Wussten Sie schon, dass Totengräber während der Brutpflege nicht auf Flirt-Kurs sind?

Totengräber sind fürsorgliche Eltern: Bis die kleinen Käferlarven groß genug sind, um sich selbstständig durch einen Kadaver zu fressen, werden sie von Mama und Papa „von Mund zu Mund" gefüttert. Das ist für die Käfereltern ziemlich anstrengend.

Daher widmen sich insbesondere Weibchen ausschließlich dem bedürftigen Nachwuchs, statt neue Nachkommen zu zeugen. Paarungsversuche von Totengräber-Männchen in der Brutpflegephase blocken sie ab. Wie das genau aussieht, wenn Sie Ihm die kalte Schulter zeigt, fanden Biologen der Universität Ulm mit Fachkollegen der Uni Regensburg und Jena heraus.

 

Die mit der Brutpflege beschäftigte Mutter signalisiert dem Vater über ein flüchtiges Pheromon ihre vorübergehend unterbrochene Eiablage. Diese hält an, solange die Käferlarven auf die elterliche Fütterung angewiesen sind. Mit dem leicht flüchtigen Anti-Aphrodisiakum signalisiert die Totengräber-Mutter dem Partner ihren „unpässlichen“ Reproduktions- und Hormonzustand. Dem Insektenmännchen vergeht bei diesem Duft ganz schnell die Lust.

 

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Ein Totengräber füttert seinen Nachwuchs mit vorverdautem Aas. Foto: Heiko Bellmann

Ein Totengräber füttert seinen Nachwuchs mit vorverdautem Aas. Foto: Heiko Bellmann

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