Artenschutz für die Wechselkröte in Köln

Mit Hilfe von Artenschutzmaßnahmen werden die Restbestände der Wechselkröte erhalten und gefördert sowie eine Wiederausbreitung der Art durch Anlage von Verbundstrukturen ermöglicht. Gleichzeitig wird die Art hinsichtlich Pilzbefall und deren Auswirkungen sowie bzgl. der Folgen der Isolation von Populationen genetisch erforscht.

Köln ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt bzgl. der Amphibienarten, so kommen dort 14 heimische Arten vor. Einige dieser Arten sind jedoch gefährdet. So ist in Köln der Bestand der Wechselkröte von Ende der 1980er bis 2014 / 2015 um mehr als 50 % geschrumpft, wobei die meisten der restlichen Kölner Vorkommen nur noch aus kleinen Populationen bestehen. Aus diesem Grunde werden große Anstrengungen unternommen, um die Restbestände der Wechselkröte erhalten und zu fördern sowie eine Wiederausbreitung der Art durch Anlage von Verbundstrukturen (insb. "Trittstein-Laichgewässer") zu ermöglichen. Seit 2014 wurden (inkl. der noch im Bau befindlichen Teiche) folgende Laichgewässer für die Wechselkröte in Köln angelegt:
9 Laichgewässer in Feldfluren
16 Laichgewässer außerhalb der NSG
13 Laichgewässer innerhalb der NSG
Alle Laichgewässer werden jährlich gepflegt.
Innerhalb des Artenschutzes werden noch weitere Leistungen von der NABU-Naturschutzstation für die Wechselkröte erbracht:
- Bestandskontrollen / Effizienzkontrollen
- Umsiedlung von Austrocknungsopfern unter Wechselkröten-Larven
- Beratung der Behörden
- Öffentlichkeitsarbeit
- Kooperation mit Kiesgruben-Betreibern
Der Kölner Zoo und die TU Braunschweig (in Verbindung mit der Universität Köln) engagieren sich u.a. folgendermaßen:
- Bau einer Dauerausstellung mit Terrarien / Aquarien und Informationstafeln (zur Wechselkröte) im Zoo
- Bau einer Aufzuchtstation (für Wechselkröten-Larven) im Zoo, um bestandsbedrohte, kleine Populationen der Wechselkröte zu stützen und/oder neu angelegte Laichgewässer mit Wechselkrötenlarven zu „impfen“ und hierdurch eine kleine „Trittstein-Population“ zu initiieren.
- Betreuung von studentischen Praktikanten (die bei der Erfassung von Wechselkröten mitwirken) sowie weiterer Bachelor- und/oder Master-Arbeiten zum Chytrid-Pilz und zur Genetik.
Ziel aller Aktivitäten ist einerseits die Bestände der Wechselkröten zu erhöhen und andererseits weiter Ursachenforschung bzgl. der Gefährdungsfaktoren zu betreiben.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Die Wechselkröte ist einerseits ein wichtiger Bestandteil der biologischen Vielfalt in Köln und andererseits werden durch die Artenschutzmaßnahmen (insb. die Anlage von Gewässern) viele weitere Tierarten gefördert, wie z.B. andere Amphibienarten sowie Libellen und andere Wasserorganismen. Von der Wiederherstellung von Sandböschungen (als Winterquartiere für Wechselkröten) und offenen Flächen profitieren auch die Wildbienen. Es wird somit auch insgesamt die biologische Vielfalt in Köln durch die Wechselkröten-Maßnahmen gefördert.


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Finkens Garten

Friedrich-Ebert-Straße 49
50996 Köln

Öffnungszeiten: 8:00 - 16:00

Herr Elmar Schmidt

 

Weitere Infos

NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, Kölner Zoo, TU Braunschweig
Köln

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