„Nettis Naturkinder“ wird offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Das Naturpädagogikprojekt der Stiftung Wald und Wild Mecklenburg-Vorpommern verschafft Vorschulkindern aus Hamburg positive Naturerlebnisse.

Das Projekt „Nettis Naturkinder“ führt dreimal pro Woche naturpädagogische Exkursionen mit Vorschulkindern aus sozial benachteiligten Hamburger Stadtteilen durch. Mit diesem Angebot ermöglicht die Stiftung Kindern, die oft keinen Bezug zur Natur haben, positive Erlebnisse in der Natur und schafft unkomplizierte Zugänge zur biologischen Vielfalt. Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, und Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier-Stiftung, übergaeben die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt am 29. Februar 2020 in Crivitz im Beisein von Dr. Florian Asche, Vorstand der Stiftung Wald und Wild.

Die naturpädagogischen Ausflüge finden in kleinen Gruppen von bis zu sieben Kindern unter Leitung der zertifizierten Waldpädagogin Annette von Karp („Netti“) statt, die zugleich Geschäftsführerin der Stiftung Wald und Wild ist. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Ausflüge werden saisonal festgelegt. Die Kinder stammen meist aus Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Aktuell sind etwa 40 Kinder regelmäßig beteiligt. Jedes Kind nimmt zweimal im Monat an einem der kostenlosen Ausflüge teil.

Gemeinsam mit einer vertrauten Betreuerin aus der jeweiligen Kita führt „Netti“ die Kinder in Wildparks, auf Forsthöfe, zu Bauern, zu einem Fischer und anderen Projektpartnern. Hier lernen die Kinder die Natur und ihre Bewohner im Wechsel der Jahreszeiten kennen. Sie erleben, dass die Wildtiere im Frühjahr Nachwuchs bekommen und beobachten, wie die Jungen im Laufe des Jahres heranwachsen. Die Kids lernen Waldbäume unterscheiden, Fährten lesen und heimische Wildfrüchte kennen. Die je nach Jahreszeit gesammelten Erdbeeren, Äpfel oder Waldpilze werden anschließend gemeinsam zubereitet und verspeist. Zum Programm gehört auch ein Blick in die Kühlkammer des Forsthofes. Hier können die Kinder zuschauen, wie Wild zerlegt und bspw. zu Hackfleisch verarbeitet wird.

Das Projekt trägt dazu bei, Kindern einen positiven Zugang zur Natur zu vermitteln. Die Erlebnisse sensibilisieren sie in unkomplizierter Weise für die Bedeutung der biologischen Vielfalt sowie deren Pflege und nachhaltige Nutzung.

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Sie will die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusster machen und persönliches Handeln zum Schutz und Erhalt der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene anstoßen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde.

In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Zusätzlich zum regulären Wettbewerb zeichnet die UN-Dekade seit 2017 im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ auch vorbildliche Projekte aus, die das soziale Miteinander fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

Bewerben können sich bis 17. April 2020 Einzelpersonen oder -initiativen, institutionelle Projektträger wie Verbände, Stiftungen und Unternehmen sowie staatliche und nicht-staatliche Organisationen. Die Bewerbung erfolgt über die Webseite der UN-Dekade. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Webseite

Projektträger

Stiftung Wald und Wild MV
Forstamt Schildfeld
An der Schildmühle 6a
19260 Vellahn-Schildfeld

Ansprechpartner

Annette von Karp
Tel.: 0173 432111
info@stiftung-waldundwild.de
www.stiftung-waldundwild.de

Pressekontakt

Pit Rauert

UN-Dekade Biologische Vielfalt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0228 977 34 20
presse(at)undekade-biologischevielfalt.de

Im Naturpark Uhlenkolk lernen die Naturkinder die Baumarten kennen. Sie fühlen, riechen z. B. den Zitronenduft der Douglasie und entdecken und begreifen wie wichtig das Totholz im Wald ist. Foto: Stiftung Wald und Wild Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Projektträger

Im Naturpark Uhlenkolk lernen die Naturkinder die Baumarten kennen. Sie fühlen, riechen z. B. den Zitronenduft der Douglasie und entdecken und begreifen wie wichtig das Totholz im Wald ist. Foto: Stiftung Wald und Wild Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Projektträger

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