Bergwaldprojekt e.V. - Biologische Vielfalt in Zusammenhängen erleben und schützen

Weiterentwicklung:

Nach 62 Projektwochen mit insgesamt 1.524 Freiwilligen in 2012 konnten wir mit dem Bergwaldprojekt e.V. in 2013 in 74 einwöchigen Einsätzen 1.899 TeilnehmerInnen für zupackenden Naturschutz begeistern. In 2014 haben wir 84 geplante Projektwochen und gehen davon aus, dass wir zum Ende dieses Jahres erstmalig mehr als 2.000 Menschen in den Wald gebracht haben werden, die mit ihrer Teilnahme die Situation des Waldes an immer mehr konkreten Standorten verbessert und an Verständnis für die Abhängigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen gewonnen haben. Die steigende Projektwochenanzahl folgt einer Ausweitung der Kooperationen auf acht neue Projektpartner: In Horn-Bad Meinberg (Naturpark Eggegebirge), Altenberg (Naturschutzgroßprojekt Osterzgebirge), Neustadt i. Sachsen (Sächsische Schweiz), Eibenstock (Erzgebirge), im Lechtal, sowie in Baden-Baden (Nordschwarzwald) und Eichstätt (Altmühltal) wurden Projektstandorte etabliert. Ebenso wurde die Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ausgeweitet: In Prora auf Rügen, sowie in der Cuxhavener Küstenheide, der Glücksburger Heide und der Kühnauer Heide arbeitet das Bergwaldprojekt inzwischen ebenfalls auf den Flächen des Nationalen Naturerbes. Seit Juni 2013 sind wir mit der „Bergwaldprojekt Waldschule“, über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert und binden auch die nächste Generationen in die Anstrengungen zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt ein: Jeder kann etwas tun, fangen wir jetzt an!

Ursprüngliche Bewerbung:

Wir gehen von folgender Situation aus:
1. Trotz 10 Jahren nationaler Nachhaltigkeitsstrategie ist kein Rückgang des Artensterbens zu verzeichnen, im Gegenteil konnten viele Ziele der Strategie nicht erreicht werden. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur UN-Dekade Biologische Vielfalt am 08.11.2011 in Berlin betonte auch Bundesumweltminister Röttgen, die dringende Notwendigkeit die nationalen Anstrengungen wider den Rückgang der biologischen Vielfalt zu erhöhen.

2. Der Verlust der biologischen Vielfalt hängt eng zusammen mit dem Verlust der Lebensräume. Neben den landwirtschaftlichen Flächen betrifft dies insbesondere den Wald, der mehr als 60% der Arten beheimatet. In Verbindung mit den immer noch zu hohen Schadstoffeinträgen, dem ökonomischen Druck auf den Wald als Energie- und Rohstofflieferanten und den Belastungen durch zivilisatorische Eingriffe spiegelt der Wald die gesamte Problematik des Themenfelds Biologische Vielfalt in einzigartiger Weise wider.

3. Umfragen des BMU belegen, dass nach wie vor eine breite Lücke zwischen dem Wunsch nach Naturschutz und der Veränderung der eigenen Lebensweise besteht. Die Akzeptanz für das Thema "biologische Vielfalt" scheint derzeit nicht auszureichen, um die notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen herbeizuführen. Auf einer theoretischen Ebene ist die Problematik möglicherweise bekannt, dies führt derzeit jedoch eher zu einem Problembewusstsein, denn zu lösungsorientierten Handlungsweisen.

4. Daraus ergibt sich der dringende Bedarf nach Projekten, die Menschen begeistern und mitnehmen. Zu diesem Zweck organisiert das Bergwaldprojekt freiwillige ökologische Arbeitseinsätze
im Wald. Typische Einsatzorte sind Schutzwälder und Schutzgebiete (Nationalparks), aber auch naturnahe Wälder und Biotope. Das Arbeitsspektrum reicht von Pflanzungen und Pflegemaßnahmen über Erosionsverbauungen, Steigbau und Biotoppflege bis hin zu Moor- und Bachrenaturierungen. Die Arbeitseinsätze werden in Kooperation
mit lokalen Forst- und Nationalparkbehörden geplant und durchgeführt. Das Bergwaldprojekt legt größten Wert darauf, nur solche Arbeiten auszuführen, die ökologisch sinnvoll sind, zu einer naturnahen Waldentwicklung beitragen und eine waldverträgliche Bejagung unterstützen. Projektdokumentationen und Evaluationen sichern die Einhaltung der Zielsetzung und die Qualität der geleisteten Arbeiten.
Mitmachen können Frauen und Männer ab 18 Jahren. Fachkenntnisse sind nicht erforderlich.
Jede Projektwoche wird von einem Projektleiter / einer Projektleiterin des Bergwaldprojekts geplant, vorbereitet und vor Ort betreut. Sie kommunizieren mit dem lokalen Forstpartner, gewährleisten die Qualität der Arbeit, leiten die Teilnehmenden bei der Umsetzung an und stehen als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Arbeiten und das Ökosystem Wald bereit. Die Teilnahme an den Projekten ist für die Freiwilligen kostenlos. Das Bergwaldprojekt
übernimmt die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Projektleitung und stellt die benötigten Werkzeuge und Einsatzfahrzeuge.
Die Teilnehmenden leisten eine aktiven Beitrag zum Wald-, Klima- und Artenschutz und erleben bei den Arbeiten das Ökosystem Wald mit allen Sinnen. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die Situation des Waldes an den konkreten Projektstandorten zu verbessern, auf die Probleme des Waldes aufmerksam zu machen, das Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur, die Belange des Waldes und die Abhängigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen zu fördern und auf die Verbesserung der ökologischen und politischen Rahmenbedingen hinzuwirken. Insofern versuchen wir in de Projektwochen den Bedarf nach repräsentativen Handlungsmodellen, nach einer konsequenten Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und nach direkten Verbesserungen der ökologischen Rahmenbedingungen miteinander zu verknüpfen. Die Arbeitswochen im Bergwaldprojekt stellen ein best-practice-Konzept vor, das auch auf andere Lebensräume und gesellschaftliche Handlungsfelder übertragbar ist.

5. Das Bergwaldprojekt arbeitet im Jahr 2012 in ca. 60 Projektwochen an mehr als 30 Standorten in ganz Deutschland (siehe Karte "D-Karte mit Standorten 2012.jpg"). Neben den 53 regulären, offenen Projektwochen werden noch 8 Sonderprojekte mit verschiedenen Bildungseinrichtungen (Schulen, Universitäten, Austauschprogramme) sowie mehrere Einsätze mit Unternehmen durchgeführt.

Das Projekt wurde bis 03/2018 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

s.o.


Bild 1
Bild 2

Bild 3
Bild 4

Dokumente

Einsatzorte des Bergwaldprojekts 2012

Einsatzorte des Bergwaldprojekts 2014

 

Besuchen Sie uns

NP Harz / Gerhard-Koch-Skihütte

Oderbrück-Süd Nr. 7
37444 Sankt Andreasberg

Öffnungszeiten: 08.04.-28.04.2012 Mo. - Fr.: 6:00 - 20:00 Uhr Aufgrund von wechselnden Arbeitsflächen bedarf es im Vorfeld einer mündlichen Absprache inkl. Vereinbarung eines Treffpunkts

Herr Christoph Wehner
Tel.:0171 4865503
cw@bergwaldprojekt.de

 

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