Wussten Sie schon, warum Wapitis schreien wie kleine Mädchen? (Kopie 1)

Der hohe Schrei der nordamerikanischen Wapitis passt so gar nicht zu ihrer imposanten Statur und ihrem Kampfgewicht von bis zu 320 kg. Biologen haben nun erstmals erforscht, wie die Hirsche die seltsam schrillen Laute erzeugen.

Normalerweise haben große Tiere längere Stimmbänder als kleine und erzeugen damit im Vergleich tiefere Töne. Umso erstaunlicher sind die Rufe der Wapitis, der größten Hirsche Nordamerikas. Statt einem tiefen Röhren, erzeugen sie schrille, hohe Töne, die über große Entfernungen hörbar sind. David Reby von der University of Sussex und seine Kollegen haben diese Eigenartigkeit näher untersucht: Als sie die Frequenzen der Rufe aufschlüsselten, entdeckten sie neben den hohen Tönen von bis zu 4.000 Hertz auch einen sehr viel tieferen Ton. Mit einer Frequenz von rund 150 Hertz entspricht dieser viel eher dem Röhren, das man von einem Hirsch dieser Größe erwarten würde. Jedoch wird der tiefe Ton von dem sehr viel dominanteren Pfeifen fast vollständig übertönt.

Um herauszufinden wie Wapitis die doppelten Töne erzeugen, untersuchten die Forscher Kehlkopf und Nasenbereich der Tiere. Dabei zeigte sich: Die Stimmbänder haben eine Länge von stolzen 3,5 cm. So erzeugen sie das tiefe Röhren. Für die hohen Töne ist dagegen ihr Gaumensegel verantwortlich. Dieses reicht bis tief in den Rachen der Wapitis und fängt im Luftstrom zu schwingen an. Hierdurch entsteht das hohe Pfeifen. Eine raffinierte Konstruktion: Wapitis können so mit nur einem Schrei ihre Konkurrenten einschüchtern und Weibchen aus der Ferne anlocken.

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Wapitis stoßen unerwartet hohe Schreie aus. Foto: © Yathin S Krishnappa/ CC-by-sa 3.0

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