Biologische Vielfalt und Naturschutz bei der GWG Ingolstadt

Die GWG hat in den vergangenen Jahren viele ökologische Projekte aufgenommen und sieht hier eine ideale Ergänzung des Natur- und Artenschutzes in Verbindung mit dem Wohnungsbau.
Wildwiesen erfüllen dabei den Zweck des Artenschutzes und dienen zeitgleich der Naherholung im Wohngebiet.

Ökologisches Grünflächenmanagement - Beiträge der Gemeinnützigen Wohnungsbau-gesellschaft Ingolstadt

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG), gegründet 1934, ist das größte Wohnungsbauunternehmen in Ingolstadt. Der Wohnungsbestand der GWG Ingolstadt umfasst derzeit rund 6.800 Wohnungen, darunter 3.700 öffentlich geförderte und 3.100 freifinanzierte Wohnungen. Die Stadt Ingolstadt zählt derzeit zu den wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland. Entsprechend hoch ist der Flächenverbrauch für Gewerbe- und Industrieflächen. Parallel dazu steigt auch der Wohnungsbedarf ständig. Derzeit baut die GWG ca. 250 Wohnungen jährlich neu.

Landschaftsökologisch ist die Region Ingolstadt durch die Donau und eine ausgedehnte flussbegleitende Flussaue geprägt. Die Auwälder reichen bis in das Zentrum der Stadt hinein. Im Norden grenzt die südliche Frankenalb an das Stadtgebiet. Das Stadtgebiet liegt inmitten einer wichtigen Floren- und Faunenbrücke, die die Nördlichen Kalkalpen mit der Frankenalb verbindet.

Neben der sozialen Verantwortung für die Bewohner sieht sich die Geschäftsleitung der GWG auch dem Erhalt der Biodiversität verpflichtet. Der Erhalt und die Förderung der natürlichen Vielfalt in den Grünflächen und der Schutz von Gebäudebrütern ist heute Teil des Grünflächenmanagements und der Gebäudebewirtschaftung. Entsprechend der prosperierenden Stadtentwicklung steigt auch der Bedarf an Naherholungsräumen der 133.000 Einwohner der Stadt. Die GWG stellt ihren Bewohnern großzügige, parkähnliche Freianlagen zur Verfügung. Seit vielen Jahrzehnten wirbt die GWG mit dem Slogan „Wohnen im Grünen“. Die Gestaltung und die Pflege der etwa 45 ha umfassenden Freianlagen liegt ausschließlich in den Händen der GWG und wird mit eigenem Personal bewerkstelligt. Seit etwa 10 Jahren wurde insbesondere in der Bewirtschaftung der Rasenflächen nach ökologisch nachhaltigen, klimaneutralen und kostengünstigeren Alternativen gesucht. Mit der Anlage einer ca. 1500 m² großen Robinson'schen Blumenwiese an der Herschelstraße wurden ab 2005 erste Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Mittlerweile gibt es zehn Wiesenprojekte mit einer Gesamtfläche von etwa 20.000 m².

Folgende Erkenntnisse ergeben sich aus dem derzeitigen Projektstand (Herbst 2015): Wiesensaaten sind auf trockenen Standorten langfristig deutlich kostengünstiger, ggf. können bei Neubaumaßnahmen Trockenstandorte kostengünstig neu geschaffen werden. Das Projektziel – niedrige Pflegekosten, mehr Biodiversität und klimafreundliches Handeln – wird eindeutig erreicht. Die florale und faunistische Artenvielfalt ist deutlich angestiegen. Wiesen mit dem Leitbild „Kiesbrenne“ erfüllen aus der Sicht des Artenschutzes eine wichtige „Brückenfunktion“ zwischen Kalkalpen und Frankenalb. Durch die lange Blütenvielfalt ist die Akzeptanz von Seiten der Mieterschaft sehr hoch. Eine neue „Erlebniswelt“ insbesondere für Kinder ist entstanden. Zusätzlich ist von positiven Auswirkungen für den innerstädtischen Wasserhaushalt und das Kleinklima auszugehen.

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt
Rudolf Wittmann
Sachgebiet Grünanlagenpflege

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Projektziel – niedrige Pflegekosten, mehr Biodiversität und klimafreundliches Handeln – wird eindeutig erreicht. Die florale und faunistische Artenvielfalt ist deutlich angestiegen. Wiesen mit dem Leitbild „Kiesbrenne“ erfüllen aus der Sicht des Artenschutzes eine wichtige „Brückenfunktion“ zwischen Kalkalpen und Frankenalb. Durch die lange Blütenvielfalt ist die Akzeptanz von Seiten der Mieterschaft sehr hoch. Eine neue „Erlebniswelt“ insbesondere für Kinder ist entstanden. Zusätzlich ist von positiven Auswirkungen für den innerstädtischen Wasserhaushalt und das Kleinklima auszugehen.


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Dokumente

Projektbeschreibung mit Bildern

Dokumentation Blumenwiese_floristisches Artenspektrum

Doku Blumenwiese Artenspektrum

Pressebericht Artenvielfalt GWG

Pressebericht Naturschutz GWG

 

Besuchen Sie uns

Robinsonsche Blumenwiese, Wiesenhügel, Bienenwand

Minucciweg 4
85055 Ingolstadt

Öffnungszeiten: siehe Homepage

Herr Rudolf Wittmann
Tel.:0841 9537-750
rudolf.wittmann@gemeinnuetzige.de
http://www.gemeinnuetzige.de

 

Weitere Infos

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH
Ingolstadt

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