BioFrankfurt – Das Netzwerk für Biodiversität e.V.: Gemeinsam für Vielfalt und Nachhaltigkeit

Weiterentwicklung:

Im Jahr 2015 fand erstmals gemeinsam mit Bodensee-Stiftung und Global Nature Fund das Regionalforum „Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen - Erster Schritt zum Biodiversitätsmanagement“ speziell für Wirtschaftsvertreter statt. Darauf aufbauend und erweiternd soll der Dialog mit Unternehmen und Vertretern aus der Wirtschaft zum Thema Biodiversität zukünftig ausgeweitet werden. BioFrankfurt ist Teil des in 2016 gestarteten Verbundprojekts „Städte wagen Wildnis“. In dem Projekt lassen die Städte Frankfurt am Main, Dessau-Roßlau und Hannover von 2016 bis 2021 ausgewählte urbane Flächen „verwildern“. Das Projekt soll einen Beitrag leisten zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität und gleichzeitig Menschen für Stadtwildnis begeistern sowie urbane Natur erreichbar und erlebbar machen. BioFrankfurt ist in dem Gesamtprojekt zuständig für die bundesweite Öffentlichkeitsarbeit und übernimmt damit eine koordinierende Funktion. Im Sommer 2016 ist zudem das verwandte Projekt „Frankfurt wagt Wildnis – Für mehr Wildnisentwicklung, Naturvielfalt und Naturerleben in Frankfurt“ gestartet. Mitte September 2017 wurde die Internetseite komplett aktualisiert und modernisiert. Eine Erweiterung der Social Media Aktivitäten wird angestrebt.

Ursprüngliche Bewerbung:

Der gemeinnützige Verein BioFrankfurt – Das Netzwerk für Biodiversität e.V. wird von 14 zum Teil international aktiven Institutionen der Region Rhein-Main aus den Bereichen Forschung, Bildung und Naturschutz getragen. Die Einrichtungen setzen sich darin gemeinsam für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für die Bedeutung und Erforschung der Biodiversität ein.

Ziele
Das Netzwerk hat sich 2004 zusammengeschlossen, um die Bedeutung der Biodiversität und ihrer Erhaltung stärker in das Bewusstsein von Medien und Öffentlichkeit zu rücken, die globale Dimension der Bedeutung der biologischen Vielfalt zu kommunizieren, das Wissen und die Erfahrung von Einzelinstitutionen zu bündeln und sich dadurch effizienter für die Erhaltung und Erforschung der biologischen Vielfalt einzusetzen. Seit Juli 2014 ist der Verein eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Nach zehnjähriger erfolgreicher Arbeit soll BioFrankfurt mit der Vereinsgründung noch sichtbarer werden. Aufbauend auf den Erfolgen und Erfahrungen sollen gemeinsam und auch mit weiteren Partnern neue Projekte angestoßen und die Öffentlichkeit noch stärker eingebunden werden. Forschung, Naturschutz und Bewusstseinsbildung sind dabei die drei zentralen Pfeiler der Arbeit von BioFrankfurt e.V..

Maßnahmen und Ergebnisse
BioFrankfurt gestaltet, bündelt und kommuniziert konkrete Maßnahmen mit regionalem Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet, wie die jährlich um den 22. Mai (Internationaler Tag der Biodiversität) stattfindende Aktions- und Naturerlebniswoche „Biologische Vielfalt erleben“ mit rund 80 Veranstaltungen.
Der Verein veranstaltet darüber hinaus Aktionen für Schulklassen (z.B. „Kultur fördert Natur?“ am Berger Hang in Frankfurt gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung), für Familien sowie Führungen und öffentliche Vorträge für Erwachsene zu Schwerpunktthemen. Führungen zu einem gemeinsamen Ringprogramm können auch von interessierten Schulen aller Stufen bei den beteiligten Einrichtungen Zoo Frankfurt, Senckenberg Naturmuseum, Palmengarten und StadtWaldHaus gebucht werden. Seit 2009 bietet BioFrankfurt auch Workshops für Schulklassen zum Thema „Biodiversität und globale Gerechtigkeit“ an, in denen Schüler sich direkt an ihrer Schule einen ganzen Vormittag lang aktiv mit dem Thema biologische Vielfalt beschäftigen und dabei entdecken können, was sie selbst zu deren Erhaltung beitragen können.
Einmal im Jahr veröffentlicht BioFrankfurt die so genannte "Biozahl". Diese soll entweder eine anschauliche Größe biologischer Vielfalt aufzeigen oder auf Probleme schwindender Vielfalt und natürlicher Ressourcen hinweisen.
Von 2007 bis 2009 führte das Netzwerk die viel beachtete PR-Kampagne „Biodiversitätsregion Frankfurt/ Rhein-Main“ durch, die auf die vergleichsweise große biologische Vielfalt im Raum Frankfurt aufmerksam machte und als Best Practice breitenwirksamer Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Biodiversität in Deutschland gilt (vgl. Lichtl et al. 2009).
BioFrankfurt veröffentlichte die bundesweit erste repräsentative Trendstudie zu Wissen und Meinungen der deutschen Bevölkerung zu Biodiversität (Jung et al. 2012). Das Netzwerk weist immer wieder auf die große Bedeutung des Bildungs- und Kommunikationsaspektes sowie einer zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit hin, um dem weiterhin bestehenden Informationsdefizit beim Themenfeld Biodiversität zu begegnen.

Mitglieder von BioFrankfurt (hier vollständig und in ungekürzter Schreibweise dargestellt) und Gesichter:
Stadt Frankfurt mit Palmengarten und Botanischem Garten, Umweltamt und Zoo Frankfurt
Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON)
Hochschule Geisenheim University
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
von Opel Hessische Zoostiftung (Opel-Zoo Kronberg)
WWF Deutschland
Zoologische Gesellschaft Frankfurt
MainÄppelHaus Lohrberg e.V.
Gesellschaft für Tropenökologie (gtö)
Tropica Verde e.V.
Umweltzentrum Hanau
Vogelkundliche Beobachtungsstation Untermain e.V.

Vorstandsvorsitzender von BioFrankfurt e.V. ist Palmengartendirektor Dr. Matthias Jenny. Der Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, Dr. Christof Schenck, ist sein Stellvertreter. Sprecher des Netzwerks ist Prof. Dr. Bruno Streit.

Mehr unter www.biofrankfurt.de

Literatur
Jung, S., Schenck, C., Streit, B. (2012): Die Wahrnehmung des Biodiversitätskonzepts in der Öffentlichkeit. Ergebnisse von Repräsentativbefragungen aus den Jahren 2007-2011. Natur und Landschaft 87: 483-488
Lichtl. M., Rohr, C., Kasperczyk, N. (Bearb.) (2009): Leitmotive für eine moderne Kommunikation zur Biologischen Vielfalt. Naturschutz und Biologische Vielfalt 80. Münster (Landwirtschaftsverlag), 88 S.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Das Netzwerk hat sich 2004 zusammengeschlossen, um die Bedeutung der Biodiversität und ihrer Erhaltung stärker in das Bewusstsein von Medien und Öffentlichkeit zu rücken, die globale Dimension der Bedeutung der biologischen Vielfalt zu kommunizieren, das Wissen und die Erfahrung von Einzelinstitutionen zu bündeln und sich dadurch effizienter für die Erhaltung und Erforschung der biologischen Vielfalt einzusetzen.


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