Wussten Sie schon, dass auch Korallenpolypen sich küssen, umarmen und miteinander kämpfen?

Korallenriffe sind aus dem Weltall zu sehen, doch diejenigen, die sie erschaffen, sind nur wenige Millimeter groß: die Korallenpolypen. Forscher der University of California in San Diego haben ein neues Unterwasser-Mikroskop entwickelt, das Live-Bilder aus diesem Mikrokosmos des Meeres liefert.

Das Mikroskop enthüllte schon einige bisher unbekannte Verhaltensweisen von Korallenpolypen. So scheinen sich benachbarte Artgenossen regelrecht zu umarmen. Sie halten dabei teilweise ihre Münder aneinander, als würden sie sich küssen – offenbar eine ozeanische Art des Food-Sharing. Artfremde Polypen hingegen rangeln um den besten Platz an der Sonne und bekämpfen sich mit chemischen Substanzen.

 

Dank des neuen Mikroskops gelang es den kalifornischen Forschern schon, die Mechanismen der tödlichen Korallenbleiche aufzudecken. Jetzt erwarten sie weitere Einblicke in das Verhalten von Korallenpolypen und die im Ozean wirkenden Mikro-Prozesse. Nur so könne es gelingen, die Ökologie des Meeres besser zu verstehen, sagt Seniorautor Jules Jaffe von der University of California.

 

Publikation auf nature.com (englisch)

PM auf der Website der UC San Diego (englisch)

Meldung bei Scinexx.de

Nur wenige Millimeter groß: Polypen der Koralle Pocillopora damicornis, aufgenommen mit dem neuen Unterwasser-Mikroskop. | ©Andrew Mullen

Nur wenige Millimeter groß: Polypen der Koralle Pocillopora damicornis, aufgenommen mit dem neuen Unterwasser-Mikroskop. | ©Andrew Mullen

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