...dass Vielfalt bei Motten für eine hohe Population sorgt?

Ein internationales Forscherteam hat bei einer jahrelangen Studie herausgefunden, dass bei Arten, die sich durch große Varianz in der Farbzeichnung hervortun, die Populationen stabilere Zahlen aufweisen.

Bei dem Forschungsprojekt in Schweden fanden die Wissenschaftler insgesamt über 115.000 Motten in 246 Arten, die sie je nach Unterschieden in der Musterung in drei Gruppen aufteilten. Dabei wurden mehr Individuen von Arten erfasst, die stärker in der Musterung variieren. Bei der Gruppe der wenig variierenden Zeichnungen gab es zudem die stärksten Schwankungen. Die Forscher sind sich sicher, dass diese Schwankungen mit den Unterschieden in Farbe und Musterung zusammenhängen. Sie gehen davon aus, dass die größere Varianz die Motten besser tarnt und so vor dem Entdecken durch Fressfeinde schützt.

Die Erkenntnisse können langfristig helfen, die Gefährdung von bestimmten Arten vorauszusagen. Auch für die Landwirtschaft können wichtige Schlüsse zu Schäden durch Populationsschwankungen gezogen werden.

 

Zur Originalmeldung beim Helmholtz Zentrum für Umweltforschung

Das Foto zeigt eine Zahneule (Hada plebeja), ein kälteliebender Nachtfalter der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). In der Studie zeigte er eine abwechslungsreiche Färbung. | © Martin Wiemers/ UFZ

Aktuelles, Projekte und Termine in unserem Newsletter
*Pflichtfeld