Natur ist Klasse – das Natura 2000 Klassenzimmer im Oberen Hotzenwald

Weiterentwicklung:

Vermittlung: - Erweiterung der Expertenteams um den Lebensraum Auwald und Ergänzung der bestehenden Materialien. - Veränderung der Forschungsaufträge um kognitiv schwächeren Schülern gerecht zu werden: die Schüler gehen in Kleingruppen auf die Suche nach Tieren u. Pflanzen (z.B. eine Wacholderbeere, per Geruchssinn Kräuter finden, Heuschrecken & Blühpflanzen mit Hilfe der neu angeschafften Bücher bestimmen). Anschließend werden die verschiedenen Arten in Zusammenhang zueinander gebracht und der Begriff der biologischen Vielfalt bei den Schülern eingeführt u. in seiner Bedeutung behandelt. - „Spinnensafari“: verschiedene Spinnen werden bestimmt. Hier wird die Bedeutung der Vielfalt innerhalb einer Art behandelt. - Salben mit Bezug zur Fauna der Region herstellen. Auch hier wird den Schülern die Bedeutung von biologischer Vielfalt (u. A. der Nutzen für uns Menschen) verdeutlicht. Stärkere Außenpräsenz: - Neuerstellung des Flyers u. A. mit Logo der UN-Dekade. - Website: Verwendung des Logos, aktualisierte Projektbeschreibung Neue Kooperationspartner: - Schule: CS Waldshut. Diese hat das 'Natura 2000 Klassenzimmer' als festen Bestandteil des Curriculums im Bereich Biologie für die 6. Klassen integriert. - Flächeneigentümer Ausweitung der Maßnahmen: Ziel: Entwicklung artenreicher (Feucht-) Wiesen & Weiden. Im Jahr 2016 war auf dem im Vorjahr bearbeiteten Bereich bereits üppige Feuchtwiesenvegetation entstanden. Ausblick: Kooperation mit Biosphärengebiet Südschwarzwald

Ursprüngliche Bewerbung:

Natur ist Klasse – unter diesem Slogan bieten wir seit dem Jahr 2007 Naturschutz-Tage (mit dem Namen ‚Natura 2000 Klassenzimmer‘) im Oberen Hotzenwald an. Das Projekt wird durch das Regierungspräsidium Freiburg, Referat für Naturschutz und Landschaftspflege finanziert. Wir, von TEN-Academy aus Freiburg, einem Anbieter für erlebnis- und naturpädagogische Klassenfahrten, sind mit der Durchführung beauftragt.


Jährlich finden bis zu fünfzehn Einsätze statt; Zielgruppe sind Schüler/innen der Jahrgangsstufen 5 – 9 aller Schularten. Die Naturschutztage sind sowohl als Schullandheim, als auch in Form von einer Dreitagesveranstaltung für Schulen aus der Region mit täglicher An- und Abreise buchbar. Begleitet werden sie dabei von einem erfahrenen, multiprofessionellen Team bestehend aus Pädagogen, Biologen, Geografen und/oder Forstwissenschaftlern.

Unsere Ziele:
Durch das ‚Natura 2000 Klassenzimmer‘ soll ein Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung geleistet werden. Dies ist nur umsetzbar, wenn zukünftige Generationen, d.h. Kinder und Jugendliche miteinbezogen werden. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei die Bildung und so nehmen die Bildungsziele für eine nachhaltige Entwicklung wie die Einübung sozialer und methodischer Kompetenzen, kognitiver Wissenserwerb und die Förderung personaler Verantwortungsbereitschaft für uns einen hohen Stellenwert ein.

Folgendermaßen arbeiten wir auf diese Ziele hin:
Kern der Naturschutztage bildet der Landschaftspflegeeinsatz, d.h. die Schüler setzen sich selbst aktiv für den Schutz der biologischen Vielfalt ein. Um selbst aktiv zu werden ist es wichtig, dass die Schüler das „Was“, „Warum“ und „Wie“ kennen. Zunächst werden die Jugendlichen am ersten Tag mittels erlebnis- und naturpädagogischen Elementen an die landschaftliche Entwicklung des Hotzenwaldes und seine unterschiedlichen Lebensräume mit ihrer besonderen Tier- und Pflanzenwelt herangeführt und die sozialen Kompetenzen der Schüler gestärkt. Kooperative Übungen lassen die Schüler z.B. Kommunikationsregeln erarbeiten, stärken die gegenseitige Empathie und Hilfsbereitschaft – Kompetenzen, die für die darauf folgenden Tage unerlässlich sind.

Anschließend machen sie sich am zweiten Tag zunächst mit dem Pflegegebiet vertraut, das je nach Pflegebedarf einer der Lebensräume Moor, Wald, Aue oder Weidefeld (Offenland) ist. Hierzu erhalten die Schüler in kleinen Gruppen verschiedene „Forschungsaufträge“, beschäftigen sich zudem in sogenannten Expertenteams tiefergehend mit einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart (z.B. dem Neuntöter, der Arnika u. A.) und stellen diese den Mitschülern später vor. Des Weiteren werden verschiedene Exkursionen durch den entsprechenden Lebensraum unternommen. Im Rahmen dieser verschiedenen Aktionen und Methoden wird hinterfragt, warum der Schutz der Tier- und Pflanzenarten und der verschiedenen Ökosysteme mit deren Vielfalt von Bedeutung ist. Das Thema der „Biodiversität“ wird so ganz konkret erlebbar und erfahrbar gemacht und dessen Wert und Nutzen schätzen gelernt.

Anknüpfend daran planen die Schüler dann den Landschaftspflegeeinsatz und gehen anschließend an’s Werk um innerhalb von zwei Tagen den Pflegeauftrag gemeinsam zu meistern. Mittags wird gemeinsam am Feuer gekocht, was die Klassengemeinschaft fördert und zudem Anknüpfungspunkte für das Thema „regionales und saisonales Essen“ bietet.

Zum Abschluss der Tage präsentieren die Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit vor dem zuständigen Land- oder Forstwirt und erhalten als Anerkennung für ihren Einsatz ein Zertifikat über die Teilnahme an diesem Projekt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das ‚Natura 2000 Klassenzimmer‘ trägt in vielfältiger Weise zur Erhaltung und Vermittlung biologischer Vielfalt bei. So leisten die Landschaftspflegemaßnahmen einen Beitrag zur angestrebten dauerhaften Sicherung von Natura 2000 Gebieten, indem sie u. A. zur Verbesserung der Vernetzung von Schutzgebieten zu funktional zusammenhängenden Biotopverbundsystemen, wie es unter C1 beschrieben wird, beitragen. Durch die Zusammenarbeit mit Landwirten in der Region ist zudem eine weiter extensiv betriebene Landwirtschaft für leichter zu bewerkstelligen. Ein Ziel der NBS ist es, bis 2020 die FFH-Lebensraumtypen signifikant zu verbessern, was, wie ebenfalls in der NBS festgehalten, Flächennutzer und Naturschutz nur gemeinsam bewerkstelligen können. Das ‚Natura 2000 Klassenzimmer‘ geht hier beispielhafte Wege.

Zudem trägt das Projekt zur Erhaltung von (seltenen) Tier- und Pflanzenarten bei und setzt die unter C2 beschriebene Forderung nach „Bewusstseinsbildung über die Bedeutung botanischer Vielfalt“ um. Auch unter C14 wird gefordert, dass Bildungs- und Lernangebote zum Thema „Schutz und nachhaltige Nutzung von biologischer Vielfalt“ angeboten werden und dass es hierfür handlungsorientierten Lernens bedarf. Die Inhalte und Methoden des ‚Natur ist Klasse‘ – Programms erfüllen dies in vollsten Maße.


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Dokumente

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