NaturStadtSchule

1. Massnahmen:
In elf beispielhaften Projekten setzen sich elf Klassen der Mittelstufe aus Freiburg von November 2013 bis Ende März 2015 für Natur- und Artenschutz ein. Die Schüler und Schülerinnen übernehmen dabei die Projektplanung und Umsetzung in der eigens geschaffenen mobilen Projektwerkstatt (Bauwagen). Sie erhalten Areale im Umfeld der Stadt, auf denen sie bestehende Lebensräume aufwerten und neue erschaffen können. Die

1. Massnahmen:
In elf beispielhaften Projekten setzen sich elf Klassen der Mittelstufe aus Freiburg von November 2013 bis Ende März 2015 für Natur- und Artenschutz ein. Die Schüler und Schülerinnen übernehmen dabei die Projektplanung und Umsetzung in der eigens geschaffenen mobilen Projektwerkstatt (Bauwagen). Sie erhalten Areale im Umfeld der Stadt, auf denen sie bestehende Lebensräume aufwerten und neue erschaffen können. Die Ergebnisse sind in und um die Stadt zu sehen und werden durch Hinweisschilder kenntlich gemacht und bei Projektende in einer Broschüre veröffentlicht.
Die Projekte richten sich an SchülerInnen ab Klasse 7 und haben einen Umfang von einer Woche. Dazu kommen 1-2 vorbereitende Planungstermine in der Schule.
Es entstehen keine Kosten für die Schulen, da das Projekt aus Mitteln der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg gefördert wird.
Die Schulklassen können an einem Wettbewerb teilnehmen, in dem die besten Projekte prämiert werden. So kann z.B. ein Aufenthalt in einer Waldhütte des Forstamtes gewonnen werden.

Während der Projektwochen arbeiten die SchülerInnen in drei Tätigkeitsbereichen:
1.) Handwerk
2.) Einkauf und Kochen in der Feldküche
3.) Dokumentation

2. Ziele:
Praktische Arbeiten für den Naturschutz in längerfristigen Projekten bieten Jugendlichen die Möglichkeit, Erfahrungen auf verschiedenen Berufsfeldern zu sammeln und sich außerhalb von Schulräumen zu bewähren.
Das Projekt erleichtert den Schülern und Schülerinnen den Erwerb von Kompetenzen aus dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung und wertet städtische und stadtnahe Lebensräume ökologisch auf.
Ein weiteres Ziel ist es Inhalte des Bildungsplans durch praktisches Arbeiten erlebbar zu machen und dadurch die Lernmotivation von SchülerInnen zu steigern.

3. Ergebnisse:
Seit November hat NaturStadtSchule bereits sieben Projekte im Stadtgebiet umgesetzt. So haben SchülerInnen auf einer Streuobstwiese am Schönberg ein Habitat für den Steinkauz gestaltet, am Sternwaldeck ein Insektenhotel errichtet, für das Urban-Gardening-Projekt „Wandelgarten“ im Vauban ein Gartenhäuschen gebaut, am Seniorenheim Augustinum in St. Georgen eine Rasenfläche in eine Bienenweide umgewandelt und an der Anne-Frank-Schule eine Feuerstelle mit Sitzbänken errichtet. Während der letzten beiden Projektwochen wurden im Zuge der Renaturierung des Opfinger Baggersees Trockenmauern aus Kalksteinen und ein Feuchtbiotop in einer Flachwasserzone angelegt.

4. Erste Erfahrungen:
Zu Beginn einer Projektwoche herrscht von Schülerseite häufig Skepsis gegenüber dem Lernen und Arbeiten im Freien. Umwelt und Natur sind vielen Jugendlichen in diesem Alter fern und die Vorstellung, eine Woche bei jedem Wetter draussen zu verbringen, ist häufig befremdend. Vielfach sind Ängste vor dem „sich schmutzig machen“, vor Insekten oder Regen und Kälte vorhanden. Nach einer Eingewöhnungszeit spätestens in der Mitte der Woche „platzt“ aber bei den meisten Schülerinnen und Schülern „der Knoten“.
Berührungsängste mit der Natur verschwinden, die ersten Ergebnisse der Arbeiten geben Selbstvertrauen, das Kochen am Lagerfeuer ist zu einer lieben Gewohnheit geworden. Jugendliche, die anfangs nur auf Plastiktüten saßen, sitzen auf dem Waldboden und scharren mit den Fingern in den Nadeln, das vom Baum gewehte Blatt in der Suppe wird akzeptiert. Die Erfahrung von Teamgeist führt zu einer guten Stimmung in der Gruppe und einem besseren sozialen Miteinander unter den SchülerInnen. Gerade Jugendliche, die im Schulunterricht nicht so gute Noten erzielen, können sich durch die Arbeit im Schulwald bewähren, am konkreten Beispiel lernen und Selbstvertrauen tanken.

5. Bezug zur biologischen Vielfalt:
Die Projektwochen sind so ausgerichtet, dass am Ende ein abgeschlossenes Ergebnis steht. Dieses Ergebnis dient entweder direkt dem Natur- und Artenschutz wie z.B. Steinkautzniströhren, Trockenmauern, Anlage eines Feuchtbiotops, Insektenhotel oder dem Naturerleben der Bevölkerung (Feuerstelle an einer Schule, Lehmofen an einem Kindergarten).
Neben der direkten Wirkung hat das Projekt den Anspruch, die beteiligten Jugendlichen für den Themenbereich Natur- und Artenschutz
zu begeistern.

6. Projektdokumentation: Im Rahmen ihres freiwilligen ökologischen Jahres hat eine FÖJ`lerin eine neue Seite auf der WaldHaus Homepage für das Projekt NaturStadtSchule erstellt. Dort findet man eine interaktive Karte, die es ermöglicht die einzelnen Standorte der Schülerprojekte zu besuchen und sich Schülerberichte und Fotos der Projektwochen anzusehen.

7. Kooperationspartner:
Kooperationspartner waren bisher Freiburger Schulen, der NABU Freiburg, die Bürgerinitiative Wandelgarten, Forstamt Freiburg und die Diakonie.

8. Ausblick:
Im Herbst 2014 werden noch vier weitere Projektwochen durchgeführt.
Die positiven Erfahrungen während der Projekte und die hohe Nachfrage der Freiburger Schulen bestätigen uns darin, dass wir versuchen durch Förderanträge die Projektlaufzeit über April 2015 zu verlängern.


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Dokumente

Artikel im Mitteilungsblatt des Forstamtes Freiburg

Schülerbericht über die Erstellung eines Gartenhauses für ein urban gardening Projekt

Schülerbericht über die Anlage einer Feuerstelle mit Sitzbänken an einer Freiburger Grundschule

Schülerbericht über die Anlage einer Bienenweide an einem Seniorenheim in Freiburg

 

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Verschiedene Standorte im Stadtgebiet Freiburg

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79100 Freiburg

Öffnungszeiten: unbeschränkt

Herr Philipp Gottwald
Tel.:015774965245
philipp.gottwald@waldhaus-freiburg.de
http://www.waldhaus-freiburg.de/angebote/schulen/naturstadtschule

 

Weitere Infos

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Freiburg

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