Wussten Sie schon, dass Reptilien und Vögel Geräusche anhand eines Tunnels im Kopf orten?

Ob feindliches Tier oder Beute: Im Tierreich ist es von großer Bedeutung, die genaue Position einer Geräuschquelle bestimmen zu können. Menschen bestimmen die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, anhand des Zeitunterschiedes, mit dem ein Schallsignal an beiden Ohren ankommt.

Frösche, viele Reptilien und auch Vögel haben diese Möglichkeit nicht, da ihr Ohrabstand oft nur wenige Zentimeter beträgt. Bei ihnen sorgen Signale in einem luftgefüllten Hohlraum zwischen den Trommelfellen für die Ortung. Wissenschaftler sprechen hierbei von „intern gekoppelten Ohren“. Insgesamt besitzen mehr als 15.000 Arten diesen inneren Tunnel.

 

Diese Tiere haben zwei verschiedene Methoden des Hörens entwickelt. Bei Tönen, die tiefer als die Grundfrequenz des Trommelfells sind, wird der Zeitunterschied im Tunnel bis zu fünffach verstärkt. Liegen die Töne hingegen in einer höheren Frequenz kommt es auf den Unterschied im Lautstärkenpegel an, mit dem das Signal an beiden Ohren wahrgenommen wird. Diese Lautstärkendifferenz entsteht allein durch die Kopplung der beiden Ohren.

 

Zur Meldung der Technischen Universität München

Ein luftgefüllter Kanal verbindet die Ohren der Eidechse im Inneren und ermöglicht ihr das Richtungshören. Bild: Frieder Mugele, Universität Twente

Ein luftgefüllter Kanal verbindet die Ohren der Eidechse im Inneren und ermöglicht ihr das Richtungshören. Bild: Frieder Mugele, Universität Twente

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