Wussten Sie schon, warum Enten auf Eis nicht festfrieren?

Stellen Sie sich vor, Sie würden barfuß durch Schnee oder über vereiste Flächen gehen. Nach wenigen Schritten würden Ihre Füße völlig auskühlen. Wasservögel wie Enten oder Schwäne sind da weit weniger empfindlich. Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso sie mit ihren federlosen Füßen auf Eisflächen nicht festfrieren?

Tatsächlich kümmert es Wasservögel im Winter kaum, wenn Seen, Teiche oder sogar Flüsse eingefroren sind. Denn die Temperatur ihrer Füße wird im sogenannten Wundernetz nach dem Prinzip des Wärmetauschers reguliert. Feine arterielle Blutgefäße führen das Blut vom Körper aus in die Füße. Dort fließt es nah an den Venen vorbei und wärmt mit seinen 40 Grad das benachbarte kalte Blut.

Die Entenfüße sind gut durchblutet – allerdings mit recht kühlem Blut. Deshalb schmilzt das Eis unter ihnen auch nicht. So können die Vögel lange über Eis watscheln, ohne zu frieren oder gar auf der kalten Fläche kleben zu bleiben.

Und auch der restliche Vogelkörper ist gut auf winterliche Temperaturen eingestellt: Weiche Daunen halten die Tiere schön warm. Die großen Deckfedern schützen wiederum die empfindlichen Daunen vor Nässe. Zusätzlich fetten Wasservögel das Deckgefieder mit einem öligen Sekret ein, das in der Bürzeldrüse produziert wird. Wasser perlt so ganz einfach von den Federn ab, ohne in die untere Schicht zu dringen.

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Auch wenn's mal richtig eisig wird: Entenfüße kühlen nicht aus.

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