Der Wilde Weg im Nationalpark Eifel

Weiterentwicklung:

Die positive Resonanz zum Wilden Weg reißt nicht ab. Immer wieder gehen Rückmeldungen bei der Nationalparkverwaltung zur positiven Umsetzung des Projektes und zur außerordentlich hohen Qualität der Barrierefreiheit ein. Die Besucherzahl ist in den letzten Jahren leicht, auf über 55.000 angestiegen. Durch erneut durchgeführte Evaluationen konnten weitere Verbesserungen im Bereich Besucherlenkung und Barrierefreiheit umgesetzt und die Qualität dadurch noch erhöht werden. Darüber hinaus wurde das Thema biologische Vielfalt noch intensiver in die Kommunikation einbezogen. Sowohl bei der Bewerbung des Weges, als auch direkt bei Führungen wird die biologische Vielfalt immer wieder angesprochen und diskutiert. Aktuell wird eine der Stationen des Wilden Wegs besonders gerne als Beispiel für biologische Vielfalt herangezogen. Die Station „Stammtunnel“ thematisiert Totholz als Lebensraum mit dem Beispiel Borkenkäfer. Aufgrund der langen Trockenheit fanden diese im Jahr 2018 sehr gute Voraussetzungen und konnten sich in der Region Eifel teils stark vermehren. Die Besucherinnen und Besucher lernen an der Station u.a., dass es in der Natur meist mehr als nur eine Art gibt. So gibt es dort gleich mehrere verschiedene Borkenkäfer mit ihren entsprechenden Fraßgängen zu ertasten.

Ursprüngliche Bewerbung:

Der barrierefreie Naturerkundungspfad „Der Wilde Weg“ im Nationalpark Eifel, welcher im barrierefreien Natur-Erlebnisraum Wilder Kermeter liegt, macht die Natur für alle Menschen gleichermaßen erlebbar. An zehn Stationen bietet er Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit, sich über Wildnis, Waldentwicklung sowie über die Vielfalt der Flora und Fauna in der Umgebung zu informieren. Einmalige Aussichten in eine besondere Natur ermöglichen den Gästen Erholung und einen Perspektivwechsel. Der Naturerkundungspfad „Wilder Weg“ vereint das Ziel der sozialen Inklusion mit dem Schutz und der Erlebbarmachung der biologischen Vielfalt und bietet gleichzeitig an den Stationen allen Menschen die Möglichkeit, sich über die biologische Vielfalt im einzigen Nationalpark Nordrhein-Westfalens zu informieren.

Der barrierefreie Natur-Erlebnisraum Wilder Kermeter umfasst ein Wegenetz, welches für Wanderer mit und ohne Behinderung geeignet ist und somit die Aufgabe der Nationalparkverwaltung erfüllt, die Natur für alle Besucher zugänglich zu machen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.
Im Juli 2014 wurde mit der Eröffnung des barrierefreien Naturerkundungspfades „Der Wilde Weg“ die Angebotspalette erweitert, welche für alle Menschen erlebbar ist.
Eine Schwierigkeit bestand darin, die Natur mit der großen biologischen Vielfalt im Nationalpark Eifel zu schützen, diese aber dem Besucher gleichzeitig zugänglich und erlebbar zu machen. Dies ist der Nationalparkverwaltung jedoch mit ihrem Projekt "Natura2000 + Inklusion: Der Wilde Weg im Nationalpark Eifel" gelungen.
Auf dem 1.500 m langen Wilden Weg werden zahlreiche Sinne angesprochen. An insgesamt zehn Stationen können sich Gäste mit und ohne Behinderung über Wildnis, Waldentwicklung und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt informieren. Ein Holzsteg durch die Waldwildnis ermöglicht zudem besondere Einblicke in die Natur, mehrere Sinnesliegen laden zum Verweilen ein und per Hörspiel kann die Waldnutzung der letzten 2000 Jahre verfolgt werden. Des Weiteren kann die Auswirkung der Kraft des Windes bei Stürmen nachvollzogen und ausprobiert sowie ein Kletterparcours entdeckt werden. An der Forscherstation und im Baumstamm-Tunnel werden Besucher durch die Magie der Natur in ihren Bann gezogen.
Herausragend ist beim Wilden Weg die Informationsvermittlung in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch) sowie für blinde Menschen (Braille-Schrift und erhabene Schrift bzw. Akustik), sehbehinderte Gäste (Kontraste) und Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen (Leichte Sprache). Jeder Gast kann entsprechend seiner individuellen Stärken und Interessen an interaktiven und mehrsprachigen Modulen die Natur und Naturentwicklungsprozesse erkunden. Der Wilde Weg soll Menschen für Natur und Wildnis begeistern und gleichzeitig zur Förderung der regionalökonomischen Effekte beitragen.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Der Wilde Weg mit seinen zehn Stationen bietet unterschiedlichste Möglichkeiten, sich über Aspekte der biologischen Vielfalt zu informieren. Besonders hervorzuheben ist dabei die Beachtung der Aspekte der Barrierefreiheit. Hierdurch können auch Menschen mit Mobilitäts-, Sinnes- oder kognitiven Beeinträchtigungen gleichermaßen am Naturerleben und damit dem direkten "Erlebnis der biologischen Vielfalt" teilhaben.

Video:


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Dokumente

Flyer zum Barrierefreien Naturerlebnis im Nationalpark Eifel

 

Besuchen Sie uns

Wilder Weg im Nationalpark Eifel

gelegen an der L15 zwischen Heimbach-Schwammenauel und Gemünd-Wolfgarten
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Öffnungszeiten: täglich geöffnet

Herr Tobias Wiesen
Tel.:02444 / 9510-70
wiesen@nationalpark-eifel.de
http://www.nationalpark-eifel.de/barrierefrei

 

Weitere Infos

Nationalparkforstamt Eifel bei Wald und Holz NRW
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