Wussten Sie schon, warum Eichen uralt werden?

Die Eiche ist in Deutschland der wohl symbolträchtigste Baum. Schon bei den Germanen galt sie als Zeichen für Standhaftigkeit und Unsterblichkeit. Kein Wunder, denn sie erreicht leicht ein Alter von mehreren 100 Jahren. Französische Forscher haben nun zwei Gründe für diese Langlebigkeit entdeckt.

Das Team rund um den Wissenschaftler Christophe Plomion von der Université de Bordeaux sequenzierte dafür das Erbgut der in Europa weit verbreiteten Stieleiche, die auch Deutsche Eiche genannt wird. Im Genom fand das Team Hinweise auf gleich zwei wichtige Methusalem-Eigenschaften: Zum einen besitzt die Stieleiche besonders viele Resistenzgene, die sie vor schädlichen Einflüssen wie Pilzen, Bakterien oder Viren schützen.

Zum anderen kommen bei der Baumart seltene somatische Mutationen vor. Das sind Mutationen der Zellen, die erst im Laufe der Zeit erworben werden, beispielsweise durch Umwelteinflüsse. Durch Zellteilung kann sich die somatische Mutation dann im ganzen Organismus ausbreiten. Das verschafft der Eiche womöglich einen Selektionsvorteil gegenüber anderen Pflanzen. 

Beide Merkmale zusammen könnten erklären, warum Eichen in Europa so großräumig vorkommen. 

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Auf der Welt gibt es etwa 400 bekannte Eichenarten.

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