"EN blüht auf" und die Natur geht zur Schule

Bunte Vielfalt und Schulgärten statt pflegeleichtem Einheitsgrün für Kinder und Jugendliche im Ennepe-Ruhr-Kreis. Zum Start der UN Dekade der Biodiversität macht die Biologische Station des Kreises auf die Schönheit, den Wert und die Bedrohung der Artenvielfalt aufmerksam. Neben der Förderung einheimischer Pflanzenarten geht es um die Anlage von Nahrungsinseln für Wildbienen, von denen viele stark bedroht sind.

Das Projekt „EN blüht auf“ richtet sich an Schulen und Ganztag und gliedert sich in drei frei wählbare und kombinierbare Stufen. In der einfachsten Version erhält die Schule Saatgut. Es wurde Saatgut vom Netzwerk "Blühende Landschaft", Region Nord verwendet, mit einer Standzeit von 5 Jahren und einem geringen Pflegeaufwand.
In der Stufe II gibt es robuste Kräuter, Stauden und Sträucher, sowie Informationen zur Pflege und farbige Bestimmungskarten für den Einsatz im Freigelände.
Fortbildungsangebote können zusätzlich in der Stufe III wahrgenommen werden.
LehrerInnen und MitarbeiterInnen des Ganztages werden durch speziell für dieses Projekt angefertigte Materialien und Fortbildungen über das Thema Biodiversität informiert. Inhalte sind u.a. das Zusammenspiel von Bienen und Blüten als Beispiel für die Effizienz und Empfindlichkeit des Ökosystems. Als praktische Aktionen zum Schutz von Wildbienen wird der Bau von Nisthilfen angeboten, Bestimmungsübungen, Kunstprojekte, aber auch die Verwendung von Produkten aus dem Schulgarten zur gesunden Ernährung der Schüler. Lehrer und Mitarbeiterinnen des Ganztages erarbeiten für ihren Schulgarten oder Minidschungel Konzepte, um Kompetenzen für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu erwerben und entwickeln Projekte mit dem Schwerpunkt Artenvielfalt, Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Fortbildungen werden ab 2014 über das Kompetenzteam für Lehrerfortbildung als schulinterne Veranstaltungen direkt vor Ort angeboten oder schulextern in der Biologischen Station. Hier steht die „Arche für Alle“ zur Verfügung, künstlich angelegte Nistmöglichkeiten für solitäre Bienen und Wespen, sowie Hummelkästen.

35 Schulen aller Schulformen und Ganztags-Einrichtungen, mehr als ein Viertel der Kreisschulen, haben sich für das Projekt „EN blüht auf“ angemeldet. Es wurde bereits Saatgut für eine Fläche von über 3000qm ausgebracht, weitere Lieferungen werden folgen.

Initiiert und organisiert wird „EN blüht auf“ durch die Pädagogin der Biologischen Station im Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Station hat durch die Abordnung der Lehrerin einen umweltpädagogischen Schwerpunkt.

Der Verein „Offene Gartenpforte“ und der regionale Energieversorger AVU stellten die finanziellen Mittel zur Verfügung.
Die Schulen leisten mit der Teilnahme an „EN blüht auf“ einen Beitrag zur Kampagne „Schule der Zukunft“ des Landes NRW. Mit der Kampagne „Schule der Zukunft“, einer Kooperation des Schul- und Landwirtschaftsministeriums, werden Inhalte der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in den Unterricht und ins Schulprogramm aufgenommen. „EN blüht auf“ ermutigte daher auch zur Anlage von Schulgärten mit einheimischen Obstsorten und Küchenkräutern, die Artenvielfalt im Schulumfeld bereichert den Schulalltag und Unterricht und fördert eine enge Verknüpfung mit dem Ganztag.

Bilder und kurze Projektberichte informieren über die einzelnen Projekte, sie sind auf der Homepage der Station, den Homepages der beteiligten Schulen und im Zusammenhang mit der Dokumentation der Kampagne "Schule der Zukunft" zu sehen. Der Sponsor AVU widmete dem Thema "EN blüht auf" zwei Seiten in seiner Kundenzeitschrift. Artenvielfalt und Schule war Thema der Lokalpresse und des lokalen Radios.


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Dokumente

Angebote für Schulen

In Garten eines Imkers legten Schüler der Grundschule Wassermaus eine Bienenweide an. Harte körperliche Arbeit an der frischen Luft mit ganz viel Spaß.

Artikel WAZ:Aus Schülern werden Gärtner

Wassermäuse arbeiten für die Artenvielfalt

Beitrag in den NUAncen: Schulen in NRW blühen auf

Eigene Ernte aus dem Garten der Gevelsberger Hasenclever-Schule.

Artenvielfalt in der Grundschule Börgersbruch, Sprockhövel. Beitrag auf der Homepage und Artikel in der WAZ.

 

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Biologische Station im Ennepe-Ruhr-Kreis

Loher Str. 85
58256 Ennepetal

Öffnungszeiten: Nach Vereinbarung

Frau Elke Zach-Heuer
Tel.:015785754850
elke.zach-heuer@biologische-station.de
http://www.biologische-station.de/index2.php?Umweltbildung:Projekte:Biodiversit%E4t%3A_EN_bl%FCht_auf_2013-14

 

Weitere Infos

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