„Kulturimkerei“ wird offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken und der Mainzer Generalvikar übergeben die Auszeichnung heute in Bingen

Bingen am Rhein, 2. September 2016 – Bienen sind nicht nur ein Schlüssel zur Vermittlung der biologischen Vielfalt. Sie können auch zu einem besseren Verständnis unterschiedlicher Kulturen beitragen. Bester Beweis dafür ist ein gemeinsames Projekt des Vereins Schwarmkultur und der Jugendhilfe St. Hildegard in Gau Algesheim. Einheimische Jugendliche kümmern sich in der „Kulturimkerei“ gemeinsam mit jungen Flüchtenden um Bienenvölker. Sie lernen dabei viel über das wechselseitige Verhältnis zwischen Bienen und Biodiversität und über kulturelle Unterschiede im Umgang mit Natur und Schöpfung. Für die modellhafte Verbindung von Jugendpflege und Integrationsarbeit mit Aktivitäten für die biologische Vielfalt wird das Projekt zum offiziellen Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ernannt.

 

Die Auszeichnung übergeben die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken und der Mainzer Generalvikar Dietmar Giebelmann heute im Rahmen des „Tags der Schöpfung“ in Bingen.

 

Die Jugendlichen bewirtschaften gemeinsam mehrere Bienenvölker in einer Mikroimkerei und dokumentieren ihre Arbeit und die lokale biologische Vielfalt in Fotos und Filmen. Ziel der Initiative ist es, dass die jungen Menschen ein Gespür dafür entwickeln, wie Naturwahrnehmung und Wertschätzung der Biodiversität mit kultureller Prägung zusammenhängen. Das soll das Verständnis untereinander und für die biologische Vielfalt fördern.

 

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit einem örtlichen Kindergarten, dessen „Bienengruppe“ die Patenschaft über einen Bienenschaukasten übernommen hat. Dieser steht zentral neben der katholischen Kirche und ermöglicht gefahrlose Einblicke in das Leben eines Bienenvolkes. Einmal im Jahr im Sommer wirbt der Verein für sein Projekt mit einem „Honig-Schleuderfest“. Nach Absprache sind auch Besuche bei den Bienen im Dachstuhl der Kirche möglich.

 

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Sie will damit die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusster machen und persönliches Handeln zum Schutz und Erhalt der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene anstoßen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde.

 

In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen oder -initiativen als auch institutionelle Projektträger wie Verbände, Stiftungen, Unternehmen und staatliche Organisationen. Die Bewerbung erfolgt über die Webseite der UN-Dekade. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

 

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Webseite

Website des Projekts

 

Ansprechpartner beim Projekt:

Dennis Feser

Tel.:067259987133

post@schwarmkultur.org

 

Pressekontakt UN-Dekade Biologische Vielfalt

Pit Rauert

Tel: 0228-97734-42

presse(at)undekade-biologischevielfalt.de  

Pressekontakt

Pit Rauert

UN-Dekade Biologische Vielfalt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Kulturimkerei: Durch den direkten Kontakt mit den Bienen wird Angst zu Respekt und Faszination. Foto: Kulturimkerei | Kostenfreie Nutzung nur im Zusammenhang mit dieser Nachricht.

Umweltministerin Höfken (links) überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit Bischof Karl-Heinz Wiesemann (rechts) und Diözesanadministrator Dietmar Giebelmann (2.v.r.). Foto: Bistum Mainz | Kostenfreie Nutzung nur im Zusammenhang mit dieser Nachricht.

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