Aus die (Hasel)-Maus?

Weiterentwicklung:

Aus die Haselmaus? – weit gefehlt es geht erst richtig los! In den vergangenen Monaten wurde das Projekt zielstrebig weiterentwickelt. Viele hundert Haselmausquartiere wurden seither montiert. Ein großer Teil konnte in vielfältigen Umweltbildungsstunden (ausgerichtet vom Artenschutz in Franken®) durch Kinder / Schüler verschiedener regionaler Kindergärten bemalt werden. Auch die Jugendlichen der Offenen Behindertenarbeit Bamberg und die Schüler der Klasse 5 c der Realschule in Ebrach brachten sich hier nachdrücklich ein. Ein Filmteam begleitete uns vor wenigen Tagen bei der Ausbringung der Quartiere. Eine eigens entwickelte „Haselmaus-Map“, also eine virtuelle Verbreitungskarte zeigt im Internet die Fundorte der Haselmäuse. Junge Menschen, die am Forstbetrieb Ebrach ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr ableisten kontrollieren die vielen hundert Quartiere mit den Azubis des Forstbetriebes zuverlässig. Regionale Medien berichten regelmäßig von diesem außergewöhnlichen Projekt.

Ursprüngliche Bewerbung:

"Aus die (Hasel) -Maus!?" ist ein innovatives fränkisches Pilotprojekt zur Bewertung und Erhaltung der biologischen Vielfalt. Mit Kindern aus Kindergärten, Schulen und der offenen Behindertenarbeit werden an rund 200 Standorten Sekundärbiotope für die Haselmaus, einer Rote-Liste-Art in Bayern, eingerichtet. Den Kinder wird das Vorgehen genau erklärt. Ein Projektelement bildet eine mehrjährige Bestandserfassung. Der Projektträger arbeitet mit den Bayerischen Staatsforsten, der HIT-Umweltstiftung sowie Fachbehörden des Naturschutzes zusammen. Die Maßnahmen werden auf einer Gesamtfläche von 20.000 Hektar durchgeführt. Die Ergebnisse des Monitorings fließen in die Bewertung des Natura 2000-FFH-Monitorings ein.

Aus die (Hasel) -Maus!?

Innovatives fränkisches Pilotprojekt zur Bewertung und Erhaltung Biologischer Vielfalt

Mit Begeisterung reagiert die breite Bevölkerung, wenn sie erstmals mit einem „unbekannten“ Tier in Kontakt kommt, dessen Aussehen und Verhalten als sehr sympathisch angesehen wird. Doch häufig ist dieses Zusammentreffen in der Regel meist nicht. Denn „Muscardinus avellanarius“, zeigt sich als bevorzugt nachtaktives Säugetier. So verborgen die nächtliche Lebensweise der Haselmaus ist, so unübersichtlich zeigt sich häufig auch ihr Verbreitungsspektrum (nicht nur) in Franken. Meist sind es Zufallsfunde, die auf das kleine Wesen und dessen Präsenz hinweisen. (Zu) viele weiße Flecken sind geblieben.

Wie steht es tatsächlich um die Haselmaus in Teilen Frankens?

Wer mit offenen Augen durch unsere Landschaft schreitet, erkennt vielfach auch bedenkliche Entwicklungen. Heckenzeilen werden entfernt, Wälder zerschnitten und damit wertvolle (Über) -Lebensräume auch für die Haselmaus eliminiert. Wie kommt die FFH-Art damit zurecht? An anderer Stelle wird dagegen vorbildliche Arbeit innerhalb des naturnahen Waldbaus geleistet. Wie aber zeigen sich an dieser Stelle die Bestandsdichten der Kleinsäugerart und können ggf. weitere Verbesserungsmöglichkeiten generiert werden? Für den vollkommen ehrenamtlich agierenden Verband Artenschutz in Franken® war diese Fragestellung ein mit ausschlaggebender Grund sich dieser Art nachdrücklich in einer eigenen von 2014 - 2021 angesetzten Projektreihe zu widmen.

Auf breiter Basis für die Interessen der biologischen Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland.

In einer zugegeben nicht alltäglichen Projektkonstellation fanden sich Artenschutz in Franken®, Bayerische Staatsforsten-Forstbetrieb Ebrach, HIT-Naturschutz- und Umweltstiftungs-GmbH, Kindergarten Burgwindheim, Realschule Ebrach und die Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit Bamberg im Herbst des Jahres 2014 zusammen. Das Projekt wird u. a. ferner von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft intensiv begleitet und von Fachbehörden des Naturschutzes und des Amtes für Ernährung Landwirtschaft und Forsten unterstützt.

Ziele definieren – Maßnahmen beschreiten.

Ziel des umfangreichen und interessanten Projektes, welches sich in modularer Darstellung präsentiert, ist es über eine vorangehende mehrjährige intensive Bestandserfassung der Haselmaus, aussagekräftige Datensätze der Verbreitung abzubilden.

- Dabei wurden Bereiche ausgewählt, die sich auf einer Gesamtfläche von rund 20.000 Hektar bewegen.
- Nachfolgend der Bestandserfassung sollen, wenn relevant gemeinschaftliche Vorschläge erarbeitet und weiterführende biotopverbessernde Elemente eingebracht werden.
- Eine Besonderheit ist die starke Projekteinbindung der uns nachfolgenden Generation.
- Dabei legen wir große Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Altersgruppen (Kinder im Kindergartenalter/Realschüler/Auszubildende/Jugendliche mit Handicap), sowie darauf das die Jugendlichen sich eigenständig mit eigenen Ideen einbringen.

Projektpunkte - Auszüge

• Artenschutz in Franken® informierte die Kinder/Jugendlichen im Projektvorfeld in über 50 Umweltbildungseinheiten über die Haselmaus.
• Die Kinder/Jugendlichen nahmen sich dem Thema nachfolgend eigenständig an und kreierten zahlreiche eigene Projektbestandteile.
• 200 speziell auf die Bedürfnisse der Haselmaus zugeschnittene Sekundärhabitate wurden von den Auszubildenden und den Kindern, sowie des Artenschutz in Franken® an vorab ausgewählten Standorten angebracht.
• Diese Quartiere sind die Grundlage des sich anschließenden mehrjährigen Monitorings.
• Das Monitoring wird beginnend ab 2015 mit den Kindern/Jugendlichen umgesetzt und innerhalb der Organisationen (KIGA-Schulen etc.) an die jeweiligen Altersgruppen weitergegeben.
• Ein 7Jahres Monitoring und dessen Ergebnisse fließen gleichfalls direkt in die Bewertung des Natura 2000 – FFH-Monitoring Waldarten ein.
• Das Projekt begann im Juni 2014 und wird nachhaltig bis Juni 2022 fortgeführt.
• Das Projekt und sein Ergebnis wird den Usern auf einer eigenen Internetdarstellung transparent vorgestellt.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

- www.artenschutz-franken.de Menüpunkt / Projekte/Haselmaus


Werbung für die Biologische Vielfalt – Umwelt lebendig erleben.

Um auf das Projekt und dessen Inhalte aufmerksam zu machen, wurde dieses im September 2014 bei der Eröffnung des Steigerwald - Zentrums an die vielen Hundert Besucher herangetragen.

- Die Kinder/Jugendlichen übernahmen dabei eigenständig die Präsentation.
- Das Projekt möchte einen wichtigen Beitrag zur Erfassung einer „unbekannten“ heimischen Säugetierart leisten.
- Es gilt für die Interessen der biologischen Vielfalt zu werben und diese mit nachgeschalteten, praktischen Erfahrungen konkret zu sichern.
- Der muliplikatorische Ansatz wird von der nachfolgen Generation eigenständig an ihre Alterskollegen und damit direkt auch in die Familien getragen.


Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Haselmaus stellt als Lebensraumindikator einen wertvollen Baustein der ökologischen Vielfalt dar.
Der sympathische Kleinsäuger steht damit als wertvolle Leitart der ökologischen Vielfalt im Projektfokus.


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Besuchen Sie uns

Fortbetrieb Ebrach

Marktplatz 2
96157 Ebrach

Herr Ulrich Mergner
Tel.:0151/563 488 31 und 09551/918 998 6
kontakt@artenschutz-franken.org
http://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=67259

 

Weitere Infos

Artenschutz in Franken®, BaySF-Forstbetrieb EbrachAmt f. Ernährung, Landwirtschaft u. ForstenKindergarten St. JakobusRealschule EbrachNaturschutzgruppe d. Offenen Behindertenarbeit - Lebenshilfe BambergHIT-Naturschutz- und Umweltstiftungs-GmbH
Ebrach

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