Portal Beee – Biodiversität erkennen, erforschen, erhalten

Weiterentwicklung:

Die Kommunikationsplattform Portal Beee (Biodiversität erkennen, erforschen, erhalten) hat sich auf verschiedenen Ebenen weiterentwickelt. Durch die Verstetigung der Plattform durch das Verbundprojekt Bridging in Biodiversity Science (BIBS, gefördert durch das BMBF) wurde das Kooperationsnetz weiter ausgebaut. BIBS ist ein Verbund-Forschungsprojekt, das sich die Erforschung und Förderung der biologischen Vielfalt zum Ziel gesetzt hat. Portal Beee mit all seinen Funktionen (Kommunikationsplattform, Informationsquelle, Dateneingabe...) ist ein wesentlicher Baustein in diesem Verbund. Im Rahmen dessen wurde das Angebotsspektrum von Portal Beee erweitert. Interessierte können jetzt noch aktiver mitforschen: Auf einer neu entwickelten „interaktiven Karte“ können sie sich für Forschungsaufgaben wie z.B. Verkehrszählungen oder Igelsuchläufe anmelden. Außerdem wurden weitere Projekte zum Thema biologische Vielfalt aufgenommen, z.B. „Hund und Eidechse – Nachbarn oder Gegner?“ oder ein Projekt zu Feldhasen in der Stadt. Die Sichtbarkeit von Portal Beee wurde weiter verbessert. Höhepunkt des letzten Jahres war z.B. die Präsentation vor rund 13.000 Gästen auf der Woche der Umwelt (eingeladen vom Bundespräsidenten und der Deutschen Bundestiftung Umwelt, DBU). Eine erneute Auszeichnung würde die bisherigen Leistungen des Projektes öffentlich unterstreichen und als Qualitätssiegel für die Ansprache weiterer NutzerInnen dienen.

Ursprüngliche Bewerbung:

Die Kommunikationsplattform Portal Beee (Biodiversität erkennen, erforschen, erhalten) dient als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Engagierten Bürgerinnen und Bürgern wird über das Internet-Portal die Möglichkeit geboten, an bürgerwissenschaftlichen Projekten (sogenannten Citizen Science-Projekten) mitzuwirken. Sie können Beobachtungen von Wildschweinen, Igeln und Füchsen in der Stadt eingeben und Informationen zu den Projekten erhalten. Portal Beee verlinkt zusätzlich zu anderen spannenden Citizen Science-Projekten wie dem ‚Mückenatlas‘ oder dem ‚Tatort Gewässer‘ und vermittelt aktuelle Informationen zu Bürgerwissenschaften und Biodiversität. Durch die aktive Auseinandersetzung mit den Projekten trägt das Vorhaben dazu bei, Bürgerinnen und Bürger für Natur und biologische Vielfalt in der Stadt zu interessieren und zu mobilisieren.

Eine der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit ist der durch anthropogene Veränderungen verursachte rapide Verlust der biologischen Vielfalt (Biodiversität). Ohne ein öffentliches Bewusstsein für die Schwere und die zu erwartenden Auswirkungen der aktuellen Aussterbekrise ist die Umsetzung wirkungsvoller Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt schwierig bis aussichtslos.

Umfragen zeigen, dass in der Gesellschaft trotz einer Vielzahl von Initiativen und Medienberichten zum Thema nach wie vor wenig Wissen über das Konzept und die Bedeutung der biologischen Vielfalt vorhanden ist und der Biodiversität wenig Wert beigemessen wird. Problematisch ist auch, dass der Großteil der Weltbevölkerung in Städten lebt und sich zunehmend von der Natur entfremdet. Es ist also wichtig, gerade in der Stadtbevölkerung das Bewusstsein für ihre Umwelt zu stärken. Herkömmliche Kommunikationsformen haben dabei wenig Wirkung gezeigt.

Ein vielversprechendes Instrument, um eine aktive Auseinandersetzung mit der biologischen Vielfalt zu fördern und Wissenschaft, Biodiversitätsschutz, Gesellschaft und Bildung zu verknüpfen, sind die Bürgerwissenschaften (Citizen Science), also die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an wissenschaftlichen Projekten. Citizen Science wird im englischsprachigen Raum bereits seit Längerem praktiziert; im Moment erfährt diese Form der Bürgerbeteiligung auch in Deutschland einen Aufschwung.

Für die erfolgreiche Umsetzung eines Projektes mit Bürgerbeteiligung ist eine gute Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Forschenden unabdingbar. Durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung wurde die Entwicklung von Portal Beee (www.portal-beee.de) als Kommunikationsplattform gefördert. Das Portal Beee bietet den Berlinerinnen und Berlinern die Möglichkeit, Informationen zu aktuellen und geplanten Citizen Science- Projekten zu erhalten, sich an spannenden wissenschaftlichen Projekten zu beteiligen und sich über die gewonnenen Erkenntnisse zu informieren. 2016 wurde Portal Beee durch das Verbundprojekt Bridging in Biodiversity Science (BIBS, gefördert durch das BMBF) verstetigt. Es ist seitdem ein wesentlicher Baustein in diesem Verbund-Forschungsprojekt, das sich die Erforschung und Förderung der biologischen Vielfalt zum Ziel gesetzt hat.

Berliner und Brandenburger Bürgerinnen und Bürger können sich über Portal Beee an verschiedenen Citizen Science Projekten beteiligen, wie z.B.in den Projekten ‚Igel in der Stadt‘, ‚Feldhasen in Berlin‘ und ‚Füchse in der Stadt‘ (in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, rbb) bitten Forschende die Berliner Bürgerinnen und Bürger, Sichtungen und Verhaltensbeobachtungen dieser Tiere zu melden, entweder online auf Portal Beee oder durch Zusendung eines ausgefüllten Fragebogens. Die Projekte sollen helfen, die Lebensweise und die Anpassungsstrategien von Wildtieren in der Stadt zu verstehen.

Der bürgerwissenschaftliche Anteil der Projekte wird kontinuierlich weiterentwickelt: Interessierte können sich inzwischen auch über Tier-Meldungen hinaus noch aktiver an der Forschung beteiligen, indem sie sich über eine „interaktive Karte“ für Forschungsaufgaben wie z.B. Verkehrszählungen oder Igelsuchläufe anmelden.
Ziel der Citizen Science-Projekte auf Portal Beee ist es, dass beide Seiten von der Beteiligung profitieren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können auf diese Weise Gesellschaftswissen und umfangreiche Datenmengen sammeln, die sie alleine nicht oder nur mit sehr viel Zeitaufwand zusammentragen könnten. Die Teilnehmenden wiederum erhalten Einblicke in wissenschaftliche Forschung und Informationen zu interessanten Themen, und sie können einen Beitrag zur Beantwortung von Fragen leisten, die für ein nachhaltiges Management von Wildtieren in der Stadt essentiell sind. Portal Beee wird weiterhin neue wissenschaftliche Projekte präsentieren, an denen sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können.

Das Team von Portal Beee leistet einen wichtigen Beitrag zur Implementierung von Citizen Science als Werkzeug einer interaktiven Wissenschaftskommunikation. Die Projekte sollen die Bürgerinnen und Bürger animieren, ihren Blick für die Natur in der Stadt zu schärfen und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass Biodiversität nicht nur in fernen tropischen Regenwäldern, sondern auch vor der eigenen Haustür einen hohen Wert hat.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Team von Portal Beee leistet einen wichtigen Beitrag zur Implementierung von Citizen Science als Werkzeug einer interaktiven Wissenschaftskommunikation. Die Projekte sollen die Bürgerinnen und Bürger animieren, ihren Blick für die Natur in der Stadt zu schärfen und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass Biodiversität nicht nur in fernen tropischen Regenwäldern, sondern auch vor der eigenen Haustür einen hohen Wert hat.



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Dokumente

Portal Beee: Aufruf zur Teilnahme von Bürgern an den Citizen Science Projekten Wildschweine und Igel in der Stadt Berlin

Flyer zum Citizen Science Projekt Wildschweine in der Stadt Berlin

Flyer zum Citizen Science Projekt Igel in der Stadt Berlin

Flyer (für Kinder) zum Citizen Science Projekt Igel in der Stadt Berlin

 

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Öffnungszeiten: Website...

Frau Anke Schumann
Tel.:030 5168127
biodiversity@izw-berlin.de
http://www.portal-beee.de/

 

Weitere Infos

Bridging In Biodiversity Research (BIBS) des BMBF
Berlin

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