Natur.Vielfalt.Tännesberg. - Biodiversitätsgemeinde

Weiterentwicklung:

• Entwicklung eines kommunalen Handlungsleitfadens Biodiversität mit dem Ziel – andere Kommunen zu aktivieren, um die Biodiversität zu fördern – Fördermöglichkeiten aufzuzeigen – eine praxisgerechte „Zutatenliste für kommunale Biodiversitäts-Projekte“ zu erstellen • Gemeindeflächenkonzept – Optimierung der gemeindeeigenen Flächen in Bezug auf Steigerung der Biodiversität ist umgesetzt • Durchführung „Gartenvielfalt Tännesberg“ – Förderung der Biodiversität in privaten Hausgärten mit professioneller Gartenberatung • Förderung der Agrobiodiversität - Unterstützung und Koordination des lokalen Vermarktungsnetzwerkes für Biodiversitätsprodukte • Nutzungs- und Umsetzungskonzept Haustierhof für bedrohte Rassen 2016/2017 mit dem Ziel – ortsnahe Flächen im Sinne der Biodiversität aufzuwerten – diese Flächen für die Haltung alter gefährdeter Haustierrassen einzusetzen – hier Umweltbildungsmaßnahmen durchzuführen • Entwicklung erlebnisorientierter Tourismusangebote – Durchführung von Kräuterwanderungen, Pilzexkursionen • Durchführung einer Tagung „Biodiversität in Kommunen im ländlichen Raum“ mit Darstellung der Nutzenaspekte für Kommunen • Informations- und Öffentlichkeitsarbeit – Umsetzung eines ÖA-Konzepts mit Entwicklung eines eigenen Corporate Design (CD) für die Biodiversitätsgemeinde Tännesberg – Umstellung der Gemeinde-Homepage auf CD mit dem Schwerpunkt „Biodiversitätsgemeinde“ • Erstellung eines Jahreskalenders 2017 mit dem Thema “Biodiversität“

Ursprüngliche Bewerbung:

Mit dem Projekt „Natur.Vielfalt.Tännesberg.“ setzt die Gemeinde Tännesberg (47 km²) im Sinne eines Modellprojekts auf kommunaler Ebene eine Strategie zur Optimierung der Biodiversität auf Gemeindeebene um.

Dies gelingt ihr nur durch die Unterstützung ihrer Partnern aus den Naturschutzorganisationen - Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV), Bund Naturschutz in Bayern e. V. (BN) und Wildland-Stiftung Bayern - dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald e. V., dem Bayerischen Naturschutzfonds und einem Netzwerk aus lokalen Akteuren.

Übergeordnete Zielsetzungen der Biodiversitätsgemeinde Tännesberg sind:
• die biologische Vielfalt im Gemeindegebiet zu sichern bzw. zu erhöhen
• die Kulturlandschaft zu erhalten
• in der Bevölkerung und bei Besuchern der Gemeinde das Bewusstsein für die Notwendigkeit zur Bewahrung der biologischen Vielfalt zu stärken
• mit den vor Ort erprobten Maßnahmen beispielgebend für weitere Kommunen zu sein und Nachahmer zu unterstützen.

Wesentliche Bestandteile des Projektes sind dabei der Aufbau eines Biotopverbundes, nachhaltige Landnutzung in Form einer umweltverträglichen Landbewirtschaftung, ein starkes Engagement in der Umweltbildung und der stetige Ausbau unseres Netzwerks an Projektpartnerschaften mit Landwirten, Metzgern, Gastronomen und vielen anderen regionalen Akteuren. Dadurch ergeben sich die unterschiedlichsten Möglichkeiten für Biodiversitätsmaßnahmen.
Dieses Pilotprojekt soll dann als Umsetzungsbeispiel für weitere Gemeinden dienen. Dazu wird ein praxisorientierter Handlungsleitfaden zum Umgang mit Biodiversität in kleinen bis mittleren Kommunen aus den Projekterfahrungen heraus entwickelt.

Die Projektumsetzung ist über einen Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt über den Bayerischen Naturschutzfonds, über Mittel der Bayerischen Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie und Eigenmittel der Projektträger.

Innovation und Modellhaftigkeit
Die gesamte Gemeinde Tännesberg steht engagiert hinter dem Projekt und setzt sich intensiv für die Verwirklichung der biologischen Vielfalt ein. Beispielsweise sollen alle gemeindeeigenen landwirtschaftlich genutzten Flächen (~ 100 ha) im Sinne der Biodiversität optimiert werden.
Ebenso innovativ ist das Netzwerk Biodiversität, das sich aus der Projektträgergemeinschaft, zahlreichen Behörden, Initiativen und lokalen Akteuren zusammensetzt und stetig wächst. Insbesondere die Einbindung lokaler Akteure soll über die Beteiligung von Vereinen, Gemeinderäten, Jugendgruppen und Entwicklungsinitiativen über Aktivierungsprozeese durch das Projekt ausgebaut werden.
Der geplante Handlungsleitfaden für kleinere bis mittlere Kommunen, in dem unsere Umsetzungsbeispiele praxisnah dargestellt werden, soll viele weitere Kommunen dazu anregen, sich aktiv für die biologische Vielfalt einsetzten.

Beitrag zur biologischen Vielfalt
Wesentliche Umsetzungsbestandteile des Projekts sind die nachhaltige Landnutzung in Form von umweltverträglicher Landbewirtschaftung (z.B. durch extensive Weidehaltung) sowie der Erhalt und die Nutzung vielfältiger Ressourcen (z. B. durch Erhaltung von alten Nutztierrassen, Anbau alter Getreide- und Kartoffelsorten) sowie ein daraus resultierender naturverträglicher Konsum.

Die Bedeutung des Projekts wird deutlich durch:
• das Vorhandensein zahlreicher hochgradig bedrohter Rote-Liste-Arten,
wie Kornrade (RLBY 1), Brandknabenkraut (RLBY 2), Nordische und Große Moosjungfer (beide RLBY 1), Kreuzotter (RL BY 1) u.v.m.
• die Haltung alter Nutztierrassen,
wie das Rote Höhenvieh (80 Rinder, 35 ha Weide u. ext. Mahdflächen)
Coburger Fuchsschafe (20 Schafe, 2,5 ha Weide)
Thüringer Waldziegen (4 Ziegen, 0,5 ha Weide)
• den Anbau von alten Kultursorten
wie Kartoffel (1ha), Emmer (2ha), Dinkel (1ha), Einkorn (gepl.)
• die Förderung der Agrobiodiversität.

Weitere Potenziale sind:
• dauerhafte Sicherung naturschutzfachlich bedeutsamer Flächen
• umfangreiche Landschaftspflegemaßnahmen auf hochwertigen Standorten (30 St.)
• hohe Anzahl an Flächen im Vertragsnaturschutzprogramm (ca. 70 ha)
• zahlreiche Ansatzpunkte für kleinere Naturschutzprojekte (z. B. AHP Kreuzotter, Beweidungskonzept Schlossberg, Fledermausschutz, Streuobstlehrgarten)
• vielversprechende Ansätze im Bereich der regionalen Vermarktung von Naturschutzprodukten (wie z. B. Emmer-Mehl und –Brotsorten, Rotviehprodukte).

Die Vermittlung der biologischen Vielfalt und der Biodiversitätsstrategie erfolgt in Tännesberg dabei durch zahlreiche flankierende Maßnahmen wie

• Maßnahmen zum aktiven Naturerleben,
wie jähr. mind. 10 geführte Exkursionen, Obstbaumschnittkurs,
Beratungen zur Gartenvielfalt
• Besucherlenkung zur Entwicklung eines sanften Tourismus,
wie Rebhuhn-Weg, Obstlehrpfad, Nordic-Walking-Parcours
• projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit,
wie jähr. stattfindender Regionalmarkt, laufende Pressearbeit
und Umsetzung eines PR-Konzeptes mit Vortragsreihen und Aktionen
• Ausweitung der interkommunalen Kommunikation zum Thema biologische Vielfalt.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

• Kommunaler Handlungsleitfaden „Biodiversität“
• Praxisgerechte „Zutatenliste für kommunale Biodiversitäts-Projekte“
• Steigerung der Biodiversität durch Optimierung der gemeindeeigenen Flächen in Bezug auf Biodiversität (Gemeindeflächenkonzept)
• Förderung der Biodiversität in privaten Hausgärten Durchführung
• Förderung der Agrobiodiversität (Biodiversitätsprodukte)
• Haustierhof für bedrohte Rassen im Sinne der Biodiversität
• ÖA-Konzepts mit Entwicklung eines eigenen Corporate Design (CD) für die Biodiversitätsgemeinde Tännesberg und Umstellung der Gemeinde-Homepage auf CD mit dem Schwerpunkt „Biodiversitätsgemeinde“
• Jahreskalender 2017 mit dem Thema “Biodiversität“


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Bild 4

Dokumente

Flyer ´Tännesberger Kulturlandschaft für Genießer´ - Naturschutzprojekt in Tännesberg

Flyer ´Das Rebhuhn im Oberpfälzer Wald´ - Artenhilfsprogramm für das Rebhuhn

Flyer Kainzbachtal - Beschreibung der Maßnahmen im Rahmen des Arten- und Biotopschutzprojekts (APSP) Kainzbachtal

Flyer ´Zoiglbier und Erdäpfel - Artenschutz mit Hochgenuss´ - Projekt zum Schutz und Erhalt des Rebhuhns in der Tännesbeger Flur

Pressebericht Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt vom 06.06.2014: ´Biodiversitätsgemeinde Tännesberg - Wenn alle an einem Strang ziehen´

Pressebericht Bund Naturschutz vom März 2013: ´Neue Impulse für Tännesberg´

Pressebericht Akademie für Naturschutz (ANL) Laufen 2013: ´Tännesberg - eine Biodiversitäts-Gemeinde als Vorbild für Bayern´

Pressebericht Mittelbayerische Zeitung vom 26.08.2012: ´Glückliches Rotvieh´

Flyer ´Tännesberger Rotvieh´

Flyer-Natur.Vielfalt.Tännesberg.pdf

Flyer-Natur.Vielfalt.Tännesberg-Projekt-Gartenvielfalt.pdf

Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb ´Bundeshauptstadt der Biodiversität´ in 2011

 

Besuchen Sie uns

Markt Tännesberg (Projektmanagement)

Pfreimder Strasse 1
92723 Tännesberg

Öffnungszeiten: Montag–Freitag 8.00–12.00 Uhr Donnerstag 13.30–17.30 Uhr

Frau Gabriele Schmidt
Tel.:09655 / 920039
gschmidt@vgem-taennesberg.bayern.de
http://www.taennesberg.de/index.php?id=198&L=0

 

Weitere Infos

Markt Tännesberg, Landesbund für Vogelschutz e. V. (LBV), Bund Naturschutz in Bayern e. V. (BN), Wildland-Stiftung Bayern, Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald e. V.
Tännesberg

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