...dass Miesmuscheln Knochenimplantaten beim Anwachsen helfen können?

Nach Unfällen oder nach der Entfernung von Tumoren müssen beschädigte Knochen oft von Implantaten ersetzt werden. Doch wachsen diese nur sehr schwer an den Knochen an. Miesmuscheln könnten dieses Problem lösen.

Für über 95 Prozent der Knochenimplantate wird Titan verwendet. Denn das Metall ist besonders stabil, korrosionsbeständig und verträglich. Ein Problem ist allerdings, dass Implantate von den Knochenzellen oft abgestoßen werden. Das zieht den Heilungsprozess in die Länge und steigert das Risiko gefährlicher Entzündungen.


Die Lösung dieses Problems könnte aus der Natur kommen: Die Miesmuschel produziert einen Klebstoff, mit dem sie es schafft, sich an nahezu jeden Schiffsrumpf zu heften. Diesen Kleber haben Biochemiker der Universität Leipzig untersucht und die Eiweiße nachgebaut, die für die klebende Eigenschaft verantwortlich sind. Im Tiermodell testen die Forscher nun, ob Knochenzellen mit dem Kleber leichter an die Implantate andocken können. Der Heilungsprozess nach Implantationen würde dadurch erheblich verbessert.


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Inspiration für Biochemiker: Miesmuschel-Klebstoff | © Gabriele Planthaber / pixelio.de

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