Wild auf Wald – gemeinsam aktiv für Natur und Landschaft

Weiterentwicklung:

Das Projekt und die Kooperation mit unterschiedlichen Partnern hat sich in der Zwischenzeit kontinuierlich weiterentwickelt und ausgedehnt. Themen wie Migration und Inklusion sowie Aspekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung haben an Gewicht gewonnen. Wichtig ist uns, denjenigen Zugänge zur Natur zu schaffen, die nicht zu den üblichen Zielgruppen waldpädagogischer Programme gehören. Finanzielle, körperliche oder sprachliche Einschränkungen werden berücksichtigt und führen nicht dazu nicht teilnehmen zu können. Gemeinsam mit den Partnern werden jeweils individuelle Lösungen gesucht. Mittlerweile sind fünf weitere Förster des Kreisforstamtes Kooperationspartner von neu entstandenen Naturparkschulen im Kreisgebiet. Daneben wird das Naturparkschulkonzept unter intensiver Beteiligung des Forstes auf weiterführende Schulklassen erweitert. Teil der Weiterentwicklung sind auch die Waldcamps, bei denen nun Naturparkthemen mit aufgegriffen werden. Bei den Waldjugendcamps wurden die Forstwirtauszubildenden des Kreises einbezogen. Neben der intensiveren Betreuung der Schüler, können nun Informationen zur Berufsorientierung aus erster Hand gegeben werden. Mit dem Bergwaldprojekt wurde die Zusammenarbeit intensiviert und um Schulklassen und Familiengruppen erweitert. Bei der WildenWaldWelt wurden die Zielgruppen um "Flüchtlingsklassen" erweitert und eine Fortbildung zum Thema in das Fortbildungsprogramm von ForstBW aufgenommen.

Ursprüngliche Bewerbung:

Beim ForstBW Kreisforstamt Schwarzwald-Baar-Kreis wird gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern und Zielgruppen zum Erhalt der biologischen Vielfalt angepackt. Ausgehend vom Waldschulzeltplatz Weißenbach, auf dem seit 1994 Waldjugendcamps durchgeführt werden, hat sich über die Jahre eine Vielzahl von weiteren Programmen und Kooperationen entwickelt. Wichtiger Inhalt aller Veranstaltungen ist die Vermittlung des Wertes und Nutzens biologischer Vielfalt sowie ihres Schutzes.

Aus forstlicher Sicht spielt auch der Gesichtspunkt der nachhaltigen Nutzung eine wichtige Rolle. Die einzelnen Projekte entwickeln sich fortlaufend fort. Seit der Erstbewerbung haben die Themen Migration und Inklusion deutlich an Gewicht zugenommen. So werden zum Beispiel bei den Wochen zusammen mit dem Jugendamt Wochen mit VABO Klasen durchgeführt. Gerade das praktische Tun zusammen mit ökologischen Inhalten bietet gute Möglichkeiten Spracherwerb, Arbeitssicherheit und Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit und Arbeitssicherheit aufzugreifen. Aus der einen Naturparkschule an der Kreisforstamt von Beginn an beteiligt war, sind in der Zwischenzeit sechs Schulen unter Beteiligung des Forstes geworden. Daneben wird das Konzept derzeit für weiterführende Schulklassen erweitert. Um die Erfahrungen auch anderen zur Verfügung zu stellen, wurde in der Zwischenzeit eine Fortbildung im waldpädagogischen Fortbildungsprogramm von ForstBW aufgenommen.
Neben waldpädagogischen Inhalten sind das „gemeinsam in der Natur tätig sein“ und das Miteinander zentrale Elemente. In den meist mehrtägigen Veranstaltungen unter Anleitung und fachlicher Begleitung des Forstamtes werden gemeinsam mit den Betreuern und TeilnehmerInnen konkrete Naturschutzmaßnahmen für die Erhaltung der Kulturlandschaft und Biotope im Rohrhardsberggebiet durchgeführt. Durch das gemeinsame Arbeiten ergeben sich Fragen und Themen aus eigenem Interesse der TeilnehmerInnen an der jeweiligen Tätigkeit. Über diesen praktischen Zugang, ist es möglich auch Zielgruppen, die sonst schwierig zu erreichen sind, für die Natur zu begeistern. Bei den mehrtägigen Veranstaltungen runden die naturnahe Unterbringung in einfachen Waldhütten oder Zelten und eine ökologische Ernährung mit regionalen Produkten das Naturerlebnis ab.
Wir versuchen, neben rein klassischen forstlichen Tätigkeiten uns im Rahmen unserer Möglichkeiten als Partner für die biologische Vielfalt einzusetzen und möglichst vielen Menschen den Zugang zur Natur zu öffnen. Hierbei werden die Möglichkeiten des Forstes wie vorhanden Waldjugendzeltplätze und Waldhütten, direkter Zugriff auf Biotopflächen und langjährige waldpädagogische Erfahrungen mit den Stärken der Partner verbunden, um wirkungsvolle Programme anzubieten. Bei den Programmen hat das Forstamt oft die Idee und Programm mitentwickelt, führt große Teile des Programmes durch und stellt die langjährige Durchführung sicher.
Wichtig ist uns:
• Bewusstsein für den Schutz der biologische Vielfalt zu wecken
• das soziale Miteinander und das voneinander Lernen zu fördern
• auch Zielgruppen die Teilnahme zu ermöglichen, die sonst schwierig zu erreichen sind
• gemeinsam mit Partnern zusammen zu arbeiten - das bereichert und ermöglicht Vielfalt
• soziale, ökologische und ökonomische Dimensionen zu thematisieren
• lokale und globale Dimensionen aufzuzeigen
• Bezüge zur Lebenswelt der Teilnehmer herzustellen
• zeitliche und dynamische Entwicklungen in der Natur aufzuzeigen
• die Programme auf die Altersstufe, die jeweiligen Fähigkeiten und Interessen abzustimmen
Das Projektgebiet verfügt über eine hohe biologische Vielfalt. Es bietet gute Möglichkeiten, unterschiedlichsten Zielgruppen die Vielgestaltigkeit des Waldes und die Interessens- und Zielkonflikte näher zu bringen.
Beispielhafte Programme und Partner des Forstamtes
Waldjugendcamps
Während der mehrtägigen Waldjugendcamps, die zusammen mit dem Umweltbeirat des DSV im Rahmen des Modelprojektes Rohrhardsberg konzipiert wurden, werden die Schwerpunkte Natur-Erholung-Sport thematisch mit Schulklassen aufgegriffen
Bergwaldprojekt:
Zusammen mit Erwachsenengruppen und Schulklassen werden anspruchsvolle Biotoppflegearbeiten durchgeführt.
WildeWaldWelt-Jugendhilfe erlebt, begreift und packt an
Das 2011 mit dem deutschen Naturschutzpreis ausgezeichnete Projekt verknüpft Naturschutz und Soziales. Bei dem Projekt arbeiten Fachleute aus der Jugendhilfe Hand in Hand mit Experten aus dem Forst, um jungen Menschen den Lebensraum Wald, Maßnahmen zu seinem Schutz und die grünen Berufe näher zu bringen.
Kreisjugendamt
In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt werden ein- und mehrtägige Veranstaltungen mit Schulsozialarbeit und Berufseingangsklassen durchgeführt. Anhand von konkreten Aufgabestellungen und Arbeiten aus dem Bereich Biotoppflege wird exemplarisch auch die Teamarbeit verbessert und das gegenseitige Kennenlernen gefördert.
Naturschutzprojekt Forstwirtauszubildende
Innerhalb der überbetrieblichen Ausbildung betätigten sich Klassen vom zentralen forstlichen Ausbildungszentrum Mattenhof in Gengenbach als aktive Landschaftspfleger am Rohrhardsberg. Die Zusammenarbeit hat sich mittlerweile etabliert und spiegelt auch den immer wichtiger werdenden Naturschutzaspekt in der Baden-Württembergischen Forstwirtausbildung wieder.
Naturparkschule
Das Forstamt arbeitet aktiv am Konzept und Programm der Naturparkschulen im Naturpark Südschwarzwald mit.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Im Rahmen des Projektes werden konkrete Naturschutzmaßnahmen mit vielen Freiwilligen umgesetzt und hierdurch ein großer Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt geleistet. Beispiele von Arbeiten sind z.B. Moorrenaturierungen, naturnahe Gestaltung von Gewässern, Offenhaltung von Biotopflächen, Gestaltung von Auerwildlebensräumen....
Soziale Natur - Das Projekt ist kooperativ und partizipativ angelegt und versucht auch Zielgruppen zu erreichen, die sonst nicht erreicht werden, hierbei wird mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern zusammengearbeitet.
Die Erfahrungen werden im Rahmen von Fortbildungen und Vorträgen (z.B. deutscher Naturschutztag, internationaler Kongress erleben&lernen, Fortbildungprogramm ForstBW etc.) weitergegeben.
Forst BW Kreisforstamt Schwarzwald Baar sorgt für die Langfristigkeit und Sicherstellung der Finanzierung .


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Besuchen Sie uns

Forstamt Triberg

Amthausweg 2
78098 Triberg

Öffnungszeiten: Mo-Fr 7:30 - 16:30 Uhr

Herr Johannes von Stemm
Tel.:0172-7202523
forst.triberg@lrasbk.de

 

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ForstBW Kreisforstamt Schwarzwald Baar Kreis
Triberg

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