Wussten Sie schon, dass Seehunde selbst gut getarnte Plattfische finden können?

Bei der Jagd sind Seehunde gewiefter als bisher angenommen. Denn sie nutzen die Atemströmungen ihrer Beutefische, um diese unter Wasser ausfindig zu machen. Das fanden Forscher der Universität Rostock kürzlich heraus.

Plattfische, wie beispielsweise Flundern, sind für Seehunde beliebte Beutetiere. Doch oft verstecken sich diese gut getarnt am Meeresgrund im Sand. Dagegen wenden Seehunde eine bisher unbekannte Technik an: Sie machen sich die Strömungen zu nutze, die durch den Atem der Plattfische entstehen, um diese zu finden – selbst bei schlechten Sichtverhältnissen. Denn die Seehunde spüren die Wasserbewegungen der Atemströmungen mit ihren Barthaaren auf und können diese von anderen Strömungen, zum Beispiel durch Wind und Wellen, unterscheiden.

Neben der sinnes- und kognitionsbiologischen Bedeutung sehen die Forscher des Marine Science Center der Universität Rostock auch eine ökologische Relevanz. Weitere Forschungen zu Faktoren, die diese Jagdtechnik stören können, sind in Planung.

Kann sich bei der Jagd ganz auf seine Barthaare verlassen: Der Seehund. | © Hans Peter Dehn/pixelio.de

Kann sich bei der Jagd ganz auf seine Barthaare verlassen: Der Seehund. | © Hans Peter Dehn/pixelio.de

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