit an Schulen geplant, insbesondere zu den Schwerpunktthemen biologische Vielfalt, Gentechnik und Pestizideinsatz in Nord und Süd.
2. Maßnahme_Qualifizierung von ReferentInnen: Pro Projektjahr werden zwei inhaltliche und methodische Qualifizierungsseminare durchgeführt.
3. Maßnahme_Qualifizierung von LehrerInnen und anderen MultiplikatorInnen: Pro Projektjahr werden zwei Qualifizierungsseminare für LehrerInnen und andere MultiplilkatorInnen durchgeführt.
4. Maßnahme_Erstellung von Bildungsmaterialien: Die bestehenden Methodenhefte Agrobiodiversität und Gentechnik in der Landwirtschaft werden aktualisiert und erweitert. Ein Arbeitshelft zu Pestizideinsatz in Nord und Süd wird erstellt. Auflage: Je 500 Stück.
5. Maßnahme_Akquise und Betreuung von Schulen, LehrerInnen, Jugendgruppen, Universitäten und Museen: Neue Zielgruppen werden durch Infobriefe und innovative Formen der Kontaktaufnahme (Social Media) erschlossen.

Innovation, Nachhaltigkeit und Mutiplikatorenwirkung:
Nach der dreijährigen Projektlaufzeit werden Jugendliche sowie LehrerInnen durch rund 300 Veranstaltungen erreicht. Die Wichtigkeit des Erhalts und der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt zur Ernährungssicherung wird heraus gestellt. Es wird angenommen, dass sich dadurch ein Multiplikationseffekt ergibt und Themen des Projektes verstärkt unter Jugendlichen diskutiert werden. Das Thema "Was wollen wir morgen essen?" ist dabei zukunftsweisend und hoch relevant. Inhalte und selbst erstellte Materialien (z.B. Simple Shows) werden durch die Jugendlichen über soziale Netzwerke geteilt und somit dauerhaft verfügbar. LehrerInnen können Inhalte der globalen Agrarpolitik, insbesondere zum Schutz der Agrobiodiversität, im Unterricht behandeln. Die Aktualisierung und Neuerstellung der Lehrmaterialien stellt eine qualitative Weiterentwicklung in Bezug auf die Inhalte des Projekts dar.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Jugendbildungsprojekt BIOPOLI kann mit den Veranstaltungen für die Zielgruppe die Bedeutung der biologischen Vielfalt bekannt machen und die junge Zielgruppe für das Thema sensibilisieren.
Den Jugendlichen wird deutlich, dass ihr eigenes Handeln Konsequenzen hat. Für sie selbst, für Andere und für die biologische Vielfalt. Ihnen wird deutlich, dass sie etwas tun können, um die biologische Vielfalt zu erhalten.

Video:
https://www.agrarkoordination.de/projekte/biopoli/bildungsmaterialien/


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Dokumente

Projektflyer

 

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