Schwalben und Mauersegler sind im Saarland willkommen!

Umweltminister Reinhold Jost übergibt NABU-Initiative heute Ernennung zum offiziellen Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Lebach, 8. Oktober 2016 – Früher galten Schwalben als Glücksboten. Heute haben sie es vielerorts schwer. Deutschlandweit gehen ihre Bestände stark zurück. Sie stehen daher unter Naturschutz. Im Saarland kümmert sich der NABU Landesverband darum, dass Schwalben und Mauersegler wieder bessere Brutbedingungen erhalten. Neben einer Erfassung der Schwalbenbestände unterstützt die Initiative Haus- und Grundstückseigentümer, die Nisthilfen anbringen oder Schlammpfützen anlegen wollen. Für dieses beispielhafte Engagement erhält der Verein heute aus den Händen des saarländischen Umweltministers Reinhold Jost die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

 

Ziel des ehrenamtlichen Schwalbenschutzprojekts des NABU Saarland e. V. ist es, die noch vorhandenen Schwalben- und Mauerseglerbestände zu erhalten, neue Nistplätze zu schaffen und die Öffentlichkeit zu informieren und zu motivieren, sich für die „Glücksboten“ stark zu machen. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2015 wurden bereits mehr als 100 Nisthilfen angebracht. Das Projekt setze sich im Saarland mit Schutzmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit vorbildlich für die Förderung zweier geschützter Vogelarten ein, lautet die Begründung der Jury der UN-Dekade Biologische Vielfalt für die Auszeichnung.

 

Auf der Webseite des Projekts finden Haus- und Grundstückseigentümer viele nützliche Tipps und Informationen, was sie für die Tiere tun können. Dort erfährt man, wie man eine Schlammpfütze anlegt, damit Schwalben ihr bevorzugtes Nestbaumaterial finden oder wie man ein Kotbrett zum Auffangen des Schwalbenkots unter den Nestern montiert. Die Verschmutzung durch Schwalbenkot ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass Schwalbennester entfernt werden. Wer sich für die Vögel engagiert, wird mit einer Plakette „Schwalben willkommen“ belohnt.

 

Schwalben und Mauersegler sind Indikatoren für einen intakten und artenreichen Siedlungsraum. Die schnellen Flugkünstler sind hervorragende Insektenjäger. Auch Stechmücken und Stubenfliegen stehen auf ihrem Speiseplan. Größere Schwalbenkolonien können hier durchaus einen erheblichen Beitrag zur Kontrolle der Insektenbestände leisten. Sie sind also nicht nur nette, sondern auch durchaus nützliche Nachbarn. 

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Sie will damit die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusster machen und persönliches Handeln zum Schutz und zur Erhaltung der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene anstoßen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde.

In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Webseite

Website des Projekts

www.schwalbenwillkommen-nabu-saar.de

Ansprechpartner beim Projekt

Jutta Koop
Tel: 0611-815-1491

jutta.koop(at)umwelt.hessen.de

Pressekontakt UN-Dekade Biologische Vielfalt

Pit Rauert
Tel: 0228-97734-42

presse(at)undekade-biologischevielfalt.de 

Pressekontakt

Pit Rauert

UN-Dekade Biologische Vielfalt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0228 977 34 20
presse(at)undekade-biologischevielfalt.de

Schwalben und Mauersegler sind im Saarland willkommen. (c) NABU Landesverband Saarland e. V.

Schwalben und Mauersegler sind im Saarland willkommen. (c) NABU Landesverband Saarland e. V.

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