...dass Bakterien zur Herstellung von Schmerzmitteln und Kosmetika verwendet werden?

Wissenschaftler der TU Freiberg haben ein Bakterium entdeckt, das zur Herstellung von Medikamenten und Kosmetika dienen kann. Die neue Art hat einen biotechnologisch sehr interessanten Stoffwechsel und wurde auf den altlateinischen Namen der Stadt Freiberg Sphingopyxis fribergensis getauft.

Besonders interessant an dem neuen Bakterium ist, dass mit seiner Hilfe bestimmte Enzyme gewonnen werden können. Diese Enzyme können bestehende chemische Verfahren erheblich vereinfachen und umweltfreundlicher gestalten – zum Beispiel die Herstellung von Medikamenten und Kosmetika. Enzymatische Reaktionen sind oft sehr genau, brauchen keine hohen Temperaturen und produzieren kaum Abfälle.

Den Forschern soll Sphingopyxis fribergensis dazu dienen, aus nachwachsenden Rohstoffen sogenannte Phenylessigsäuren zu gewinnen. Diese werden für die Herstellung von Antibiotika, Schmerzmitteln oder Virustatika verwendet und kommen auch in der Duftstoff- und Aromaindustrie zum Einsatz.

 

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Bakterienkolonien des Bakteriums Sphingopyxis fribergensis unter dem Rasterelektronenmikroskop | © TU Bergakademie Freiberg / Michel Oelschlägel/ Gert Schmidt

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