Schatz an der Küste - Biologische Vielfalt an der Ostseeküste

Weiterentwicklung:

Das neue Konzept „Vielfalt bewahren“ der OSTSEESTIFTUNG beinhaltet Strategien zum Erhalt der Biologischen Vielfalt im Projektgebiet. In der Bevölkerungsbefragung und in Bürgergesprächen wurde das Verständnis der Einheimischen zur Biologischen Vielfalt durch die Universität Greifswald untersucht. Die Beobachtungsplattform KRANORAMA bietet barrierefreie und naturverträgliche Beobachtung mit Angeboten rund um Kraniche und den Vogelzug. Die Medien „SchatzLosten Entdecker Bingo“, „Strand und Spülsaum“ sowie „Robben am Ostseestrand“ des BUND MV enthalten Informationen zum Thema Biologische Vielfalt. Der NABU MV entwickelte den Lehrpfad „De lütt Küst“ auf Hiddensee zusammen mit den Junior-RangerInnen und dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zum Thema Küstendynamik. Daneben werden Angebote zur Biodiversität am Strand für Schulklassen entwickelt. SchülerInnen eignen sich mit Methoden der Zukunftsfähigen Bildung eigenständig Wissen an. Das Fest der Biologischen Vielfalt der Michael-Succow-Stiftung wurde 2017 unter dem Motto „Feier den Teich!“ zusammen mit dem ersten Regionalmarkt der Universität Greifswald veranstaltet. Für die Renaturierung von Küstenüberflutungsräumen erstellten die OSTSEESTIFTUNG und der WWF ein Leitbild und eine Machbarkeitsstudie. In intensiven Gesprächen mit LandwirtInnen werden nun Wege zur Umsetzung der Renaturierung gesucht. Der Stadtforst Rostock lässt Bäume schweben: neue Techniken zur Schonung der nassen Waldbereiche wurden erfolgreich getestet.

Ursprüngliche Bewerbung:

Im Verbundprojekt „Schatz an der Küste“ arbeiten neun Organisationen gemeinsam mit der Landesregierung Mecklenburg Vorpommern an der Nachhaltigen Entwicklung und dem Schutz der biologischen Vielfalt der Region Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide (dem Hotspot 29 der Biologischen Vielfalt). Über sechs Jahre (2014-2020) werden im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt 21 Maßnahmen in zwei Schwerpunkten umgesetzt; Ziele des Vorhabens sind eine naturverträgliche Entwicklung und die Förderung der Biologischen Vielfalt in der Hotspot-Region. Einwohner und Gäste sollen von den einzigartigen Naturschätzen profitieren, ohne diese stark zu beeinträchtigen. Partizipative Prozesse beziehen auf vielfältige Weise die lokale Bevölkerung in die Gestaltung des Projekts ein. Erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten verschiedene Partner im einem Projekt zusammen: Hansestadt Rostock, BUND MV, WWF Deutschland, NABU MV, Kranichschutz Deutschland, Universität Greifswald, Michael-Succow-Stiftung, ANU MV e.V. und OSTSEESTIFTUNG als Leadpartner.

Projektziel Regionale Identität und Bildung
Mit der repräsentativen Befragung und den Werkstattgesprächen wird die lokale Bevölkerung aktiv in das Projekt einbezogen. Wissensstand, Interesse an dem Thema sowie die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit werden hier erfragt und fließen in die einzelnen Maßnahmen ein. Zusammen mit BildungsakteurInnen und VerbundpartnerInnen wird ein themenübergreifendes BNE Kompetenzkonzept entwickelt; Bildungsmaterialien und Fortbildungen werden erarbeitet.

Zur Erlebbarkeit der Vielfalt von Spülsäumen und Dünen werden Schulklassenprogramme für verschiedene Klassenstufen gemeinsam mit den SchülerInnen entwickelt und umgesetzt. Der Lehrpfad Küstendynamik auf der Insel Hiddensee bringt den Besuchenden die Naturphänomene von Sand, Wind und Wasser nahe. Zahlreiche Stationen laden zum Experimentieren und Staunen ein. Der barrierearme Entdeckerpfad in der Rostocker Heide lädt Besucher ein, die Vielfalt der Küstenwälder kennenzulernen. An unterschiedlichen Stationen in Wald, Moor und an der Küste kann spielerisch Spannendes zum Schutz und Nutzung der Lebensräume erfahren werden.

Vogelenthusiasten jeden Alters können sich auf der barrierearmen Besucherplattform am Günzer See den Kranichen nähern. Moderne Kameratechnik, Informationstafeln und Bildungsmodule bieten Einblick in das Leben der faszinierenden Vögel. Ein Leitfaden informiert über die Biologie, regionale Verbreitung und Lebensgewohnheiten der Kegelrobben in der Hotspot-Region. Strandwanderer erfahren, wie sie gemeinsam mit den Robben der Lebensraum Strand nutzen können.

Jährlich finden das Fest der Biologischen Vielfalt und der Regionalmarkt an wechselnden Orten im Projektgebiet statt. Das jeweilige Thema der Feste knüpft an die Lebenswelt der Menschen an und beschreibt die regionale Biodiversität aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Märkte stellen durch die Einbindung lokaler Akteure die Vielfalt der Angebote und Produkte vor Ort mit dem Bezug zu Biologischen Vielfalt her.

Eine flexible Wanderausstellung gibt einen Überblick über das Projekt und seine vielen Maßnahmen. Interaktive Elemente und Begleitmaterial verdeutlichen die Biologische Vielfalt für die Zielgruppen und stellen den Bezug zur Umweltbildung her. Die digitale Erreichbarkeit der einzelnen Maßnahmen ermöglicht eine Smartphone APP. So können Information vor Ort, Radrouten oder die Befahrensempfehlung für die Boddengewässer über QR-Codes für unterwegs mitgenommen werden.

Der „Schatzlotse“ leitet zu den Angeboten im Hotspotgebiet: Tipps zum Erleben, Entdecken und Schützen. Alles, was sich mit Biologischer Vielfalt und Nachhaltigkeit befasst, ist hier zu finden. Ein Kinder-Erlebnisführer kann für die Umweltbildung genutzt werden.

Projektziel Lebensräume und Arten
Rund 200 ha Küstenüberflutungsräume sollen im Projekt renaturiert werden. Dazu erfolgt ein stufenweises Auswahlverfahren, das auf einem gemeinsam mit allen beteiligten Interessengruppen erarbeiteten Leitbild für potenzielle Küstenüberflutungsflächen basiert. Zusammen mit engagierten LandwirtInnen werden im Dialog Alternativen für neue, tragfähige Bewirtschaftungskonzepte entwickelt.

Die Entwicklung verbesserter Mahd- und Transportbedingungen soll die Wiedervernässung von landwirtschaftlich genutztem Grünland für LandwirtInnen attraktiver machen. Entsprechende Technik und Alternativen zur herkömmlichen Grünlandbewirtschaftung werden getestet und in die betrieblichen Abläufe integriert.

An Erlenbruchstandorten in der Rostocker Heide werden naturverträgliche Nutzungskonzepte für nasse Waldbereiche entwickelt. Die Seilkrantechnik für die Holzernte wird optimiert, um auch für kleine Forstbetriebe die Bewirtschaftung wiedervernässter Standorte attraktiv zu gestalten. Die Erarbeitung eines nachhaltigen Strandberäumungskonzeptes soll den empfindlichen Lebensraum Strand langfristig schonen. Zwischen „komplett beräumt“ und „naturbelassen“ soll ein für Natur und Tourismus attraktives Konzept gemeinsam mit und für die Gemeinden entstehen.

Um Wassersport und Natur in den sensiblen Boddengewässern in Einklang zu bringen, wird gemeinsam mit den Aktiven eine freiwillige Befahrensvereinbarung entwickelt, die in themengerechten Seekarten und Informationstafeln in den Häfen zu finden sein wird.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Projekt Schatzküste ist eines der 30 Hotspotgebiete der Biologischen Vielfalt in Deutschland. Schwerpunkte des Projektes sind neben der Erhaltung und der nachhaltigen Nutzung der Biologischen Vielfalt auch die Information und Vermittlung über die Biologische Vielfalt.


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Bild 4

Dokumente

Fest der Biologischen Vielfalt 2015 - Wiesenfest in Klausdorf

Informationsflyer Schatzküste

SchatzLotse EntdeckerBINGO

Repräsentative Befragung

Konzept Vielfalt bewahren

Projekt SchatzLotse

Robben am Ostseestrand - Willkommen zurück!

Strand und Spülsaum

Leitbild Küstenüberflutungsräume

Technikanpassung nasse Waldstandorte

´Feier den Teich!´ Fest der Biologischen Vielfalt 2017

BNE Konzept Vielfalt lernen!

Konzept Vielfalt bewahren! Kurzfassung

 

Besuchen Sie uns

OSTSEESTIFTUNG - Projektträger

Ellernholzstraße 1/3
17489 Greifswald

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 - 16 Uhr

Frau Dr Sabine Grube
Tel.:03834 5147541
grube@ostseestiftung.de
http://www.schatzküste.com

 

Weitere Infos

Stiftung Deutsche Ostsee - OSTSEESTIFTUNG
Greifswald

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