...dass Moose gegen zu viel Feinstaub in der Luft helfen können?

Moose haben durch ihre besondere Struktur eine extrem große Oberfläche, die Feinstaub elektrostatisch festhält. Die Gewächse könnten also dabei helfen, die Feinstaubbelastung in den Städten zu reduzieren. Forscher der Universität Stuttgart testen die Wirksamkeit jetzt unter realen Bedingungen.

Die Feinstaubbelastung in den Städten ist in den letzten Jahren immens angewachsen - inklusive aller negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität. In den Ballungsgebieten ist vor allem der Straßenverkehr dafür verantwortlich.

Jetzt könnte es bald eine biologische Methode geben, Feinstaub aus der Luft zu filtern. Am Neckartor in Stuttgart, der Straße mit der höchsten Feinstaubbelastung Deutschlands, testen Forscher der Uni Stuttgart jetzt, was sie im Labor schon nachgewiesen haben: mit einer Wand aus Moos. In der extrem großen Oberfläche (bis zu 0,17 m_/cm_) der Moose wird Feinstaub gebunden. Denn die Pflanze nimmt Ammoniumnitrate auf, deren Anteil am Feinstaub bis zu 50 Prozent beträgt, und wandelt diese in Pflanzenmasse um. Insgesamt können damit bis zu 75 Prozent des Feinstaubs beseitigt werden.

 

Pressemeldung auf der Seite der Uni Stuttgart

Moose könnten bald unsere Städte bedecken und so für sauberere Luft sorgen | © segovax / pixelio.de

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