ISARSCHNUPPERN

2. Weiterentwicklung:

Das längst bewährte und über München hinaus populäre Naturpädagogik-Projekt "Isarschnuppern" geht nun ins 6. Jahr. Bereits 2018 ergänzt haben wir unser Angebot für Erkundungen weiterer bayerischer Alpenflüsse wie der Tiroler Ache im Chiemgau oder der Mangfall bei Bruckmühl. Die Tagesausflüge organisieren wir für kleinere Gruppen mit Teilnehmern zwischen 10 und 18 Jahren. Auf Uferwanderungen vermitteln wir den jungen Menschen die Gefährdung der Biodiversität durch sichtbare Querverbauungen oder Landwirtschaft, die mit ihren Monokulturen unmittelbar ans Flussufer drängt. Interessierte können mit Sven F. Goergens (staatl. geprüfter Fischereiaufseher und Rettungsschwimmer) aber auch Einblicke in den Fischbestand gewinnen. Mittels der schonenden, waidgerechten Technik des Fliegenfischens können an Mangfall und Ache heimische Salmoniden wie Äsche und Bachforelle überlistet werden. Einzelne Fische, die nicht schonungsbedürftig sind, dürfen auch entnommen werden. Wir bereiten dieses kostbare, nachhaltige und natürlich nachwachsende Lebensmittel gemeinsam mit den Kindern zu. Solche Ausflüge fanden bereits im Sommer 2018 in steigender Zahl statt, für die Sommersaison 2019 sind rund 15 Exkursionen geplant. Das Hauptaugenmerk von "Isarschnuppern" aber gilt auch 2019 dem namensgebenden Fluss. Unsere Outdoor-Kurse für Hort- und Schulklassen mit Unterricht zum Erhalt der Artenvielfalt nahmen bereits im Vorjahr eine immer noch wachsende Anzahl an Münchner Grundschulen und Gymnasien wahr.

Weiterentwicklung:

Die Initiative "ISARSCHNUPPERN" besteht seit 2013 und erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit. Insgesamt konnten die Kursleiter rund 900 Münchner Schul- und Hortkinder an die Isar begleiten und für den Erhalt der Biodiversität sensibilisieren. Hinzu kommen ca. 300 Kinder, die im Rahmen spielerischer Familienausflüge und Kindergeburtstage mit Isarschnuppern den Fluss erforschten. Erstmals in 2017 wird das Projekt auch von der Münchner Volkshochschule in ihrem Programm gelistet. Bereits seit 2016 ist "ISARSCHNUPPERN" als "Innovatives Projekt" beim Münchner Referat für Bildung und Sport gelistet und wird entsprechend gefördert. Für 2017 sind bereits Reservierungen eingegangen, auch gibt es beim Bayerischen Rundfunk Interesse an einer Dokumentation über das Projekt.

Ursprüngliche Bewerbung:

Der Naturerlebniskurs "Isarschnuppern" wurde im Frühsommer 2013 von den Münchnern Sven F. Goergens (52) und Rainer Roth (70) ins Leben gerufen. Die beiden Gründer des Projektes sind Fliegenfischer. Das Projekt, das sich um den Erhalt der biologischen Vielfalt an der Isar bemüht, bietet unzähligen Interessierten die Möglichkeit, ökologische Zusammenhänge an Ort und Stelle kennen zu lernen. In den vergangenen Jahren führten die Initiatoren hunderte Schul- und Hortkinder aus dem Münchner Raum an die Isar. Mittlerweile veranstalten die Initiatoren aber auch Kindergeburtstagsfeiern und Familienausflüge mit naturpädagogischen Inhalten, die auf der Kiesbank spielerisch vermittelt werden. Besonders diese Kursformate erfreuten sich wegen umfangreicher Mundpropaganda großer Beliebtheit.

Der Naturerlebniskurs "Isarschnuppern" wurde im Frühsommer 2013 von den Münchnern Sven F. Goergens (52) und Rainer Roth (70) ins Leben gerufen. Die beiden Gründer des Projektes sind Fliegenfischer. Goergens und Roth begleiten Münchner Schulklassen und Hortgruppen während der Unterrichtszeit an die Isar. Dort erläutern die Fischer den Kindern unsere heimische Lebenswelten. Welche Tiere und Pflanzen haben am und im Fluss ihre Heimat? Welche Tiere und Pflanzen sind geschützt? Was bedroht unsere Natur und ihre Artenvielfalt? (Verschmutzung, Gewässerverbauungen, etc.). Auf der Kiesbank werden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt und mit mitgebrachten Schaukarten spielerisch in die Erlebniswelt Fluss und Artenbestimmung eingeführt. Im Anschluss haben die Kinder Gelegenheit, mit Keschern Nährtiere (Wasserinsekten) zu fangen und mittels Becherlupe zu identifizieren.
Ein besonderes Augenmerk der jeweils drei- bis vierstündigen Kurse gilt dem Thema biologische Vielfalt. Die Schüler erfahren, dass die biologische Vielfalt der heimischen Binnengewässer besonders stark gefährdet ist. Der Artenverlust im Lebensraum Fluss und See ist etwa vier bis sechsmal so hoch wie an Land. So führt die Rote Liste gefährdeter Fische Bayerns sieben Arten als ausgestorben auf, acht als vom Aussterben bedroht und weitere 13 als gefährdet. Doch nicht nur die biologische Vielfalt unter Wasser ist bedroht, auch Tiere im Uferbereich wie die Ringelnatter sowie Frösche und viele andere Amphibien leiden unter der Einengung und Störung ihres Lebensraums. Goergens und Roth vermitteln den Schülern, wie sie mit ihrem Verhalten zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen können: Die Kinder lernen, Rückzugsgebiete der Tiere zu respektieren, nicht ins Unterholz einzudringen und Picknick-Plätze sauber zu halten.
Zum Abschluss der Veranstaltung bekommen die Kinder Tüten und sammeln sorgfältig mitgebrachte Brotzeitverpackungen, aber auch bereits vorhandenen Müll auf der Kiesbank ein.
Goergens und Roth erklären den Kindergruppen, dass beim Angeln nur ganz bestimmte Fische entnommen werden dürfen. Sie erklären Schonzeiten und Schonmaße und warum seltene Fische wie beispielsweise die Äsche gar nicht entnommen werden und umgehend schonend vom Angelhaken befreit werden müssen. Dazu erläutern die Angler die schonenden Techniken des Fliegenfischens: Es werden keine Widerhaken verwendet und ausschließlich Kunstköder (Kunstfliegen), die die Fische nicht schlucken. Außerdem erklären Goergens und Roth, dass jedes Jahr von Fischereiverein Fischbrut und Fische eingesetzt werden, um die Populationen zu stützen. Das gilt auch für Fische, die ganzjährig geschont sind wie Nase und Äsche.
In den vergangenen Jahren konnten stetig mehr Kinder und Jugendliche für die Kurse begeistert werden. Von der großen Relevanz zeugt auch die öffentliche Unterstützung. So wird ISARSCHNUPPERN seit 2016 vom Münchner Referat für Bildung und Sport als "Innovatives Projekt" als förderungswürdig eingestuft. Auch die Münchner Volkshochschule (vhs olm) nahm das Kursangebot von ISARSCHNUPPERN in sein Jahresprogramm 2017 auf. Im gedruckten Programmheft der vhs ist der Kurs prominent mit Foto gelistet. Viele Schulklassen berichteten außerdem auf der schulinternen Internetseite begeistert von ihren Erlebnissen aus den ISARSCHNUPPERN-KURSEN.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Sensibilisierung für den Erhalt der biologischen Vielfalt weiteten die Initiatoren mittlerweile auch auf angrenzenden Bereiche des Flusses aus. So sind regelmäßige Lerninhalte der Kurse, wie man sich in Naturräumen verhält, ohne die Fauna und Flora zu beeinträchtigen. Besonders wichtig ist ein sorgsamer Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen in Ballungsräumen. Denn dort leiden Tier und Pflanzen verstärkt unter Erholungssuchenden, die in die Rückzugsorte vieler Lebewesen eindringen. Das Störungspotential ist enorm. In den ISARSCHNUPPERN-Kursen lernen die Teilnehmer, sich verantwortungsvoll in Naturräumen zu bewegen. Weil insbesondere an der Münchner Isar das Müllproblem (Picknickabfälle, Flachenscherben, Grillreste etc) überhand nimmt, veranstaltet ISARSCHNUPPERN vor und nach den Kursen auf der Kiesbank gemeinsame Müllsammel-Aktionen. Wie schädlich achtlos entsorgter Müll für die Tierwelt werden kann, konnten die Kursteilnehmer mit eigenen Augen erfahren: Beim Keschern im Flachwasser entdeckten sie beispielsweise Jungfische, die sich in eine Bierdose verirrt hatten und verendeten. Solche Erfahrungen machen die jungen Menschen nachhaltig auf die dramatischen Folgen achtloser Müllentsorgung aufmerksam.


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Dokumente

Die Süddeutsche Zeitung berichtete bereits im Sommer vergangenen Jahres über die Initiative.

 

Besuchen Sie uns

Isar im Münchner Stadtbereich, Gebirgsflüsse inm bayerischen Oberland

Regina-Ullmann-Str. 46
81927 München

Öffnungszeiten: Von Mitte März bis Ende November nach Vereinbarung

Herr Sven F. Goergens
Tel.:0172-852 11 59
sven-goergens@t-online.de
http://www.isarschnuppern.de/

 

Weitere Infos

"ISARSCHNUPPERN" ist eine Initiative der Münchner Sven F. Goergenes und Rainer Roth mit dem Ziel, Kinder und junge Menschen für die erhaltenswerte Artenvielfalt im Fluss und am Ufer zu sensibilisieren.
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