Wir pflanzen Zukunft!

In dem Projekt „Wir pflanzen Zukunft!“ engagieren sich Schülerinnen und Schüler aktiv für den Erhalt der biologischen Vielfalt, in dem sie einen ehemaligen Nadelwald mit Laubbäumen unterpflanzen. Sie erfahren sich dabei als selbstwirksam, in dem sie über mehrere Jahre beobachten können, wie sich die umgebende Natur durch ihren Einfluss positiv verändert. Begleitende Umweltbildung macht den Wald dabei vertraut und erfahrbar. Und sie klärt auf über die Bedeutung der Artenvielfalt für die Ökosysteme und für den Menschen.

Am 14. April 2016 startete das auf mehrere Jahre angelegte Kooperationsprojekt „Wir pflanzen Zukunft!“ von Trinkwasserwald@ e. V. und der Heinrich-Hetz-Schule: Schülerinnen und Schüler pflanzen den ersten Schulwald der Heinrich-Hertz-Schule – den „HHS-Trinkwasserwald“. Bei den begleitenden Umweltbildungen der „Waldschule Klövensteen“ geht es regelmäßig auf Erkundungstouren durch das Waldstück – Gelegenheit, sich intensiv mit den Themen Wald, Trinkwasser und biologische Vielfalt auseinanderzusetzen.

Durch die großartige Spendenaktion 2014 beim Sponsorenlauf konnte die Schule eine „eigene Waldfläche“ im Klövensteen für die Heinrich-Hertz-Schule erhalten und durch gezielte Laubbaumpflanzungen umbauen.Es handelt sich um eine Fläche von 2,1 Hektar, die somit den lebenslangen Trinkwasserbedarf von hoher Qualität für alle 1.500 SchülerInnen Und LehrerInnen generiert und sichert. Eine entsprechende Fläche zu erwerben oder zu pachten wäre für eine Schule nicht finanzierbar. Wir haben daher mit dem Flächeneigentümer, der Stadt Hamburg, einen langfristigen Vertrag zum Umbau dieser ehemaligen Nadelwald-Monokultur-Fläche in einen Laubmischwald geschlossen. Dieser Vertrag stellt sicher, dass der Wald langfristig als Laubwald bewirtschaftet und gepflegt wird. Zusätzlich ist vertraglich vereinbart, dass die Heinrich-Hertz-Schule mehrmals im Jahr auf dieser Fläche Pflanzaktionen und Umweltbildungsaktionen durchführen kann – immer durch Trinkwasserwald e.V. organisiert und beaufsichtigt. Die örtliche Forstpartie ist jeweils informiert und beteiligt sich an diesen Aktionen. Die Waldfläche ist bewusst so gewählt, dass sie öffentlich zugänglich ist, so dass die SchülerInnen ihren Eltern zeigen können, was sie dort geleistet haben. Darüber hinaus ist die Waldfläche durch eine entsprechende Holz-Infotafel gekennzeichnet, auf der das Projekt und die Partner dargestellt sind.

Bereits bei der Vorbereitung der Fläche im November 2015 halfen Schüler der NaWi-Profilklassen 7a und 7f mit ihren Klassenlehrerinnen tatkräftig mit. Da erst mit Kindern ab ca. 12 Jahren Pflanzungen sinnvoll möglich sind (körperliche Kraft, Aufmerksamkeit, etc) haben wir in Absprache mit der Heinrich-Hertz-Schule jeweils die siebten und achten Klassen eines Jahrganges für die Beteiligung an den Trinkwasser-Pflanzaktionen ausgewählt – zumal in den Klassen auch der Unterricht zum Thema Umweltbildung und Umweltschutz stattfindet. Da es sich um ein mehrjähriges Projekt handelt, wird so der „Staffelstab“ von der ersten Vorbereitung, über selbst durchgeführte Pflanzungen, bis hin zu Pflege der Kulturen in diesen Klassen weitergegeben und so vor-gelebte Nachhaltigkeit nachvollziehbar vermittelt.

Die Schule selbst informiert in ihren Räumen durch entsprechende Aushänge und Infotafeln und bei schuleigenen Veranstaltungen Schüler- und Elternschaft über das Projekt.

Mit dem Schulwald wird vor allem die heimische Baumart Buche – die sogenannte Mutter des Waldes - gefördert. Sie schützt den Boden und mit ihrem Laub baut sie außerdem die Humusschicht auf dem Boden auf, da sich das Laub gut zersetzt. Die Pflanzungenn erhöhen außerdem die biologische Vielfalt, in dem sie Vögeln und Insekten Lebensraum und Nahrung bietet und die Pflanzung generiert und sichert im Bundesdurchschnitt 800.000 Liter mehr Grund- bzw. Trinkwasser von hoher Qualität je Jahr und Hektar – und das über Generationen hinweg.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Noch immer werden 60 Prozent des Deutschen Waldes durch ökonomisch motivierte Monokulturen der meist standortfernen Arten, wie Fichte, Kiefer und Douglasie, dominiert. Als Monokulturen gepflanzt, beheimaten sie eine geringe Vielfalt an Vertretern der Flora und Fauna. Laubmischwälder hingegen beherbergen als komplexe Ökosysteme eine große Anzahl von Lebewesen. Sie nehmen global Einfluss auf unsere Wasser- und klimatischen Kreisläufe. Sie sind darüber hinaus mit ihren vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, Holz- und Energievorräten Garanten unseres Reichtums. Dabei prägen die unterschiedlichen Beziehungen zwischen den verschiedenen Lebewesen im Wald das Zusammenleben und die weitere Evolution der Arten.


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Dokumente

TWW_Prinzip Trinkwasserwald-A4.pdf

 

Besuchen Sie uns

Revierförsterei Klövensteen

Rissener Weg 39
25482 Appen

Öffnungszeiten: 9-15

Herr Nils Fischer

 

Weitere Infos

Trinkwasserwald e. V. und die Heinrich-Hertz-Schule
Appen

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