Wussten Sie schon, dass Wiesenorchideen sich von Pilzen versorgen lassen?

Grünblättrige Orchideen, die unter stark eingeschränkten Lichtverhältnissen leben, decken ihren Kohlenstoffbedarf über benachbarte Pilze. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass dieses Verhalten auch bei Orchideen vorkommt, die sich vollständig selbst versorgen könnten.

Erst vor wenigen Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass grünblättrige Orchideen eine Symbiose mit Pilzen eingehen. Mit den unterirdischen Versorgungsnetzen stocken sie ihren Kohlenstoffvorrat auf und decken so ihren Bedarf. Die Untersuchungen wurden nun erstmals auf Orchideen ausgeweitet, die dem Sonnenlicht ohne Einschränkungen ausgesetzt sind.

 

Die Wissenschaftler verglichen Orchideenarten, die Kohlenstoff teilweise von Pilzen beziehen, mit solchen, die auf sonnigen Bergwiesen in den Alpen heimisch sind. Das Ergebnis: Die mit Sonnenlicht gut versorgten Orchideen gehen lieber eine Symbiose mit Pilzen ein, als sich komplett selbständig zu ernähren – obwohl sie es könnten. Grund sind vermutlich Konkurrenzvorteile. Zudem überstehen sie mit Hilfe der Pilzpartner ungünstige klimatische Bedingungen theoretisch über mehrere Jahre hinweg unter der Bodenoberfläche.

 

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Wiesenorchideen der Spezies Dactylorhiza fuchsii, auch „Fuchssche Kuckucksblumen“ genannt. | ©Julienne Schiebold

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