Niedersachsenweite Bildungsinitiative: Wölfen auf der Spur

Weiterentwicklung:

Die in der geförderten Projektlaufzeit entwickelten Bildungsangebote und pädagogischen Broschüren werden über eine Kooperation mit weiteren Umweltbildungszentren niedersachsenweit Schulen und Kindergärten zur Verfügung gestellt. Neun Umweltbildungszentren in Niedersachsen kooperierten bereits in dem geförderten Projekt. Nun unterstützt die Stiftung den Transfer und die redaktionelle Anpassung der entwickelten Bildungsmaterialien und -module für 20 weitere regionale Umweltbildungszentren. Im Transferprojekt werden die aktuellen Erkenntnisse der Wolfsforschung in die bereits ausgearbeiteten Materialien eingebunden und somit die sachliche Auseinandersetzung mit der Rückkehr der Wölfe im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) weiterhin situiert und aktualisiert gefördert. Im Transferprojekt werden von Januar bis Dezember 2016 folgende Maßnahmen umgesetzt: 1. Redaktionelle Anpassung der bisherigen Materialien und Bildungsmodule an den derzeitigen Stand der Entwicklung der Wolfsrudel 2. Anpassung und Veröffentlichung der drei entwickelten Lehrerhefte in einem gebundenen Buch 3. Einstellung der digitalen Ergebnisse des Ideenwettbewerbes auf die Website 4. Einbindung und Schulung 20 weiterer Umweltbildungs- und Waldpädagogikzentren, Durchführung von 120 Bildungsmodulen für Schulen und Kitas Insgesamt werden im Transferprojekt über die zusätzlichen Bildungszentren im Jahr 2016 nochmals ca. 2500 Kinder und Jugendliche erreicht.

Ursprüngliche Bewerbung:

Lernen, gesellschaftliche Anliegen im Artenschutz aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten sowie Strategien für ein konfliktarmes Miteinander zu erarbeiten, das ist Ziel der niedersachsenweiten Bildungsinitiative „Wölfen auf der Spur“. Durch das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird eine sachliche und unvoreingenommene Auseinandersetzung mit dem Thema "Rückkehr der Wölfe" bei Kindern und Jugendlichen gefördert.

Von August 2012 bis Juli 2014 förderte die Nds. BINGO-Umweltstiftung die Initiative, die von der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) in Kooperation mit dem SCHUBZ Umweltbildungszentrum durchgeführt wurde. Über neun regionale Umweltbildungszentren wurden Bildungsangebote zum Thema "Rückkehr der Wölfe" in Niedersachsen angeboten. Von Januar 2016 bis Dezember 2016 unterstützt die BINGO-Umweltstiftung nun den Transfer und die redaktionelle Anpassung der entwickelten Bildungsmaterialien und -module für 20 weitere regionale Umweltbildungs- bzw. Waldpädagogikzentren.

Konkret wurden in der ersten Projektlaufzeit ausgehend von der Modellregion Lüneburg im SCHUBZ unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Umweltkommunikation der Leuphana Universität altersgerechte Bildungsangebote und zugehörige didaktische Materialien zur Thematik entwickelt und erprobt. Die entstandenen pädagogischen Angebote richten sich an Vorschul- und Grundschulkinder sowie SchülerInnen der Sekundarstufe I und reichen von mehrstündigen Angeboten im naturnahen Gelände bis hin zu mehrtägigen Unterrichtseinheiten in der Schule.

Durch die enge Kooperation mit den Umweltbildungszentren bzw. Waldpädagogikzentren können die Bildungsangebote über die regionalen Mitarbeiter niedersachsenweit angeboten werden - auch über die geförderte Projektlaufzeit hinaus. Diese MultiplikatorInnen aus den an der Bildungsinitiative beteiligten Zentren wurden in Zusammenarbeit mit der Wolfsbeauftragten der LJN, Dr. Britta Habbe, geschult und können somit die aktuellen Ergebnisse der Wolfsforschung in ihre Bildungsarbeit integrieren.
Begleitend erhielten Lehrkräfte und ErzieherInnen Fortbildungen zur Thematik „Der Wolf als Anlass einer BNE“, um neue und kreative Ideen für die Gestaltung und Fortführung ihrer eigenen Bildungsangebote zu entdecken. Auch ehrenamtlich arbeitende Wolfsberater begleiteten die Fortbildungen mit lebendigen Berichten über ihre Arbeit.

Niedersachsenweit haben sich verteilt über die Partnerzentren mehr als 170 Klassen und Kitagruppen für das Projekt in der ersten Laufzeit angemeldet. Insgesamt wurden bis Juli 2014 ca. 3000 Kinder und Jugendliche und deren Lehrkräfte bzw. ErzieherInnen über die Bildungsinitiative erreicht. Darüber hinaus wurde das Projekt auch in die universitäre Lehre der Leuphana Universität eingebunden, so dass z.B. angehende Lehrkräfte das Thema „Wolf“ mit in ihre weitere Laufbahn in die Schulen nehmen.

Die erste Projektlaufzeit mündete in dem landesweiten Ideenwettbewerb „Wölfe als Nachbarn!?“, bei dem die kreativsten und besten Ideen der Kinder und Jugendlichen zur Rückkehr der Wölfe nach Altersgruppen prämiert wurden. Im Rahmen der abschließenden Fachtagung im Juli 2014 erfolgt die Auszeichnung und Vorstellung der Preisträger des Wettbewerbes durch die Schirmherrin, die Niedersächsische Kultusministerin, Frauke Heiligenstadt. Auf der Tagung hatten alle teilnehmenden SchülerInnen die Möglichkeit, ihre Ideen auf einem Markt der Möglichkeiten der Öffentlichkeit vorzustellen und erfuhren somit gesellschaftliche Partizipation. Bildungsakteure lernten praxisnahe methodische Zugänge zu der Thematik kennen und entdeckten Konzepte für die Gestaltung ihrer pädagogischen Angebote.

Aufgrund der positiven Resonanz nach Ablauf des Förderzeitraumes wird die Bildungsinitiative nun fortgeführt und auf weitere regionale Bildungszentren bzw. Walspädagogikzentren ausgeweitet. Im Transferprojekt werden die aktuellen Erkenntnisse der Wolfsforschung in die bereits ausgearbeiteten Materialien eingebunden somit die sachliche Auseinandersetzung mit der Rückkehr der Wölfe im Sinne einer BNE weiterhin situiert und aktualisiert gefördert.

Die Ideen und Aktionen der SchülerInnen zum Wettbewerb werden auf der Webseite präsentiert. Zudem stehen Lehrkräften auf der Webseite neben näheren Informationen zu den Bildungsangeboten auch Recherchemöglichkeiten zur Biologie der Wölfe zur Verfügung.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Innerhalb der Bildungsangebote erhalten SchülerInnen die Möglichkeit, den Wolf als heimische Tierart und Teil der europäischen biologischen Vielfalt selbstentdeckend kennenzulernen. Während der Module werden komplexe Zusammenhänge zwischen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten aufgegriffen und dadurch ein Verständnis der gesellschaftlich kontroversen Diskussionen zum Wolf aber auch Handlungskompetenz ermöglicht.

In einem Planspiel schlüpfen Jugendliche z.B. in Rollen verschiedener Interessengruppen und erarbeiten in einer Gruppendiskussion Szenarien zum konfliktarmen Umgang mit der geschützten Tierart. Neben fachlichen Hintergrundinformationen werden auch ethische Gesichtspunkte wie Gerechtigkeitsfragen, Empathie und Verantwortungsgefühl thematisiert. Zur Förderung des Perspektivwechsels empfiehlt die Initiative die Einbindung externer Partner (wie zum Beispiel Naturschützer, Wolfsberater, Jäger, Förster oder auch betroffene Anwohner und Schafhalter aus Wolfsregionen) für Klassengespräche, Interviews oder Exkursionen zum Aufstellen von Wildkameras.


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Dokumente

Auszug aus den Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I

Flyer Ideenwettbewerb April 2013

Projektinformation

Flyer Fachtagung Juli 2014

 

Besuchen Sie uns

SCHUBZ Umweltbildungszentrum

Wichernstr. 34
21335 Lüneburg

Öffnungszeiten: Projektberatung:Mo-Do: 9.00 bis 12.00 UhrMaterialausleihe:Mo-Do: 13:00 bis 16:00 Uhrwährend der nds. Schulzeit

Herr Frank Corleis
Tel.:04131-30979-70
info@schubz.org
http://www.woelfen-auf-der-spur.de

 

Weitere Infos

Eine Bildungsinitiative der Landesjägerschaft Niedersachsen e. V. in Kooperation mit dem SCHUBZ Umweltbildungszentrum Lüneburgmit freundlicher Unterstützung der BINGO! Umweltstiftung Niedersachsen
Lüneburg

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