... dass manche Frösche wahre Artisten sind?

Etwa ein Viertel der weltweit mehr als 6.600 Froscharten lebt in Bäumen und Sträuchern. Um nach einem Sprung auf den schmalen Ästen und Zweigen sicher zu landen, vollbringen die Tiere richtige Kunststücke. Das haben jetzt Wissenschaftler der Uni Kiel herausgefunden und dokumentiert.

Der südamerikanische Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch (Trachycephalus resinifictrix) beispielsweise streckt nach dem Absprung alle Viere von sich und bleibt mit Vorder- oder Hinterbein am Ast kleben, bevor er sich dann wie ein Akrobat am Reck um den Ast herum schwingt. Manche Landetechniken erinnern hingegen eher an einen Bauchklatscher. Dabei bewegt sich der Frosch mit durchschnittlich 1,3 Metern pro Sekunde durch die Luft. Landet er, halten seine Haftscheiben an den Zehenspitzen das bis zu 14-fache des Körpergewichts fest. Besonders eindrucksvoll zeigen die Highspeed-Videoaufnahmen die Landeakrobatik (Urheber/Copyright: AG Funktionelle Morphologie und Biomechanik).

 

Zur Originalpressemeldung der Universität zu Kiel.

Nahaufnahme der Frosch-Zehen. An den Zehenspitzen befinden sich Haftscheiben. | © AG Funktionelle Morphologie und Biomechanik

Zeichnung der unterschiedlichen Landetechniken: (A) Landung auf dem Bauch; (B) Vorderbein haftet, Schwung über den Ast; (C) Vorderbein haftet, Schwung unter den Ast; (D) Hinterbein haftet | © Nienke Bijma

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