Wussten Sie schon, dass Kugelfische wahre Künstler sind?

1995 haben Taucher vor der japanischen Küste erstmals mysteriöse geometrische Formen am Meeresboden entdeckt. Erst rund 20 Jahre später wurde das Rätsel um die künstlerischen Gebilde gelüftet: Hinter den bis zu zwei Meter großen Mustern im Sand stecken gerade einmal 12 Zentimeter große Kugelfischmännchen der Gattung Torquigener. Doch was bezwecken die in den Sand gebauten Paläste?

Acht Tage lang beackert der extrem giftige Fisch liebevoll die ausgesuchte Sandfläche, um eine Art Nest für seinen Nachwuchs zu bauen. In sorgfältiger „Flossenarbeit“ verwendet er Muscheln und kleine Anemonen als Verzierung. Das vollendete Meisterwerk sieht nicht nur spektakulär aus, sondern erfüllt auch einen ganz bestimmten Zweck: Wie Forscher im Labor herausfanden, mindern die Wälle und Mulden die Meeresströmungen am Boden. Das Weibchen kann hier seine Eier ablegen, ohne dass diese fortgeschwemmt werden.

Nach der kurzweiligen Beziehung des Kugelfischpärchens ist das Männchen alleine für den Schutz des Nachwuchses verantwortlich und kümmert sich rührend um seine ungeschlüpften Kinder: Er fächert ihnen unerlässlich frischen Sand und sauerstoffreiches Wasser mit seinen Flossen zu. Gleich nach der Eiablage macht sich das Weibchen nämlich schnell aus dem Staub. Wenn alle Eier an Ort und Stelle bleiben, war die Mühe des begabten Künstlers nicht umsonst und die Kugelfisch-Jungen können wohl behütet das Licht der Welt erblicken.

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Ganz schön fleißig: Damit sein Nachwuchs vor Meeresströmung geschützt schlüpfen kann, baut das Kugelfischmännchen wahre Paläste. | Foto: National Geographic / Courtesy Kimiaki Ito

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