Bohnen an Hals und Ohr - Schmuck aus alten und fast vergessenen Bohnensorten

Schmuckstücke aus alten und fast vergessenen Bohnensorten sind Botschafter für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Agrobiodiversität. Ziel des Projektes ist es, die Sortenvielfalt bei Bohnen wieder ins Bewusstsein zu rücken und darüber deren nachhaltige Nutzung in privaten und kleingewerblichen Gemüsegärten wieder auszuweiten.

Gartenbohnen haben sich in Europa nach deren Einführung aus dem amerikanischen Kontionent zu einer bedeutenden Kulturpflanze entwickelt. Äüßerlich sichtbar wird dies durch eine fast unüberschaubare Sortenanzahl und die Farben- und Formenvielfalt ihrer Bohnensamen. Dahiner verbirgt sich eine weitgehend unbekannte Vielfalt an Eigenschaften, was die Wuchsformen, Blütenfarben, Blüh- und Reifezeiten, Geschmacks- und Verwendungseignung wie auch Krankheitsresistenzen angeht.

Mit dem Rückgang der privaten Gemüsegärten und der zunehmenden Zentralisierung und Industrialisierung des Gemüsebaus gingen viele dieser alten Bohnensoren unwiederbringlich verloren. In der Deutschen Genbank in Gatersleben werden zwar noch Tausende von Sorten aus aller Welt erhalten, dies geschieht jedoch weitgehend abseits evolutiornärer Einflüsse und Anpassungsmöglichkeiten der Sorten. Der unermüdlichen Arbeit vieler Initiativen wie z.B. dem Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN e.V.), der Vielfaltsgärtnerein in Wassenich oder dem Kaiserstühler Samengarten ist es zu verdanken, dass viele Sorten bis heute lebendig erhalten und das Wissen über diese Sorten dokumentiert und wieder vermehrt wird.

Die Idee, Schmuck aus alten Bohnensorten herzustellen, entstand vor ca. 8 Jahren im Rahmen eines EUREGIO-Projektes, dessen Ziel es war, innovative Produkte aus alten Kulturpflanzensorten, u.a. Bohnen, zu entwickeln. Die wunderschöne Farbgebung und Zeichnung der Bohnensortenvielfalt inspirierte dann dazu, in Kooperation mit der Akademie Gestaltung in Münster Versuche zur Schmuckherstellung mit den Bohnenkernen zu starten. Diese verliefen sehr erfolgreich. Nach Abschluss des EUREGIO-Projektes übernahm ich dieses Teilprojekt in meine private Verantwortung. Seidtdem fertige ich verschiedene Modelle an, bei denen die wunderschönen Bohnen in Kombination mit Metall- und Glasperlen zu filigranen Colliers, Armbändern und Ohrschmuck verarbeitet werden. Die eher niedrige Preisgestaltung ermöglicht es vielen Menschen sich ein Bohnenschmuckstück zu leisten oder an liebe Menschen weiter zu verschenken. Jede/r Kunde/in kann sich ein individelles Schmuckstück mit selbst ausgesuchten Bohnensorten zusammenstellen. Bei Marktbesuchen entwickeln sich immer wieder spannende Gespräche mit KundInnen über den Hintergrund des Projektes. Mit jedem Schmuckstück wird ein Flyer versandt, der Hintergrund und Sinn dieses Projektes erläutert. Ein Teil des Umsatzes wird jedes Jahr an den VEN e.V. gespendet.

Die für den Schmuck verwendtetem Bohnensorten werden in einer nach ökologischen Richtlinien arbeitenden Gärtnerei in Dortmund vermehrt (Werkhof-Projekt-Gärtnerei). Hier arbeiten auch Jugendliche, die zum Zwecke ihrer beruflichen Integration praktische Gartenarbeit lernen sollen und dabei pädagogisch betreut werden. Für diese Jugendlichen ist es spannend, zu erleben, wie unterschiedlich die Bohnensorten wachsen und aussehen.


Bild 1
Bild 2

Bild 3
Bild 4

Dokumente

Urkunde dm-Wettbewerb 2011

Poster zum Bohnenschmuck

Kleine Bohnenkunde

 

Besuchen Sie uns

Privathaus

Schwarzer Weg 35
49536 Lienen-Kattenvenne

Öffnungszeiten: nach vorheriger telefonischer Absprache

Frau Anja Oetmann-Mennen
Tel.:05484-962220
anja@oetmann.de
http://www.bohnenschmuck.de

 

Weitere Infos

Dr. Anja Oetmann-Mennen
Lienen-Kattenvenne

Aktuelles, Projekte und Termine in unserem Newsletter
*Pflichtfeld