Wussten Sie schon, dass Große Hufeisennasen ihren Nachwuchs in den „Kindergarten“ hängen, bevor sie zu ihrer nächtlichen Jagd aufbrechen?

Die Große Hufeisennase ist eine in Deutschland vom Aussterben bedrohte Fledermausart. Um ihre Sprösslinge während ihrer Jagd nach Nahrung zu schützen, bringen die Fledermausmütter die Kleinen vorher in einer Art Kinderstube unter.

Es ist tatsächlich so: Solange die jungen Hufeisennasen noch nicht selbst jagen können, bleiben sie in der Wochenstube zurück, während ihre Mütter sich auf die Jagd nach Insekten machen. Die Mütter hängen sie dann in einem ruhigen und sicheren Winkel der Unterkunft ab, wo die „Säuglinge“ eng aneinander gekuschelt auf die Rückkehr ihrer Mütter warten. Sie halten sich auf diese Weise gegenseitig warm. Wenn die Mütter in ihre Unterkunft zurückkehren, holen sie ihre Jungen wieder ab – sie erkennen ihre Kinder am Geruch und an der „Stimme“ – und gesellen sich zu den anderen Müttern. Zur Begrüßung gibt´s einen Kuss.

Die Große Hufeisennase ist bei uns  hochgradig vom Aussterben bedroht. In ganz Deutschland gibt es derzeit nur noch eine einzige Wochenstube, in der junge Hufeisennasen geboren werden. Diese befindet sich im oberpfälzischen Markt Hohenburg. Sie wurde 1992 in einem alten Bauernhaus entdeckt. Bei der ersten Zählung nach der Entdeckung gab es im Gebäude 14 Erwachsene und 10 Junge. Heute umfasst die Kolonie dank vielfältiger Schutzmaßnahmen 226 Individuen. In diesem Jahr wurden im Fledermaushaus über 100 junge Hufeisennasenkinder geboren. Über Live-Kameras können Besucher das Leben im Fledermaushaus live in HD-Qualität mitverfolgen. Ein besonderes Highlight sind Aufnahmen von der Geburt eines Hufeisennasenkindes. Schauen Sie selbst!

Große Hufeisennasen im Fledermaushaus Hohenburg

Große Hufeisennasen im Fledermaushaus Hohenburg

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